Archiv der Kategorie: Film

Die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn – Rezensionen von JOhannes Kösegi

Überzeugender Abenteuerfilm von 1938

Mark Twain (1835-1910) zählt zu den herausragenden Autoren der amerikanischen Erzählliteratur und gilt als Hauptvertreter des Realismus. Ernest Hemingway bezeichnete ihn als Vorbild der modernen amerikanischen Epik. Schon in seinen frühen reisejournalistischen Schriften entwickelte Twain die für ihn charakteristische antiromantische Satire, die von der Alten Welt bis zum fernen Westen der USA der Gesellschaft einen Spiegel vorhielt.Mit „Tom Sawyers Abenteuer“ schuf Mark Twain einen realistischen Bildungs- und Initiationsroman, der sogleich großen Erfolg erzielte und mit „Huckleberry Finns Abenteuer“ zu den bekanntesten Jugendbüchern zählt.

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Charlie Chaplin – Lost Movies Vol. 1 und Buster Keaton – Verflixte Gastfreundschaft – Rezension von JOhannes Kösegi

Ich darf heute wieder einige Rezensionen veröffentlichen, die mir per Mail übersandt wurden. Besten Dank! 

DVD-Neuveröffentlichungen der zwei größten Filmkomiker des 20. Jahrhunderts

Zwei DVDs mit Raritäten der zwei größten Filmkomiker des vergangenen Jahrhunderts erscheinen bei Studio Hamburg.Charlie Chaplin (1889-1977) zählt zu den einflussreichsten Komikern in der Filmgeschichte. Mit seinen Komödien möchte er das Publikum nicht nur zum Lachen bringen, sondern auch zum Nachdenken anregen. Ab seinem ersten Langfilm „Der Vagabund und das Kind“ (1921) wurden seine Stummfilm- und späteren Tonfilmkomödien zu Tragikomödien. Der Tramp, ein einsamer Außenseiter, muss in einer vom Fortschrittsglauben bestimmten, industrialisierten Welt immer um seine soziale Integration kämpfen.

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„In einem Jahr mit 13 Monden“ und „Die dritte Generation“ – Rezension Johannes Kösegi

Rainer Werner Fassbinder war der produktivste und umstrittenste Regisseur des Neuen Deutschen Films. In der Radikalität seiner Themen und Darstellungsformen ist er mit Jean-Luc Godard von der NouvelleVague vergleichbar. Nach seiner erfolglosen Bewerbung an der Filmakademie hat der Autodidakt Fassbinder zwischen 1966 und 1982 nicht weniger als 44 Inszenierungen für Kinoleinwand und Fernsehbildschirm geschaffen, die maßgeblich die Entwicklung des deutschen wie des internationalen Films beeinflusst haben.

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„César und Rosalie“ – Rezension von Johannes Kösegi

Mit Romy Schneider und Yves Montand erstmals auf Blu-ray Disc –  

Beziehungsdrama von Claude Sautet

Bis zu ihrem frühen und mysteriösen Tod litt Romy Schneider unter ihrem Image als „Sissi“. Doch es gibt keinen Grund, weshalb sich die Tochter des Schauspielerehepaars Magda Schneider und Wolf Albach-Retty als Kitsch-Darstellerin schämen müsste. Den Durchbruch zu ihrer „zweiten“ Karriere in Frankreich schaffte sie 1969 in „Der Swimmingpool“ als verführerisch erotische Frau an der Seite ihres zeitweiligen Lebenspartners Alain Delon. Während sie in Deutschland meist nach ihren frühen Heimat- und „Sissi“-Filmen beurteilt wird, schätzt man sie in Frankreich als Charakterdarstellerin.

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„Tess“, „Bitter Moon“, „Die neun Pforten“ – Rezension von Johannes Kösegi

Nach einer Sonderedition des Historiendramas „Der Pianist“ erscheinen bei StudioCanal jetzt drei weitere Einzelveröffentlichungen mit Filmen von Roman Polanski. Sie stammen aus der Zeitspanne von 1978 bis 1992 und zeigen einmal mehr die Genrevielfalt in Polanskis filmischem Werk, die vom Psychodrama über Parodie und Farce bis zur Theaterverfilmung und Thriller reicht. Dabei spielen immer wieder die menschlichen Urängste, Schuld, Gewalt und Zerstörung eine wichtige Rolle. Dies hängt auch mit Polanskis eigener Biografie zusammen. Geboren 1933 in Paris als Sohn staatenloser, jüdischer Migranten floh die Familie 1937 vor dem aufkommenden Antisemitismus und kehrte nach Krakau zurück.

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„Der Pianist“ als Special Edition auf Blu-ray Disc – Rezension von Johannes Kösegi

Roman Polanskis Ghetto-Drama in bester Bild- und Tonqualität und mit vielen Extras

Roman Polanskis besonderes Kriegsdrama „Der Pianist“ (2002) erscheint bei StudioCanal erstmals als Blu-ray Disc in der bislang umfangreichsten Edition mit vielem zusätzlichem Bonusmaterial. Seit Steven Spielbergs „Schindlers Liste“ (1993) hat es keinen emotional so berührenden Film über die Judenverfolgung während der Wirren des Zweiten Weltkriegs gegeben.

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Lost Highway – Rezension von Johannes Kösegi

David Lynchs mysteriöser Thriller erstmals in HD-Qualität

Wieder einmal zeigt das Arthaus-Label unter dem Dach von StudioCanal seinen Sinn für Extravagantes und bringt nach „Eraserhead“ (1977) mit „Lost Highway“ (1997) einen weiteren vom Surrealismus beeinflussten Film David Lynchs erstmals in HD-Qualität heraus. Er wirkt wie eine Vorstudie des 2001 veröffentlichten „Mulholland Drive“ und trägt unverkennbar David Lynchs eigene Handschrift.

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