Mein Junggesellenabschied

Eine der schönsten Traditionen stellt der Junggesellenabschied dar. Die Geschichte dieses Tages lässt sich bis in das antike Griechenland zurückverfolgen. Bei der Hochzeit eines Spartaners wurde der Junggesellenabschied von seinen Freunden ausgerichtet. Brautpaare haben an diesem Tag die Gelegenheit, ohne den Partner zu feiern. Organisiert wird dieser Tag von Freunden des Paares. Dabei wird schon Wochen vorher mit der Planung des Tages begonnen.

Während der Junggesellenabschied in der Regel in der Deutschland an einem Wochenende gefeiert wird, dauert ein derartiger Abschied in England durchaus länger als zwei Tage. Mancheiner macht die Aufgabe so gut, dass er gleich bei mehreren Abschieden vom Junggesellen-Leben die Planung übernimmt. So ergeht es jedenfalls Ken in dem Film „Mein Junggesellenabschied“. Doch nun steht sein eigener Junggesellenabschied bevor…

Seit zehn Jahren beobachtet Ken, wie seine Freunde nacheinander heiraten. Bei allen Junggesellenabschieden hat er die Planung übernommen. Dies hat zur Folge, dass er sich einige heftige Streiche für seine Freunde ausgedacht hat. Er hat sich tatsächlich immer wieder etwas neues einfallen lassen. Mancher Freund wurde mit dem Streich ganz erheblich bloßgestellt. Jetzt allerdings ist es soweit, dass er heiraten wird. Nun ahnt er böses für seinen Junggesellenabschied. Mit seiner Vorahnung hat er recht. Schließlich beschäftigen sich seine Freunde damit, wie sie sich bei Ken für die ganzen Streiche revanchieren können. Das Problem dabei ist, dass seine Freunde nicht wirklich die geschicktesten sind. Zudem befinden sich einige gerade in einer Midlife-Crisis und ziehen mitunter das Pech an. So wird beispielsweise eine Stripperin für die Abschiedsparty organisiert. Als diese gerade abgeholt wird, kommt doch eine freundliche Nachbarin zum Wagen, während die Stripperin gerade in das Auto einsteigt. Ein anderer aus der Gruppe wird von einem Freund abgeholt und will gerade losfahren. Jedoch fragt er sich, warum seine Frau ihm so nachschaut. Er bekommt nicht mit, das ein anderes Auto gerade an seinem Haus hält und seine Frau Besuch von ihrem Liebhaber bekommt. Es ist so, dass alle Freunde von Ken ihre Problem im Leben haben. So richtig können sie sich daher gar nicht auf den Junggesellenabschied von Ken freuen. Und doch startet die Feier dann. Richtig turbulent wird es mit der Ankunft von Veronica…

Ob es tatsächlich für jeden etwas ist, auf diese Weise seinen Junggesellenabschied zu feiern, sei einmal dahingestellt. Das was in diesem Film allerdings geschieht, ist eine recht ordentliche Inszenierung. Es sind recht sympathische Charaktere, die einen Einblick in das Leben geben, welches nach der eigenen Vorstellung ordentlich verläuft. Und doch könnte es schöner sein. Vor allem haben sie nun endlich die Gelegenheit, einen Junggesellenabschied der besonderen Note zu arrangieren und nicht einmal das klappt richtig. So richtig lässt sich dabei keine Entscheidung fällen, für wen man sich mehr freut. Auf jeden Fall bietet sich den Zuschauern ein recht kurzweiliges Filmvergnügen, das sich durch eine gute Bildqualität auszeichnet.  Zum Bonusmaterial kann keine Auskunft gegeben werden, da lediglich eine Pressefassung zur Bemusterung vorlag. Marina Teuscher – 18.10.2014.

 

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