God bless america

In den 80er Jahren zogen die Kult-Filme der Reihe Police-Academy unzählige Fans an. Dieses klappte schon dadurch, dass jeder der einzelnen Polizisten einen speziellen und einzigartigen Charakter hatte. Durchaus war auch die zeitweilige Tollpatschigkeit einiger Polizisten ein großer Garant für die erfolgreiche Reihe. Einer dieser späteren Beamten war Zed, der erst im zweiten Teil der Reihe mit seiner Ausbildung begann. Das ganz besondere Merkmal von Zed war seine Stimme, mit der er auf sich aufmerksam machte. Seine Karriere hat er inzwischen fortgesetzt und ist auch heute noch, wenn auch nicht mehr so oft, in Produktionen und als Regisseur präsent. Jetzt ist sein Film „God Bless America“ auf DVD erschienen.

Das Leben verläuft für Frank auf einmal nicht mehr so einfach wie früher. So verliert er ganz einfach und unerwartet seinen Job. Doch es soll an diesem Tag noch schlimmer für ihn kommen. Er bekommt nämlich eine Diagnose gestellt, die sein Leben verändern soll. Da ist ein Hirntumor in seinem Kopf, der als unheilbar eingestuft wird. Bei dieser Diagnose ist der Griff zur Pistole gar nicht mehr so abwegig, denkt sich Frank. Als er diese in der Hand hat, schaut er auf den Bildschirm. Dort ist gerade eine Teeniequeen mit einem sehr schrillen Charakter zu sehen. Besonders sympathisch findet Frank das junge Mädchen nicht und möchte sie am besten ausschalten. Dies kommt schon dadurch, dass das Mädchen ziemlich unhöflich rüber kommt. Zeit doch auf der Welt nochmal nach dem rechten zu sehen, denkt sich Frank jedenfalls. Schließlich brauchen doch nicht so viel unhöfliche Leute rumlaufen. Also will er doch die Welt ein  bisschen davon befreien. Nun macht er sich auf den Weg zu Roxy. Als sie Frank kennen lernt, verkennt Roxy den Ernst der Situation nicht. Allerdings wird sie neugierig und will Frank dazu bringen, dass er weiter macht. Sie weiß sogar, bei wem Frank weitermachen könnte. Da wären zum Beispiel unhöfliche Besucher im Kino oder auch Teilnehmer an einer Castingshow.

Zu sehen sind in den Hauptrollen Joel Murray, Tara Lynne Barr und Mackenzie Smith. Die Verantwortung für die Regie lag bei Bobcat Goldthwait.  Das Tonformat Dolby Digital 5.1 liegt für den deutschen und englischen Ton vor. Deutsche und englische Untertitel sind auf dem Bildformat von 16:9 Anamorph 2.35:1 zu lesen. Von der FSK wurde der Film ab 16 Jahren freigegeben und von der EuroVideo Medien GmbH veröffentlicht. Der im Jahr 2013 produzierte Film hat eine Länge von etwa 105 Minuten.

Zum Bonusmaterial gehören die Interviews mit Bobcat Goldthwait, Joel Murray und Tara Lynne Barr. Von allen gibt es außerdem auch Audiokommentare. Neben dem Blick hinter die Kulissen gibt es außerdem auch die entfernten und die erweiterten sowie die Outtakes. Ergänzt wird das Bonusmaterial von einem Musikvideo sowie von dem deutschen Trailer.

Der Film birgt in sich einige Facetten, die ihn sehenswert machen. Er zeigt nämlich einen ganz normalen Menschen, dem einfach mal das Leben wegbricht. Da erhält er plötzlich eine „Aufgabe“. All diese undankbaren und unhöflichen Menschen müssen weg, so denkt sich das wiederum ja Frank. Daher macht er sich an das „Aufräumen“ und findet in Roxy ja Verstärkung. Beide gehen ihrer Aufgabe intensiv in einer Zeit nach, die heute längst nicht mehr so unbeschwert ist, wie sie einmal war. Zu viele Regulierungen haben es geschafft, dass die Menschen immer vorsichtiger werden und deswegen auch manchmal unhöflich wirken. Es stellt sich allerdings die Frage, sind denn die vorsichtig gewordenen Menschen nicht wirklich auch ein Opfer, da es ja jemand im Hintergrund gibt, der für diese Veränderungen gesorgt hat. Insofern wird hier eine Thematik aufgezeigt, mit der man sich einmal beschäftigen sollte. Im Endeffekt handelt es sich also um einen viel tiefergehenden Film, der viel Diskussionsstoff in sich birgt, wenn man genauer hinschaut. Da ich viele filmwissenschaftliche Bücher schon gelesen habe, stelle ich beim Anschauen des Filmes und Lesen des Hintergrundmaterials doch fest, dass dieses Werk sich auch gut für eine wissenschaftliche Ausarbeitung anbietet. Denn der Film bietet sehr viele Facetten in sich, die doch beachtenswert sind, wenn man es möchte. Dazu kommt, dass die Besetzung der Hauptrollen ganz besonders gut gelungen ist. Wer Filme mit dem gewissen Extra an Thematik haben möchte, ist mit diesem Film auf der richtigen Seite. (Marina Teuscher – 08.12.2013)

 

Schreibe einen Kommentar