Der kleine Lord

Aus dem Jahr 1886 stammt der Roman „Der kleine Lord“, der auch als „Little Lord Fauntleroy“ bekannt ist und von Frances Hodgson Burnett geschrieben wurde. Es dauerte nach dem Erscheinen des Buches nicht lange, bis ihr Werk in mehrere Sprachen übersetzt worden ist. Das Buch war also für die Autorin ein voller Erfolg. Und sie schaffte es sogar auf andere Weise Geschichte zu schreiben, nämlich in Sachen Recht. Nur zwei Jahre später klagte sie sich das Recht ein, dass sie das Stück aufführen könnte. Ihr erfolgreiches Buch wurde viele Jahrzehnte später mehrfach verfilmt. Bekannt ist unter anderem die Fassung mit Sir Alec Guiness in der Hauptrolle. Doch es gab ein Werk, dass ebenso Fernsehgeschichte geschrieben hat. Dabei handelt es sich um die Fassung aus dem Jahr 1976, die in drei Teilen verfilmt worden ist. Diese Fassung ist in zwischen auf DVD erschienen.

Das Schicksal hat die Familie arg getroffen. Sie hat den Vater verloren und nichts ist mehr so wie es war. Dies gilt für Cedric Errol, der mit seiner Mutter nun nur noch alleine lebt. Es sind bescheidene Verhältnisse, so wie sie in vielen Regionen in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts anzutreffen sind. Noch scheint trotz allem die Welt recht okay zu sein. Dies gilt auch ganz besonders für die Situation, das Cedric keinen Kontakt zu seinem Großvater hat. Dieser war nicht damit einverstanden, dass sein Sohn eine Amerikanerin heiratet. So wurde dann auch Cedric nicht so beachtet. Dann kommt der Tag, der noch einmal die Welt der kleinen Familie verändert. Cedrics Großvater, bei dem es sich um den Grafen von Dorincourt handelt, schickt einen Beauftragten nach New York. Der Graf möchte seinen Enkel gern bei sich haben, weil er einen Nachfolger braucht und Cedric so eben sein Erbe antreten soll. Zunächst profitiert der kleine Junge und beschenkt auch ein paar Freunde. Mit seiner Mutter reist Cedric später zum Großvater und ahnt noch nicht, das ihn noch schlimmeres erwarten soll. Der Graf will nämlich nicht, dass Cedrics Mutter bei ihm bleibt. Fast droht die Situation zu eskalieren, als da plötzlich ein zweiter Enkel auftaucht. Dieser beansprucht auch sein Erbe. In der Zwischenzeit jedoch schafft es Cedric schon, seinen Großvater zum Nachdenken anzuregen, der doch die Existenz von noch ein paar anderen Werten feststellt.

Zu sehen sind in den Hauptrollen Preston Lockwood, Glenn Anderson sowie Jenny Linden. Verantwortlich für die Regie war Paul Annett. Angeschaut werden kann der dreiteilige Filmklassiker aus dem Jahr 1976 mit einer Länge von 145 Minuten mit dem deutschen und dem englischen Ton, wobei das Format Dolby Digital 1.0 mono gegeben ist. Das Bild hat das Format 4:3 Anamorph 1.33:1. Durch die FSK wurde der Film ohne Altersbeschränkung freigegeben.

Ein bisschen ist es schon schade, dass bei so einem Klassiker wie „Der kleine Lord“ kein Bonusmaterial und noch nicht einmal ein Wendecover gegeben ist. So ist dann vorn auch leider die große FSK-Angabe zu sehen. Insgesamt kann man die BBC allerdings nur beglückwünschen, dass sie diesen Film wieder auf DVD herausgebracht haben. Dabei ist es eine Geschichte, die wirklich zu Weihnachten passt, weil es in ihr auch um bewegende Werte geht und die Verwandlung des Grafen zeigt. Es stimmt auch insgesamt alles, was zum weiteren Bild der Geschichte gehört. Die Kulisse und perfekte Kostüme verleihen der Geschichte ein rundes Bild. Auch sind die Charaktere gut ausprägt, so dass dieses Werk zu Recht als eines der Klassiker überhaupt gilt und ganz besonders häufig auch zu Weihnachten angeschaut wird. Marina Teuscher – 22.12.2013).

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