Maigret stellt eine Falle

Der belgische Schriftsteller war bereits in den 20er Jahren sehr produktiv. Damals schrieb er Kurzgeschichten und Groschenromane, die innerhalb verschiedenster Genres der Trivialliteratur angesiedelt waren. Zu damaliger Zeit befand er sich sehr oft auf Reisen. So fuhr er 1928 an Bord eines Bootes die Kanäle Frankreichs entlang. Ein Jahr später fuhr er mit dem Boot an der Atlantikküste von Belgien über die Niederlande bis zur Ostsee. Dort entstand aus einer Begegnung Kommissar Maigret, für den sich Georges Simenon als Requisiten eine Melone als Kopfbedeckung sowie eine Pfeife einfielen ließ. Außerdem erhielt er einen dicken Überzieher mit einem Samtkragen als Kleidung. Mittlerweile gibt es sogar eine Simenon-Forschung. Diese dürften sich intensiv auch mit den Filmen auseinander gesetzt haben. Dazu gehört der nunmehr erschienene Film, indem Maigret eine Falle stellt.

In der französischen Hauptstadt ist es gerade ziemlich heiß. So viele Menschen befinden sich gerade nicht in der Stadt. Schließlich ist Urlaubszeit. Und doch ist alles anders. Schließlich werden die Menschen in Paris gerade ziemlich in Atem gehalten. Es kommt zu einer Reihe von Morden, die immer wieder am gleichen Ort geschehen. Immer wieder geschieht dies in der Nähe von Metrostationen. Dabei lassen sich keinerlei Spuren finden. Da dies jedoch nicht so weitergehen kann, setzt sich Maigret mit einem Psychologen in Verbindung. Er will nicht länger zulassen, dass der Täter einfach so in den Hinterhöfen von Montmatres entkommt. Der ganze Fall bringt Maigret ziemlich an die Grenzen seiner Kraft. Daher arbeiten Maigret und Professor Tissot an einer Strategie. Das Resultat ist der Versuch einer Täuschung in den Medien. Zum einen hat dies natürlich Vorteile, da die Medien etwas ruhiger agieren werden. Entsprechend der Aussage ist die Festnahme eines Verdächtigen erfolgt. Es stellt sich allerdings zunächst die Frage, ob diese Falle ausreichen wird. Doch dann findet Maigret weitere Spuren. Schon bald nehmen seine vier Assistenten weitere Verdächtige ins Verhör.

Maigret ist ein Kommissar, von dem man nicht so leicht zu viel bekommt. Viele werden ihn schon aus Kindertagen kennen. Es ist davon auszugehen, dass viele noch die unverwechselbare Art Gabin’s genauso schätzen werden. Wenn er ermittelt, bleibt nichts lang vor ihm geheim. Auch die anderen Schauspieler, die Maigret verkörpert haben, waren nicht schlecht (besonders herausragend natürlich auch Heinz Rühmann). Doch bei den Maigret-Filmen, wie bei diesem, lässt sich festhalten, dass Jean Gabin die Filme großartig gespielt hat. Was Margareth Rutherford für die Agatha-Christie Reihe ist, trifft auf Jean Gabin für die Maigret-Reihe zu: Einzigartig, unverwechselbar und immer wieder sehenswert. Gestützt wird dies durch die Dialoge.

Schreibe einen Kommentar