Alles was wir hatten

Regie bei dem Film führt die US-amerikanische Schauspielerin und Filmregissseurin Katie Holmes. Sie arbeitet zugleich als Filmproduzentin und hat ihre Karriere als Joey Potter begonnen. In dieser Rolle war sie in der Serie „Dawsons Creek“ zu sehen. Die zweite Fernsehrolle brachte den endgültigen Durchbruch. Außerdem wirkte sie zusätzlich in Kinofilmen wie Batman begins. Mitunter agiert sie als Designerin und bringt eigene Artikel auf dem Markt wie ihre Modelinie im Jahr 2008. Mittlerweile hat sie sich mit diesem Film zum ersten Mal auf die Bühne als Produzentin gewagt.

Die junge Ruthie lebt mit ihrer Mutter Rita zusammen, die ebenfalls noch sehr jung ist. Beide haben kein einfaches Leben, was gerade für die heranwachsende Ruthie problematisch ist. Sie bekommt mit, dass ihre Mutter arg vom Pech verfolgt wird und sogar die Wohnung nicht mehr halten konnte. Schließlich herrscht in Amerika gerade eine Wirtschaftskrise. Große Sprünge können sie trotz der verschiedenen Jobs von Mama Rita nicht machen. Ruthie erfährt zudem, dass das Leben mit ihrem Freund nicht wirklich einfach ist. Jetzt befinden sie sich gerade auf dem Weg in eine neue Zeit und wollen umziehen. Natürlich wollen sie in der neuen Stadt Fuß fassen. Während der Fahrt fragt Rita ihre Tochter, wie es denn mit Harvard wäre. Dies verwundert Ruthie zunächst. Doch lässt sie sich darauf ein, dass die Fahrt in Richtung Boston führt. So leicht wird ihnen das Leben in der neuen Stadt nicht gemacht. Es gibt allerhand Widerstände zu überwinden. Dabei die Hoffnung zu behalten, ist nicht immer einfach. Manchmal kann sich das Auto, das in diesem Moment nicht anspringt, schon als kompliziert erweisen.

Es gibt viele beeindruckende Momente in dem Film, der eine Mutter mit ihrer Tochter zeigt, die viele stürmische Zeiten durchleben. Allerdings kann sie trotz eifrigster Diskussionen niemand trennen, da ihr Zusammenhalt um ein Vielfaches stärker ist. Die Empfindungen sind spürbar und werden in der Synchronisation genauso gut vermittelt wie bei der schauspielerischen Gabe. Ein Film mit den großen Action-Effekten ist „Alles was wir hatten“ nicht. Und doch überzeugt der Film durch eine gute Darstellung der Charaktere von Mutter und Tochter. (Marina Teuscher – 01.08.2017)