Tao Jie ein einfaches Leben

 

Hongkong ist schon seit vielen Jahren eine Metropole. Zu erreichen ist die Stadt an der Südküste der Volksrepublik China. Die Stadt, die in der Mündung des Perlflusses liegt, zeichnet sich durch eine Vielzahl von Festen und Veranstaltungen aus. Dabei sind es vor allem auch chinesische sowie westliche Feste, die für die Einwohner von Hongkong von Bedeutung sind. Dabei ist es ganz besonders das chinesische Neujahrsfest, welchem die Aufmerksamkeit gehört. Je nach dem Kalender fällt dieses auf die zweite Hälfte des Monats Januar oder auf die erste Hälfte vom Februar.

Unter anderem wird zwei Wochen später das Laternenfest begangen, bei dem auch vom chinesischen Valentinstag gesprochen wird. Viele dieser Feste hat auch Ah Tao schon in dem Film „Tao Jie – ein einfaches Leben“ erlebt. Doch es steht ihr eines Tages eine Zeit bevor, die ihr Leben extrem verändern wird.

Sie ist noch ein Teenager, als Ah Tao mit der Arbeit als Kindermädchen beginnt. Das ihr Leben schon in den all den Jahren von wenig Freude geprägt war, kommt auch dadurch, dass sie als Waise aufgewachsen ist. Zwar klappt es, dass sie adoptiert werden kann, wobei sie jedoch schon bald ihren Adoptivvater verliert. Schon damals arbeitet sie für die Familie Leung. Später verändert sich ihre Tätigkeit und sie arbeitet nunmehr als Hausdame. Kontakt hat sie dabei mit den verschiedensten Familienmitglieder, die sie kommen und gehen sieht. Inzwischen arbeitet sie nun für Roger, der in der Filmindustrie von Hongkong arbeitet. Er ist als Produzent tätig und bei seinem aufregenden Job für jede Hilfe dankbar. Diesen erwartet allerdings ein heftiger Schlag, als er eines Tages nach Hause kommt. Schlaganfall lautet die Diagnose im Krankenhaus, als er Ah Tao dort hin bringt. Im Krankenhaus wird er allerdings noch mit einer anderen Tatsache konfrontiert. Sie ist nicht mehr so fit und so scheint nur noch das Altersheim zu bleiben. Schließlich hat er einen zu anstrengenden Job und kaum Zeit genug, um sich um Ah Tao zu kümmern. Doch in dem Altersheim erwartet sie ein ganz anderes Leben. Während sie bei Roger noch relativ unbeschwert leben konnte, so muss sie sich doch im Altersheim einer gewissen zeitlich geordneten Lebensweise unterordnen. Und das ist etwas, was eben bisher nicht so sehr zu ihrem Leben gehört hat. Schließlich konnte sie einst mit Roger ganz unbeschwert auch mal spazieren gehen oder das andere Essen genießen.

Es ist ein Film, der doch auf sehr beeindruckende Weise unter die Haut geht. Ganz besonders deutlich wird dies, wenn man den Film eine Weile im Originalton verfolgt. Mit der musikalischen Unterstützung bekommt der Film eine gewisse Schwermütigkeit, die bei dem Thema auch angebracht ist. Schließlich ist das Leben nicht so einfach, wenn es im Alter heißt, dass nur noch das Altersheim bleibt. Gerade, wenn das Leben vorher, von einer gewissen Freiheit bestimmt war, fällt die Umstellung schwer. Insofern ist es auch ein Film, der ein wenig nachdenklich macht, weil er eine durchaus aktuelle Problematik enthält. Solange es älteren Menschen gut geht, ist die Welt in Ordnung und die Kinder oder auch wie in diesem Film Chefs können arbeiten gehen. Doch was passiert, wenn die Welt ins Wanken gerät. Dann zieht mitunter auch die Hilfslosigkeit ein. Insofern ist
wirkt der Film beeindruckend, weil er mit den passenden Zwischentönen die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

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