Vera – ein ganz spezieller Fall – April 2018

Mittlerweile läuft die Serie um die etwas chaotisch wirkende Vera seit dem Jahr 2011. Bei ihr handelt es sich nach deutscher Bezeichnung um eine Hauptkommissarin. Die Ausstrahlung erfolgt über den britischen Sender ITV. Im Sender ZDF neo erfolgt die Präsentation der im Vereinigten Königreich produzierten Serie seit 2014. Im Mittelpunkt steht bei der Serie Vera Stanhope, die als Detective Chief Inspector arbeitet. Dies bedeutet, dass der Schwerpunkt der Serie auf dem Privat- und Berufsleben liegt. Und das gestaltet sich sehr abwechslungsreich, wie die bisher erschienenen Staffel 1 – 5 gezeigt haben. Nun liegt Staffel 6 vor.

Einleitende Gedanken

 

Bekannt ist DCI Vera Stanhope für ihren typisch beharrlichen Einstz. Eine große Rolle spielen auch ihre investigativen Fähigkeiten. Die Fälle dieser Staffel sind erneut rätselhaft und zeigen menschliche Abgründe.

Gleich mehrere Verbrechen halten die Ermittler in Atem. Entschlüsselt werden muss ein mysteriöser Doppelmord. Es gilt in die Welt einer Fischergemeinde einzutauchen. Schließlich soll ein dunkles Geheimnis ans Tageslicht gebracht werden, das in einer Fischergemeinde das Leben prägt.

Es sind spannende Geschichten, die sich durch eine stimmungsgeladene Inszenierung auszeichnen. Eine große Rolle spielen die atemberaubenden Landschaften. Die Inspiration zu den Geschichten stammt von den Krimi-Romanen, die die berühmte Krimi-Autorin Ann Cleeves schrieb.

Es ist schon eine mysteriöse Atmosphäre, die den Mordfall umgibt, den DCI Vera Stanhope derzeit untersucht. Dabei geht es um eine 56jährige Großmutter, wie sich schon bald herausstellt. Sie wurde in der Heidelandschaft Northumberlands von einem jungen Mädchen entdeckt. Sofort macht sich Vera und das Team der Spurensicherung an die Arbeit. Erst vor kurzer Zeit kam Anne-Marie Richards aus Schottland zurück. Zwischen ihr und ihren Töchtern stimmte es nicht. Nun wollte sie eine Aussöhnung mit ihnen, Christine Withers und Nicole McKendrick, erreichen. Jedoch hat Anne-Marie am Abend noch einen Notruf getätigt. Und auch das Cottage macht bei der Bestandsaufnahme einen chaotischen Eindruck. Scheinbar kam es zu einer Verschleppung von Anne-Marie. Was Vera mißtrauisch macht, ist das angespannte Verhältnis. Kommt etwa eine Familienfehde als Motiv in Betracht? Allerdings gibt es da eine Reihe von beleidigenden Kommentaren, die online erscheinen. Da gibt es auch noch diesen Geschäftsmann, der aus Newcastle stammt. Was für eine Verbindung bestand zwischen ihm und Anne-Marie? Stutzig machen auch die regelmäßigen Besuche von ihr in einer Ortschaft, die als herunter gekommen anzusehen ist. Daher ermittelt Vera Stanhope auch vor Ort, um Informationen von den Einwohnern zu erhalten. Da wird jedoch erst einmal deutlich, wie sehr Anne-Marie die Stimmung angeheizt hat. Einer der Gründe dafür ist in der bewegten Vergangenheit von ihr zu sehen. Glücklicherweise hat sie auch ihr Team, was ihr bei dieser Aufgabe wie immer hilft. Dazu gehören DC Kenny Lockhart, DC Bethany Whelan und DS Aiden Healy. Allerdings lassen auch die Ergebnisse, die Vera mit ihrem Instinkt und ihrer Beharrlichkeit ans Tageslicht fördert, auch ihr Team nicht unberührt.

 

Enthalten sind auf den DVDs die folgenden Fälle:

Rasend vor Wut

Jahrmarktkinder

Die Mottenfalle

Familienbande

 

Wie immer ist in der Hauptrolle Brenda Blethyn als brillante Ermittlerin zu sehen. Sie zeichnet sich einmal mehr durch die feine chaotische Note aus. Dabei ist bereits der Vergleich der Synchronstimme und der Original-Stimme interessant. Überhaupt hat die Figur der Vera etwas Besonderes, was für manche leicht chaotisch wirken mag. Schließlich schlummern in ihr mehrere Eigenschaften. Man spürt ihre mitfühlende Ader, wenn die ersten Ermittlungen eines Falls beginnen. Doch dann kann sie wiederum sehr resolut sein, wenn es um die Ermittlungen geht, was man ihr nach der Ausstrahlung zunächst nicht zutraut. Es gibt vieles, was Vera auszeichnet und zu einer besonderen britischen Hauptkommissarin mit einer unverwechselbaren Ausstrahlung macht. (Marina Teuscher – 02.04.2018