Der Meisterdieb und seine Schätze

Der französische Schauspieler Jean Reno begann seine Karriere im Anschluss an seinen Militärdienst. Als er nach Paris gezogen war, waren es zunächst gelegentliche Auftritte im Theater und im Fernsehen, in denen er zu sehen war. Seine erste kleine Nebenrolle in einem Film bekam er im Jahr 1979.

Mit weiteren Rollen avancierte er in Frankreich zum Star. Seinen internationalen Durchbruch feierte er mit dem Film „Leon – Der Profi“. Kurz vor dem Ende des letzten Jahrtausends wurde er im Hinblick auf den französischen Film für seine Verdienste geehrt. Nach der Ernennung zum Ritter der Ehrenlegion folgte fünf Jahre später die Ernennung zum Offizier der Ehrenlegion. Inzwischen hat er noch viele weitere Filme gedreht und sich einen Namen als Actiondarsteller gemacht. In diesem Film zeigt er sich als Schauspieler wieder einmal von einer anderen Seite.

Bei einem Anwalt treffen zwei Frauen aufeinander, die beide von ihrem Wesen her sehr unterschiedlich sind. Sie scheinen nichts gemeinsam zu haben, wenn man sie beide anschaut. Zum einen ist da Carole, die als Computerprogrammiererin einen Namen hat. Allerdings ist sie schüchtern und lebt zurückgezogen mit ihrer Mutter zusammen. Das ganze Gegenteil dazu stellt Caroline dar, wie schon an ihrer Art des Geldverdienens deutlich wird. Bei ihr handelt es sich nämlich um eine raffinierte Taschendiebin. Besonders aktiv ist sie an der Riveira, wo sich viele reiche Personen aufhalten. Daher verläuft das erste Aufeinandertreffen etwas sehr distanziert. Allerdings erfahren sie beim Anwalt, dass sie doch etwas gemeinsam haben – nämlich den Vater, der zudem ein international gesuchter Meisterdieb ist. Sie sind somit Halbschwestern. Beim Anwalt wird ihnen ein Video gezeigt, in denen ihr Vater zu ihnen spricht. Von ihm erfahren sie, dass sie gemein ein Anwesen geerbt haben, welches sich in den Alpen befinden. Daher machen sie sich zusammen auf die Reise, um sich dort umzuschauen. Als sie sich gerade in einem interessanten Dialog befinden, steht ihr Vater plötzlich vor ihnen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten lassen sie sich auf ein Gespräch ein und erfahren von seinen Plänen. Er plant einen Coup, bei dem er die Hilfe seiner Töchter braucht. Im Mittelpunkt dieses Coups steht eine Stradivari mit einem Wert von 15 Millionen Euro. Allerdings erscheint die Gegensätzlichkeit seiner Töchter manchmal etwas störend bei Plan zu sein.

Zu erleben ist Jean Reno in diesem Film ganz anders. Diese Komödie ist ein schöner Reiz, um die Lachmuskeln zu trainieren. Allein die Gegensätze, die sich in der Beziehung der beiden Halbschwestern wiederfinden, machen den Film sehenswert. Dann ist da noch der Vater, der das Wesen seiner Töchter in seine Pläne einarbeiten muss. Da ist ein herrliches Durcheinander vorhergesagt, das einen schönen Filmabend schenkt. Und ein Wiedersehen mit Jean Reno lohnt sich in diesem Film sowieso. (Marina Teuscher – 24.11.2017)