Maigret kennt kein Erbarmen

Eine der beliebtesten Figuren für Verfilmungen ist Kommissar Maigret. Entwickelt hat die literarische Figur Georges Simenon. Insgesamt schrieb er innerhalb von mehr als 40 Jahren 75 Romane sowie 28 Erzählungen. Entstanden ist die Idee zur Reihe um Kommissar Maigret in Delfzijl, einem Ort in den Niederlanden. Dort hielt sich Georges Simenon gerade in einem Cafe auf. Er verlieh seine Figur den Rang eines Kriminalkommissars, der bei der Pariser Kriminalpolizei arbeitet. Mit dem verstärkten Aufkommen der Fernsehproduktionen dann die Aufnahme zu den Maigret-Veröffentlichungen.

Dazu gehört die Geschichte, in der Kommissar Maigret eine Nachricht erhältlich. Eine alte Freundin ersucht ihn um Hilfe. Es handelt sich um die Gräfin von Saint Fiacre. Sie erhielt einen anonymen Brief. Am nächsten Tag sei ja Aschermittwoch. Das wäre ihr letzter Tag. Maigret eilt der Gräfin zu Hilfe. Für ihn bedeutet das zugleich ein Wiedersehen mit seiner Heimat. Dann findet am Aschermittwoch ein Gottesdienst statt. Genau während dieser Zeit verabschiedet sich die Gräfin aus dem Leben. Für Maigret erweist sich diese Tatsache als sehr schwierig, weil er dies nicht verhindern konnte. Umso mehr steigert sich der Kommissar in die Ermittlungen hinein. Es stellt sich zunächst die Frage, was für Spuren vorhanden sind. Geben sie genug Anzeichen her, dass ein Fremdverschulden in Frage kommt? Das Problem bei diesem Fall ist, dass viele Menschen als Täter in Frage kommen. Dazu zählen der Pfarrer, der Gutsverwalter und der Arzt. Allerdings scheint ebenso der Sohn nicht leicht zu nehmen zu sein. Dabei erlebt Maigret einen Ausflug in die Vergangenheit. So trifft er in einem Laden eine ältere Frau, die ihn noch als Kind kannte. Er trifft zudem im Hotel auf einen Klassenkameraden, der ihn sofort wiedererkennt. Dabei ist dieser ziemlich verblüfft, als Maigret ihm erklärt, dass nicht von einer harmlosen Geschichte ausgeht. Danach verschwindet er in seinem Zimmer, um von dort auf seine eigene Weise auf Spurensuche zu gehen.

Angesichts der heutigen Zeit besteht natürlich überwiegend Interesse an den Farbverfilmungen. Da stellen Schwarz-Weiß-Filme manchmal vielleicht etwas  seltsames dar. Bei den Schwarz-Weiß-Filmen von Kommissar Maigret sollte man dies nicht so eng sehen. Schließlich besitzt er eine einzigartige Souveränität, die die Filme auch heute noch zu etwas Besonderem machen. Der Film „Maigret kennt kein Erbarmen“ zeichnet sich durch eine gute und klare Bildqualität aus. Schließlich erfolgte die Produktion des Films bereits vor mehr als fünf Jahrzehnten. Ein klares Bild zeichnet sich ebenso bei der Synchronisation ab. Dabei ist besonders das Zusammenspiel der Stimmen interessant. Ebenso ergibt es sich ein Plus aus der Besetzung der Hauptrolle mit Jean Gabin. Dieser war seinerzeit einer der führenden französischen Schauspieler, der mit einer Vielzahl von Filmen von sich Reden machte. Seine Darstellung des Kommissars ist immer wieder sehenswert.

 

 

 

 

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