Hauptmann von Köpenick

Im ersten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts kam es im Berliner Ortsteil Köpenick zu einer Tat, die den Ortsteil weltweit bekannte machte. Die Hauptperson in dieser Geschichte war der Hauptmann von Köpenick, an den auch heute noch eine Statue in einem Köpenicker Einkaufszentrum erinnert. Diese Geschichte hat so sehr für Aufsehen gesorgt, dass sie im Jahr 1956 verfilmt wurde. Für die Hauptrolle wurde Heinz Rühmann engagiert, der in der Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem der beliebtesten deutschen Schauspieler überhaupt avancierte. Einer der schönsten Filme von ihm ist „Die Feuerzangenbowle“, in dem er in die Schulzeit zurückkehrt und „Pfeiffer mit drei F“ spielt.

Einblick in den Film

Es geht zurück in die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts. Verschiedene Betrügereien haben Schuster Wilhelm Voigt für 15 Jahre ins Gefängnis gebracht. Nun kommt es zur Entlassung. Er darf das Strafgefängnis im Berliner Ortsteil Plötzensee verlassen. Sein Leben will er nun in ehrliche Bahnen lenken. Allerdings wird ihm der Start in das Leben zurück nicht leicht gemacht. Wenn er sich auf Stellen bewirbt, ist eine der Fragen an ihn: Haben Sie gedient? Man möchte etwas von seinem Vorleben wissen. Problematisch wird es beim Thema Aufenthaltsgenehmigung. Hat er diese nicht, kann er nicht im gewünschten Bezirk arbeiten. Kann er jedoch keinen Arbeitsplatz vorweisen, bekommt er keine Aufenthaltsgenehmigung. Dies führt auch dazu, dass er nicht einmal vorübergehend im Ausland arbeiten kann, da er keinen Pass erhalten wird. Die Idee, die er dann hat, verändert sein Leben wiederum einmal.

Allgemeines

Die Verantwortung für die Regie lag bei Helmut Käutner. In Bezug auf das Drehbuch waren Carl Zuckmayer und Helmut Käutner verantwortlich. Zu sehen ist in der Hauptrolle des Schusters Wilhelm Voigt der beliebte Schauspieler Heinz Rühmann. Für die weiteren Rollen wurden Schauspieler wie Martin Held, Hannelore Schroth, Erich Schellow, Maria Sebaldt, Edith Hancke und Siegfried Lowitz engagiert.

Nach der Premiere gingen gut zehn Millionen Zuschauer in den ersten fünf Monaten ins Kino. Zusätzlich war der Film in mehr als 50 Ländern zu sehen. Des Weiteren erhielt der Film mehrere Auszeichnungen. Zusätzlich wurde „Der Hauptmann von Köpenick“ mit einer Nominierung für den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ bedacht.

Das der Film schon damals seine faszinierende Ausstrahlung hatte, zeigt allein die Besucherzahl von 10 Millionen Zuschauer. Die Geschichte hat bis heute nichts von ihrem Reiz verloren, weil die Schauspieler – allen voran Heinz Rühmann – eine großartige Leistung zeigen. Noch heute wird von dem Film bei vielen von einer der schönsten Verfilmungen der Geschichte gesprochen.