College Brothers

In den USA und in Kanada werden sehr unterschiedliche Einrichtungen als College bezeichnet. Handeln kann es sich dabei um eine Hochschule ebenso wie um ein Community College. Doch auch verschiedene Institutionen, deren Schwerpunkt die Berufsausbildung ist, werden oft als College bezeichnet. Schaut man auf den Begriff der Hochschule als College, so ist von einer tertiären Bildungseinrichtung die Rede. Auf jeden Fall gibt es am College viel zu lernen. Allerdings treffen dort die unterschiedlichsten Menschen aufeinander, wie auch in dem Film College Brothers, der jetzt auf DVD erhältlich ist.

Flinn ist Langzeitstudent und führt ein scheinbar wundervolles Leben. Dem Unterricht am College folgt er nicht so unbedingt. Schließlich kann er das Partyleben genießen und seinem Sexverlangen unendlich freien Lauf lassen. Bisher hatte er schon viele Mitbewohner, die es jedoch nicht lange bei ihm ausgehalten haben. Alle fühlten sich durch das unstete Leben von Finn abgestoßen. Doch nun zieht jemand neues bei ihm ein. Es handelt sich Toby, der erst 15 Jahre jung ist. Trotz seines jungen Alters ist Toby hochtalentiert und eher als Nerd einzustufen. Allerdings erwartet ihn bei Flinn eine ganz besondere Zeit, die nicht so ganz seinem Geschmack entspricht und die er auch nicht in seinen kühnsten Träumen erwartet hätte. Daher möchte Toby auch erst einmal wieder weg, was sein Vater jedoch nicht zulässt. Von Finn erhält er nämlich gezeigt, wie schön das Leben sein kann. Vor allem zeigt er Toby auch, dass man doch am College viel Spaß haben kann. Allerdings wird Toby auch schon bald eine Gegenleistung erbringen dürfen. Die Noten von Flinn lassen doch sehr zu wünschen übrig und böses im Hinblick auf den Verbleib am College erahnen. Flinn möchte jedoch noch länger auf dem College bleiben und den Spaß genießen. Daher müssen sich die Noten verbessern und nur Toby kann dabei helfen.

Von der Grundidee ist der Film sicherlich nicht schlecht gedacht. Schließlich geht es hier um das Aufeinandertreffen von einem „Aufreißer und einem Super-Nerd“. Zwei grundsätzlich verschiedene Charaktere haben schon immer für eine interessante Geschichte gesorgt. Schließlich lernt jeder das Leben des anderen kennen und somit praktisch ganz neue Welten. Das Problem hier ist jedoch, dass die Nebenwirkungen des intensiven Partylebens viel zu oft in den Mittelpunkt gestellt werden. Das wiederum sorgt für einen faden Beigeschmack bei dem Film, der sicherlich nicht für jeden etwas ist. Wer aber College-Filme in Verbindung mit den positiven Facetten des Partylebens mag und sich die Momente wegdenkt, in denen „der Kater“ morgens zum Ausbruch kommt, dürfte ein ansprechendes Vergnügen erleben. (Marina Teuscher – 12.07.2014)

 

 

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