„Der Volltreffer“ mit John Cusack und Daphne Zuniga – Rezension von JOhannes Kösegi

Sittenstrenge romantische Liebeskomödie

In der romantischen Liebeskomödie „Der Volltreffer“, auch bekannt als „Gnadenlos verliebt“ (Originaltitel „The Sure Thing“) leben auf zeitlose Art die 1980er Jahre nochmal auf. Die Hauptdarsteller der von Bob Reiner 1985 inszenierten Story sind der junge John Cusack („Teen Lover“, „Being John Malkovich“, „America’s Sweethwarts“, „Zimmer 1408“), Daphne Zuniga („One Tree Hill“, „Melrose Place“) und Nicollette Sheridan („Desperate Houswives“, „Unter der Sonne Kaliforniens“). Die neurestaurierte Version erscheint bei StudioCanal erstmals auf Blu-ray Disc. Außer den 95 Minuten Laufzeit gibt es den Originaltrailer als Extra.

Die Geschichte ist eine mit viel Musik untermalte flotte Mischung von College-Filmkomödie, Roadmovie und Screwball-Comedy. Die Liebe ist ein großes Thema, im prüden und sittenstrengen Hollywood mit hohen moralischen Ansprüchen aber nicht der Sex. Die zeitgenössische Kritik lobte vor allem das darstellerische Talent der beiden jungen Hauptdarsteller John Cusack und Daphne Zuniga und sahen in dem angeblich stark unterschätzten Film ein „kleines Wunder“.

Gib und Alison, zwei College-Studenten aus dem Osten, die Urlaub in Kalifornien machen wollen und die Reise dorthin zufällig gemeinsam unternehmen, finden zueinander, als sich am Ziel ihrer Wünsche die erträumten Partner als unzulänglich erweisen.

Der Film wurde auf dem Gelände der Cornell University in Ithaca, auf dem Campus der University of the Pacific in Stockton und in Los Angeles gedreht. Die Produktionskosten betrugen über 4 Millionen Dollar. Der Film spielte in den US-Kinos etwa 18 Millionen Dollar ein.

Beim Casting von Rob Reiner trug die damals noch unbekannte Nicollette Sheridan ein weites Kleid. Als er Sheridan fragte, ob sie für Probeaufnahmen im Bikini zur Verfügung stünde, erwiderte sie selbstbewusst, dass er ihren Anblick „nicht verkraften“ würde. Damit hatte sie Reiner überzeugt.

Heutzutage ist man bezüglich Liebeskomödien anderes gewohnt. Dennoch fühlt man sich auch in dieser so sittenstreng dargestellten Geschichte nicht gelangweilt.