Alles inklusive

„Alles inklusive“ ist ein Motto, welches Reisende oft bei der Buchung ihres Urlaubs auswählen. Sie haben dann ja die Garantie, dass sie sich im Urlaub fast um gar nichts kümmern brauchen. Dieses Motto hat Doris Dörrie zu dem gleichnamigen Buch inspiriert. Die Schriftstellerei ist allerdings nur eine ihrer Aufgaben. Sie arbeitet auch als Regisseurin und als Filmproduzentin. Sie ist dabei so erfolgreich, dass sie schon einige Auszeichnungen erhalten hat. Begonnen hat alles mit dem Förderpreis des Kuratoriums Junger Deutscher Film, den sie im Jahr 1976 mit Wolfgang Berndt zusammen erhielt.

In den 80er Jahren, als ihr Film „Männer“ Premiere hatte, erhielt sie für diesen zahlreiche Auszeichnungen. Es handelte sich unter anderem um das Filmband in Silber sowie in Gold und die Goldene Leinwand. In den kommenden Jahren folgten viele weitere Preise, bei denen es sich unter anderem um den Bayerischen Verdienstorden und den Bayerischen Filmpreis gehandelt hat. Im Jahr 2011 schrieb sie ihren Roman „Alles inklusive“, der jetzt auf DVD erschienen ist.

Bei Torremolinos handelt es sich um eine selbständige Gemeinde, die in der Provinz Malaga zu erreichen ist. Dort hat Ingrid vor mehr als 30 Jahren gelebt. Schließlich war die Hippiezeit und sie fand das ganze Chaosleben völlig okay. Inzwischen ist sie älter  und hat nun eine Alles-Inklusive-Reise gebucht. Diese wird sie jetzt wieder nach Torremolinos führen. Mittlerweile hat sich das ganze Landschaftsbild extrem verändert. Jetzt stehen dort zum einen extrem große Hotelkomplexe. Auch sind dort viele billige Diskotheken zu finden. Dort möchte sie etwas für sich tun, da sie sich auch von einer Hüftoperation erholen will und bestellt sich eine Pediküre. Beim Termin erzählt Ingrid davon, dass sie damals mit ihrer kleinen Tochter auf der Insel Schmuck verkauft hat. Sie denkt an die Zeit zurück, als das Leben dort unbeschwert war. Daraufhin spricht Tim sie an, dass er Ingrid kennen würde. Und richtig: Es handelt sich um Tim, der als Transvestit lebt. Es ist der Sohn ihrer Urlaubsaffäre, die Ingrid vor 30 Jahren hatte. Dessen Mutter kam mit der Affäre ihres Mannes gar nicht klar. Doch damit fangen die Abenteuer von Ingrid erst einmal an. Als sie sich am Strand in einer ruhigen Gegend befindet, findet sie einen Bootsflüchtling aus Afrika. Dieser ist halb verdurstet und bekommt Hilfe von Ingrid, die eine besondere Weltanschauung hat. In der Zwischenzeit versucht Apple, ihre Tochter, mit dem Leben klar zu kommen. Diese hat eine leicht neurotische Ader an sich. Nun will sie neue Wege gehen, da es diesen sympathischen Tierarzt in der Nähe gibt. Da kommt es gerade gut, dass sie einen Hund hat. Bei ihm handelt es sich um eine laufunfähige und kranke Französische Bulldogge. Schon bei der ersten Untersuchung fangen die beiden an, miteinander zu scherzen.

In diesem Film vereinen sich viele verschiedene Welten und verleihen dem Film so eine besondere Note. Da sind schon die Welten der beiden Generationen, die sich völlig unterscheiden. Während Mutter Ingrid mit ihrer besonderen Weltanschauung Menschen unbekümmert hilft, macht Apple mit ihrer neurotischen Art leicht die Menschen etwas nervös. Man schaut schon ein bisschen verdutzt, wenn sie mit ihrem Hund durchs Leben zieht. Es kommen noch so einige kuriose Situationen in dem Film vor, die man sich nicht unbedingt vorstellen kann – das Gitarrenspiel in einem intimen Moment. Andere Situationen kann man sich wiederum gut vorstellen, da die 68er bis heute fast legendär sind. Insofern wird der Film seine Freunde finden. Getragen wird dies auch von einer guten Besetzung, an deren Spitze Hannelore Elsner und Axel Prahl stehen (Marina Teuscher – 28.09.2014).

 

 

 

 

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