Dirty Dancing

Endgültig richtig aufmerksam wurde man auf Patrick Swayze mit der Reihe „Fackeln im Sturm“. In dieser Serie mit abendfüllenden Spielfilmen geht es um die Geschichte zweier Familien aus der Zeit, in der die Bürgerkriege die amerikanischen Nord- und Südstaaten das Leben belasteten. Und dann kam der Moment, in dem Patrick Swayze bei den Dreharbeiten zu Dirty Dancing dabei war.

Seine Partnerin im Film war Jennifer Gray. Beide dürften sie anfangs etwas überrascht gewesen sein, als sich der Film zu einem Überraschungserfolg entwickelte. Nun feiert der Film, den vielleicht einige sogar in- und auswendig kennen, in diesem Jahr sein 30jähriges Jubiläum.

Es ist die Zeit des Jahres 1963. Baby, besser als Frances Houseman bekannt, ist 17 Jahre jung. Im Sommer fahren ihre Eltern mit ihr und ihrer Schwester Lisa in die Ferien. Ziel ist die Ferienanlage „Kellerman’s“. Diese befindet sich in den Catskill Mountains im Borscht Belt. Dort scheint die Welt noch ganz ruhig zu sein. Schon bald jedoch trifft sie Johnny Castle, den Tanzlehrer. Obwohl ihr der Besuch auf einer Party verboten wurde, geht Baby doch zu dieser Party von einer Hotelangestellten hin. Das ist der Moment, wo sich Johnny und Baby näher kommen.

Schon bald tauchen jedoch erste Probleme auf. Dabei geht es um die Tanzpartnerin von Johnny. Penny Johnson hatte eine Affäre mit Robin, einem der Kellner im Camp, die nicht ohne Folgen blieb. Dieser distanziert sich jedoch von Penny. Zudem hat sie Angst, dass sie durch die Schwangerschaft ihren Job verlieren könnte. Daher entschließt sie sich zu einer Abtreibung. Das Problem ist nur, dass ihr dazu die finanziellen Mittel fehlen. In dem Moment hat Baby eine Idee und fragt ihren Vater, ob dieser ihr Geld geben kann, ohne dass er erfährt, wofür das Geld ist. Aus diesem Eingriff entsteht allerdings das Problem, das Penny an einem Tag nicht kann, weil der Arzt immer nur an bestimmten Tagen kann. Gerade an diesem Tag steht ein großer Auftritt an. Und so wird Baby dazu überredet, ob sie nicht für Penny einspringen kann. Damit beginnt ein hartes Training für sie, wobei der Auftritt von beiden letztendlich bravorös gemeistert wird. Noch sind sie gut gelaunt, als wieder im Camp ankommen. Doch dann gibt es Neuigkeiten von Penny, die sich gar nicht gut anhören.

Dreißig Jahre hält dieses Fieber um Dirty Dancing mittlerweile an. Es wird auch so weiter gehen, weil dieser Film noch Idylle vermittelt. In einer hektischen Welt ist die Sehnsucht nach Geschichten, die ein Happy End haben, größer denn je. Wenn das ganze dann noch mit genialen Tanzszenen kombiniert wird, ist das Wohlfühlfeeling zum Träumen perfekt. Besonders gelungen ist der Soundtrack mit Titeln wie „Hungry Eyes“ oder „ I’ve got the time of my live“. Es ist schön, dass mit Filmen wie diesem das Träumen im Leben wenigstens noch eine Möglichkeit ist, abzuschalten. (Marina Teuscher – 08.12.2017)