Die Farbe der Lüge

In Westfrankreich liegt die malerische Region der Bretagne, die zugleich das Bild einer Halbinsel besitzt. Schließlich wird die bretonische Region vom Atlantik umgeben und bietet die Gelegenheit zu idyllischen Spaziergängen entlang der Küstenlandschaft. Es finden sich dort zahlreiche Oasen zum Entspannen und Erholen. Doch auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten bestimmen das Bild der Region, vor deren Küste noch über 800 Inseln das Bild bereichern. Dabei handelt es sich um die Blumeninsel Ile-de-Brehat, die westlichste Insel Ouessant sowie um die Glenan-Inseln, deren einzigartige Landschaft den tropischen Ländern ähnelt. Zusätzlich zeichnet sich auch das Festland durch einige besondere Fischerdörfer aus, wobei jetzt die Bretagne im Mittelpunkt des Filmes „Die Farbe der Lüge“ steht.

In dem kleinen Fischerdorf an der Bretagne war das Leben bis vor kurzem ganz normal. Man ging seiner Arbeit nach und in der Schule wurde unterrichtet. Gäste kamen und sahen sich das Dorf an. Doch plötzlich gerät das Leben dort völlig aus den Fugen. Die kleine Eloise ist nur zehn Jahre alt, als sie ermordet aufgefunden wird. Noch schlimmer ist es dann, als herauskommt, dass sie vergewaltigt wurde. Umgehend beginnt die Polizei mit ihren Ermittlungen. Zuständig dafür ist Kommissarin Frederique Lesage. Dabei finden sie heraus, dass Eloise sich auf dem Weg nach Hause befand. Sie hatte zuvor Zeichenunterricht gehabt. Dies führt dazu, dass plötzlich ihr Zeichenlehrer Rene sogar als Hauptverdächtiger angesehen wird. Problematisch wird die Situation für den Lehrer schon dadurch, dass der behinderte Maler kein Alibi vorweisen kann. Schnell wächst die Unruhe im Dorf, so dass sich auch die kleinsten Gerüchte sich im Dorf und der Region verbreiten. Eines Tages stellt der Lehrer, der privat unterrichtet fest, dass er keine Schüler mehr hat. Trost kann ihm da seine Frau Viviane bieten. An seine Unschuld glaubt sie noch. Allerdings führt sie ein Doppelleben. Sie hat nämlich eine Affäre, was zu weiteren Komplikationen führt.

In den Hauptrollen sind Sandrine Bonnaire, Jacques Gamblin sowie Antoine de Caunes und Valeria Bruni Tedeschi zu sehen. Verantwortlich für die Regie war Claude Charbrol. Als Format für den deutschen und den französischen Ton liegt DTS-HD 2.0 vor. Angezeigt werden die deutschen Untertitel auf dem Bildformat von 16:9 Anamorph 1.66:1. Die Freigabe von der FSK erhielt der Film ab 12 Jahren. Für die Veröffentlichung des 113minütigen Filmes war Concorde Video verantwortlich.

Das ist ein Film, der ein hohes Diskussionspotential in sich bietet. Besonders problematisch ist nämlich die Welt schon deshalb, weil Gerüchte viel zu schnell in der Welt herumgetragen werden. Dabei ist oft noch nicht einmal geklärt, ob an diesen Gerüchten etwas wahres dran ist. Das zeigt sich nun auch in diesem Film, in dem der Zeichenlehrer plötzlich all seine Schüler verliert, obwohl seine Schuld noch nicht einmal als sicher erwiesenist. Schwierig ist außerdem auch noch, dass sich noch viel mehr Seiten aufzeigen, da die Welt in dem Dorf doch nicht so in Ordnung ist, wie es den Anschein hatte. Dies ist sehr geschickt inszeniert worden und zeigt auf, wie zerbrechlich doch manches sein kann. Insofern lohnt es sich einmal, in diesen Film reinzuschauen. (Marina Teuscher – 10.01.2014).

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