Krieger der Nacht

In der Mythologie und im Volksglauben handelt es sich bei den Vampiren um blutsaugende Nachtgestalten. Immer wieder sind Vampire als Hauptfiguren auch in den unterschiedlichsten Medien zu finden. So fanden sie schon vor Jahrhunderten Eingang in die Literatur. Oft genug sind Vampire auch in Videospielen zu finden. Dies ist gerade bei Lizenzspielen der Fall, deren Grundlage oft in zahlreichen Vampirfilmen zu finden ist. Beispielhaft kann dafür auch der Vampir als Antagonist stehen, wie es in dem bekannten Videospiel Castlevania geschehen ist, das auch schon für Super NES entwickelt worden ist. Jetzt gibt es mit Krieger der Nacht einen neuen Film, indem eine Vampir-Dame im Mittelpunkt des Geschehens steht.

Die Bauarbeiter sind auf ihrer Baustelle gerade am weiterbauen, als eine Entdeckung alle aufhorchen lässt. Sie finden einen mysteriösen Holzpflock und ein steinernes Kreuz, das uralt zu sein scheint. Indem die Arbeiter diese Artefakte aus der Erde holen, wecken sie die Vampir-Frau Laura auf. Jahrhunderte lang hat sie geschlafen und kann sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern. Und nun lernt sie auch noch eine Welt kennen, die ihr völlig fremd ist. Sie versucht sich an diese Welt zu gewöhnen, was ihr allerdings zunächst schwerfällt. Noch nicht einmal sprechen kann sie. Ferner weiß sie noch nicht einmal, dass es sich bei ihr um einen Vampir handelt. Das muss sie allerdings auch ganz allein, da es niemand gibt, den sie um Rat fragen könnte. So langsam kann sie sich Stück für Stück jedoch daran erinnern, was in ihrem früheren Leben geschehen ist, als sie ein Mensch war. Zudem kommt die Erinnerung an den Mann hoch, der einst ihr Geliebter war. Jedoch hatte Lazarus ein Geheimnis und hielt dies stets verborgen. Plötzlich tauchen neue Probleme auf, als sie von einem Vampirjäger verfolgt wird. Es hat sich nämlich rumgesprochen, dass Laura wieder erwacht ist. Dabei ist Laura nicht die einzige, die der Jäger verfolgt. Es gibt noch einen Mann, nach dessen Spuren er auf der Suche ist. Die Frage ist jedoch, ob wirklich alles so ist, wie es den Anschein hat.

Inwieweit für jeden die Stufe eines Horrorsfilms mit Niveau erfüllt ist, wird schwer festzulegen sein. Und doch hat die Story einen nicht so gerade verlaufenden Charakter. Das fängt schon damit an, dass Laura nicht sprechen kann. Wie soll sie sich denn dann in der für sie neuen Welt zurecht finden. Wem soll sie sagen, wohin sie möchte? Wie kann sie ihre Gedanken finden und auf den richtigen Weg kommen. So ganz schlüssig ist allein diese Tatsache schon nicht. Auch in späteren Momenten des Filmes tauchen einige unschlüssige Szenen auf, die es nicht ganz einfach machen beim Film zu bleiben. Ein gewisser Tiefgang ist bei dem Film ebenfalls nicht zu entdecken. Zudem lässt auch die These „Wo das Böse begraben liegt“ nicht gerade einen klugen Titel erkennen, wenn die Hauptdarstellerin nicht einmal richtig sprechen kann. Daher dürfte der Film eher etwas für Vielseher sein. (Marina Teuscher – 12.07.2018)

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