Rellik

Beim Krimi oder dem Kriminalroman handelt es sich um ein Genre der Literatur. Als literarische Gattung etablierte sich der Krimi im 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen ein Verbrechen und dessen Aufklärung, wobei diese durch eine Privatperson, einen Detektiv oder die Polizei erfolgt.

Die mittlerweile anerkannte Literaturgattung besitzt inzwischen sieben Untergattungen, wozu das „Whodunit“ sowie „Verschiedene Ermittlungsformen“ gehört. Außerdem gibt es die Untergattungen „Thriller“, „Schwarze Serie“, „Gangsterballaden“ sowie „Komischer Krimi“ und „Der Regionalkrimi“. Dies zeigt, wie vielfältig der Krimi ausfällt. Eine besondere Variante lernen Zuschauer jetzt mit dieser Serie kennen.

Der sehr tiefsinnige Gabriel Markham arbeitet bei der Polizei. Inzwischen leidet er unter einer Gesichtsverletzung, die ihn entstellt. Das tut natürlich seiner geistigen Verfassung nicht unbedingt gut. Eifer für die Fallbearbeitung besitzt er noch immer. Allerdings ist der Eifer manchmal zwanghaft ausgeprägt, wie jetzt an dem neuen Mordfall deutlich wird. Schließlich geht es um den Täter, durch den er verletzt wurde. Er hatte Glück, dass er es geschafft hat. Andere Opfer haben den Kampf verloren, so dass er Gabriel nun einen Serientäter sucht. Nun bekommt er eine neue Kollegin, bei der es sich um DI Elaine Shepard handelt. Sie besitzt ebenfalls einen großen Eifer. Schließlich will sie Punkte beim schwierigen Chef sammeln. Der Täter scheint gefunden – und doch tauchen Zweifel auf. Liegt die Verantwortung für die Taten wirklich bei dem Täter?

Die Serie hat etwas reizvolles, weil sie eine andere Erzählvariante verwendet, die vielleicht nicht überall Anklang findet. Als typisch gilt, dass das Verbrechen am Anfang geschieht und am Ende der Verbrecher oder Täter bekannt ist. Nur diesmal ist es umgekehrt. Am Anfang steht der Täter fest und dann beginnt das Aufrollen des Falls von hinten. Dass es sich um etwas Komplexes handelt, verrät genauer gesagt auch schon der Titel, wenn man diesen richtig liest. Beschäftigt wird mit dem Fall Gabriel Markham, der durch den Täter Entstellungen erlitten hat. Seine Seele hat durch viele Situationen gelitten, was sich auch in den verschiedenen Folgen wiederspiegelt. Es ist eine Serie, die einen als Zuschauer fordert, weil sie mehr erwartet. Zudem sind die Ermittlungen mit dem Blick auf Rückwärts interessant gestaltet, wobei es aber aufpassen heißt, damit die Zusammenhänge verständlich werden. Eine Krimiserie der etwas anderen Art, bei der es sich lohnt, dieser Serie Aufmerksamkeit zu schenken. (Marina Teuscher – 29.03.2018) .