Dreamkeeper

Wer die Stadt Albuquerque besuchen möchte, lernt zugleich die größte Stadt kennen, die es im Bundesstaat New Mexico gibt. Sie gehört zusammen mit der Stadt Rio Rancho zu einer Metropolregion. Die Stadt zeichnet sich unter anderem durch das Occidental Life Building aus, das im Jahr 1917 errichtet worden ist. Seit dem Jahr 1978 wird das Gebäude nunmehr im National Register of Historic Places geführt. Außerdem sollten sich Besucher Zeit für das Albuquerque Museum und das Naturkundemuseum nehmen, das auch als Explora bekannt ist. Neben dem Besuch in Downtown City und in Old Town mit den historischen Gebäuden lohnt es sich auf die Menschen der Stadt zu achten. Schließlich werden den Gästen hier auch einige Indianer begegnen, die über viele Jahrhunderte das Leben besonders in den USA geprägt haben. Die Indianer stehen auch im Mittelpunkt des Films „Dreamkeeper“, der inzwischen auf DVD veröffentlicht worden ist.

Bei den Lakota handelt es sich um eine Gruppe vom Stamm der Sioux. Einst lebten sie in der Nähe der großen Seen. Noch heute können sie in Albuquerque beobachtet werden, wie zum Beispiel der 17jährige Shane Chasing Horse, der vom Stamm der Lakota Sioux stammt. Zu Hause ist er in einem Indianer Reservat. Nun ist er schon fast volljährig, was aber wieder zu Problemen führt. Schließlich soll er mit seinem Opa auf Reisen gehen. Dabei soll die Reise mit dem Auto aber viel Zeit in Anspruch nehmen, da es immerhin nach Albuquerque gehen. Dort findet ein großes Powwow statt. Das Leben könnte doch so einfach sein, wenn er da nicht hin müßte. Ein Argument, dass allerdings für eine Fahrt spricht, ist die Tatsache das er bei der Gang Schulden hat, was seinen Leben dort nicht einfach macht. So könnte die Fahrt doch reizvoll werden, weil sie ja etwas Geld bringen kann. Dazu kommt noch ein anderer Vorteil, der in der Erzählkunst liegt, die der Opa drauf hat. Er war nämlich früher sogar mal ein so genannter Dreamkeeper. Die Geschichten sind immer recht abwechslungsreich. Also sagt er zu, dass er seinen Opa nach Albuquerque bringen wird. Dabei lassen die ersten Abenteuer nicht lange auf sich warten. Zudem beginnt der Opa schon bald mit dem Erzählen von Geschichten, wobei Shane zum ersten Mal etwas von der Geschichte seines Stammes erfährt.

Verpflichtet wurden für die Hauptrollen August Schellenberg, Eddie Spears und Gary Farmer. Sie folgten den Regieanweisungen von Steve Barron, während Stephen Warbeck für die Komposition der Musik zuständig war. Angeschaut werden kann der Film mit dem deutschen und dem englischen Ton, wobei jeweils das Format Dolby Digital 5.1 zur Verfügung steht. Die deutschen Untertitel werden auf dem Bild vom Format 16:9 Anamorph 1.77:1 angezeigt. Von der FSK wurde der Film ab 12 Jahren freigegeben und von Koch Media GmbH veröffentlicht. Produziert wurde der etwa 176 minütige Film im Jahr 2003.

Als Extras gibt es zum einen den Audiokomentar des Regisseurs, der auf der Spielfilm-DVD enthalten ist. Außerdem liegt eine Bonus-DVD vor, auf der ein Making of enthalten ist. Ferner gehören der Trailer und die Bildergalerie zu den Extras. Der Film wurde als Bester Film mit dem American Indian Movie Award ausgezeichnet. Ferner erhielt der Film die Auszeichnung mit dem Primetime Emmy für die Outstanding Special Visual Effects.

Das ist ein Film, wie man ihn sich des Öfteren wünscht. Schließlich wird hier auf eine sehr interessante Weise Einblick in das Leben der Indianer gewährt. Gerade bei Älteren macht das Zuhören besonders Spaß, weil sie noch viel mehr erlebt haben. So kennt auch Shane’s Opa einige Sagen, die er seinem Enkel zum ersten Mal erzählt. Dieser ist ein wenig sprachlos über das, was er dort erfährt. Er begreift noch nicht sofort, dass er auch wertvolle Hinweise für sein eigenes Leben ziehen kann. Noch immer besitzen die Geschichten einen tieferen Gehalt und sollten nicht in Vergessenheit geraten. Zu dieser gut aufgebauten Geschichte gesellt sich die teilweise traumhafte Landschaft von Albquerque. So zeigt sich dieser Film als ein echtes Erlebnis, dass einen ganz schnell in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt. Insofern stellt der Film eine gelungene Kombination aus Handlung und Landschaft dar. (Marina Teuscher – 30.10.2013)

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