Sputnik – Mai 2014

Einstmals wurden seitens der Sowjetunion Satelliten ins Weltall geschossen, so dass sie auf die Erdumlaufbahn gelangten. Die ersten zehn Satelliten wurden auf den Namen Sputnik getauft. Zum ersten Mal startete ein Sputnik am 4. Oktober 1957. Dieses Datum stellt zugleich auch den Beginn dar, an dem die sowjetische Raumfahrt ihren Anfang nahm. Heute zählt das Wort zudem zu den 100 wichtigsten Wörtern im 20. Jahrhundert. In verschiedenen osteuropäischen Ländern wird der Begriff Sputnik als Synonym für den Begriff Satellit angesehen. Oft genug hat der Sputnik auch in zahlreichen Fernsehserien eine Rolle gespielt, wie auch in dem Film „Sputnik“ zu sehen ist.

Dort ist eine Fernsehserie, die die zehnjährige Rieke zu etwas ganz besonderem inspiriert. Sie vermißt ihren Onkel Mike ganz doll und möchte ihn zurückholen. Dies geschieht mit dem Herbst 1989 in einer Zeit, als zwar etwas Unruhe geherrscht hat, doch niemand mit ganz besonders gravierenden Veränderungen in der damaligen DDR gerechnet hat. Ganz besonders ruhig geht es dabei auch in Malkow zu. Dort lebt Rieke mit ihren Eltern und will natürlich ganz besonders viel erreichen. Am meisten will sie im Moment erreichen, das Onkel Mike zurückkommt. Daher hat sie sich mit zwei Freunden zusammengetan. Eine Fernsehsendung hat sie dazu inspiriert, das sie einen Teleporter bauen wollen. Damit könnten sie auch die Welt ein wenig verändern. Natürlich soll zunächst niemand von der Erfindung etwas ahnen. Inzwischen sind allerdings Rike Eltern auch am überlegen, ob sie der DDR den Rücken kehren sollen. Doch davon ahnt ihre Tochter noch nichts und bastelt weiter mit ihren Freunden an dem Gerät zum Zurückbeamen. Dann allerdings naht der 9. November 1989, ein Tag voller Unruhen, der durch eine Pressekonferenz noch stürmischer werden wird. Rieke startet an dem Tag ihrer Experiment, das scheinbar jedoch ganz verläuft als geahnt. Alle Bewohner des Dorfes sind nämlich auf einmal verschwunden.

Zu sehen sind in den Hauptrollen Flora Li Thiemann, Finn Fiebig, Luca Johannsen sowie Emil Schönfels und Yvonne Catterfield.

Präsentiert wird der Film in Deutsch mit dem Tonformat Dolby Digital 5.1 sowie mit dem Bildformat 16:9 Anamorph 2.35:1. Von der FSK wurde der 80minütige Film ohne Altersbeschränkung freigegeben. Für die Veröffentlichung des im Jahr 2013 produzierten Filmes war die Ascot Elite Home Entertainment zuständig.

Entstanden ist aus der Idee ein sehr schöner Familienfilm, der gerade bei den Kindern punkten dürfte. Schließlich fällt der Action-Faktor nicht so groß aus. Und doch zeigt der Film, dass sich Kinder sehr schön beschäftigen können, wenn ihre Fantasie erst einmal angeregt ist. Vor allem können Kinder auch schon viel erreichen, wenn sie etwas gemeinsam unternehmen. Schließlich hat einfach jedes Kind seinen ganz großen Traum. Bei diesem Film wird aber auch noch etwas anderes deutlich, wobei es sich um die Problematik handelt, dass die Erwachsenen sich nicht so einfach zwischen der schönen neuen Welt und der eigenen Welt in der DDR entscheiden können. So können bei dem Film doch einige unterschiedliche Gedanken entstehen. Vor allem aber sind es die Kinder, die zum Schmunzeln anregen. Schließlich ist es schon ganz schön heftig, wenn plötzlich einfach so die ganze Dorfbevölkerung und die Kinder so vor lauter Rätsel stellt. (Marina Teuscher – 03.05.2014)

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