Pinocchio – Juni 2014

Carlo Collodi war es, der im 19. Jahrhundert die Figur des kleinen Holzjungen Pinocchio erfand. Erschienen sind die Geschichten ab dem Jahr 1881 in einer italienischen Zeitung, die wöchentlich erschienen ist. Zwei Jahre später hatte sich Collodi dazu entschlossen, dass er aus den Geschichten um Pinocchio ein Buch machen wollte. Das war die Folge daraus, dass sich Pinocchio innerhalb kurzer Zeit zu einer besonders populären Figur entwickelt hat. Zum ersten Mal erschienen die Geschichten des kleinen Jungen aus Holz auch in deutscher Sprache im Jahr 1905. Seinen Namen, so wie er heute auf der ganzen Welt berühmt ist, hat er in Deutschland erst im Jahr 1948 erhalten.

Bereits im Jahr 1911 wurde Pinocchio zum ersten Mal zum Mittelpunkt eines Filmes. Doch erst durch Walt Disney, der Pinocchio zur Hauptfigur eines abendfüllenden Zeichentrickfilms machte, wurden die Abenteuer der ganzen Welt bekannt. Es sollten noch weitere Verfilmungen folgen. Außerdem sind auch Fernsehserien produziert worden. Im Jahr 2013 wurde die Geschichte erneut verfilmt und ist nun auf DVD erschienen.

Gepetto, der schon älter ist, mag nicht mehr allein sein. Er wünscht sich sehnlichst einen kleinen Jungen. Dann eines Tages soll sich Gepettos Welt für immer verändern. Der alte Mann findet ein Stück Holz, das eine besondere Gabe besitzt. Das Holz kann nämlich sprechen. Nun sieht Gepetto seine Chance gekommen, dass er nicht mehr alleine ist. Also schnitzt er sich aus dem Holz den kleinen Pinocchio. Bald schon stellt er fest, dass Pinocchio ein richtiger Wirbelwind ist. So bleibt es nicht aus, dass der hölzerne Junge Gepetto einfach durch die Finger gleitet und abhaut. Die Schule scheint ihm gar nicht so wichtig zu. Jedoch ist so ein Puppentheater doch viel interessanter und so geht er zu diesem Theater. Das hat auch seinen Hintergrund darin, dass in diesem Theater noch viel mehr Puppen zu finden sind. Zusammen feiern die Puppen ein Fest und bewegen sich dabei ziemlich unbeschwert durch das Leben. Der Direktor des Puppentheaters ärgert sich jedoch darüber und will jedoch Pinocchio an den Kragen. Allerdings hat der kleine Holzjunge jedoch Glück und bleibt vom Unglück in Form eines Feuers verschont. Pinocchio bekommt vom Direktor sogar noch fünf Goldtaler für Gepetto mit, der nicht der gesündeste ist. Doch statt nach Hause zu kehren, stolpert er gleich in das nächste Abenteuer. Dabei hat sich allerdings schon längst ein Wunsch entwickelt, der immer stärker wird. Er möchte gern das Leben eines richtigen Jungen führen und so mit seinem Vater Gepetto leben.

Wenn man ein Fan des Zeichentrickklassikers von Walt Disney ist, dann fällt der Umstieg auf einen Realfilm schon etwas schwerer. Die Verfilmung der Geschichte ist recht gut gelungen. Pinocchio erlebt wie bei dem Trickfilm eine Reihe von Abenteuern, bis er endlich seinem großen Wunschtraum näher kommt. Dabei erlebt er natürlich auch einige gefährliche Abenteuer, wobei das nicht so ganz passend zu sein scheint, dass der Film ohne Altersbeschränkung freigegeben worden ist. Schließlich gibt es da doch die eine oder andere Bedrohung, der der kleine Holzjunge ausgesetzt ist. Doch er bewältigt die Abenteuer mit Bravour, wobei auch die gut gewählte Besetzung mit einem Star wie Mario Adorf zum Gelingen des Films beiträgt. Der Blick in den Film sollte schon einmal gewagt werden. Das kleine Manko bleibt halt das ewige Thema der FSK-Freigabe. Wer schaut denn schon mit 0 Jahren einen Film an. (Marina Teuscher – 05.06.2014)

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