Inspector Morse

Der britische Schriftsteller Norman Colin Dexter schrieb die Kriminalromane, die sich rund um Inspector Morse drehen. Bei ihm handelt es sich um einen Mann, der bei seinen Kriminalfällen auf eine untypische Weise zum erfolgreichen Abschluss des Falles kommt. Mehrfach wurde er für seine Arbeit mit Preisen ausgezeichnet, wie allein die Gold und Silver Dagger von CWA beweisen. Seine Bücher wurden in den Jahren 1987 bis 2000 als Vorlage für eine Fernsehserie verwendet. Insgesamt wurden 33 Folgen produziert, von denen jetzt die ersten Folgen auf DVD erschienen sind.

Die stille Welt des Nicholas Quinn

Nicholas Quinn ist vom Wesen sehr ordnungshörig ausgeprägt. Es handelt sich zudem bei ihm um ein Mitglied des Prüfungsausschusses.  Genauer gesagt geht es dabei um Auslandsprüfungen. Zunächst scheint es, als er dazu berufen wird, eine Aufgabe zu sein, die kaum zu bewältigen ist. Schließlich ist Nicholas taub. Allerdings hilft es ihm, dass er das Lippenlesen perfekt beherrscht. Gleichzeitig stellt er einen unauffälligen Charakter dar. Das Inspector Morse sich mit der Welt von Nicholas beschäftigen muss, liegt daran das dieser eines Tages tot aufgefunden wird. Als die Ermittlungen beginnen zeigt sich schon bald, dass sehr vieles unklar ist. Konkrete Spuren gibt es nicht. Doch auf Morse kommen noch interessantere Dinge zu. Dabei handelt es sich nämlich um Monika. Sie macht dem Inspector schöne Augen. Allerdings weckt das wiederum auch sein Interesse. Vielleicht ist Monika ja selber in die Geschichte verwickelt. Zwischenzeitlich bietet sich ihm ausreichend Gelegenheit, die Zeit mit einem guten Scotch zu verbringen und über den Fall nachzudenken.

Enthalten sind auf den DVDs die folgenden Filme:

  1. Die Toten von Jericho
  2. Die stille Welt des Nicholas Quinn
  3. Eine Messe für alle Toten
  4. Der Wolvercote Dorn

Es zeigt sich bei den Filmen wieder einmal, dass die englischen Krimis doch eine ganz besondere Note besitzen. Dies zeigt sich beispielsweise immer wieder, wenn der britische Humor in den Krimis durchkommt. Deutlich wird dies immer dann, wenn Inspector Morse dazu übergeht, die Fehler in der Grammatik seiner Gesprächspartner zu verbessern. Die Geschichten sind klug ausgestattet und bieten die gewohnte britische Qualität. Dabei ist es auch schön, dass man die Filme mit dem Originalton anschauen kann. Sympathisch wirkt die Serie auch dadurch, weil Morse so eine leicht brummige Ader an den Tag legt und weil er auf anderen Wegen zu den richtigen Schlussfolgerungen kommt. Allerdings gibt es ein großes Manko, das in der fehlenden deutschen Tonspur liegt. Das mindert doch ein bisschen den Reiz. Allerdings werden die Filme mit Untertiteln präsentiert. Insofern sollte man zumindest einmal reinschauen, da die Geschichten doch eine hohe Qualität besitzen.  (Marina Teuscher – 14.09.2014)

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