Völlig von der Wolle

Im Mittelpunkt des Films steht der Wolf. Es handelt sich um das größte Raubtier, das es in der Familie der Hunde gibt. Ihr Zuhause finden sie in Familienverbänden, wobei es sich um die unterschiedlichsten Gattungen handeln kann. Handeln kann es sich um die mitteleuropäische Flachlandpopulation, die alpine und italienische Population sowie um die skandinavische Population.

In der Familie der Schafe ist das Leben noch in Ordnung. Sie haben endlose Weiten und saftige Wiesen vor sich. Das Leben scheint also völlig in Ordnung zu sein. Da gibt es nichts, was man noch mehr verlangen könnte. So ruhig wie das Leben ist, hält dieses allerdings nicht lange an. Schließlich taucht eines Tages ein Rudel von Wölfen auf und lässt sich in der Nähe der Schafe nieder. Damit ist der Ärger vorprogrammiert. Schafe und Wölfe – das verträgt sich doch nicht so leicht. Doch in der Welt der Wölfe herrscht alles andere als Ordnung. Es soll die Wahl von einem neuen Leitwolf erfolgen. Bei einem der Teilnehmer handelt es sich um den jungen Grey, der gegen Ragear um die Anführerschaft kämpfen soll. Sein Gegner ist jedoch ziemlich mächtig und schafft es, seine Gegner einzuschüchtern. Das hat auf Grey ebenso Auswirkung. Er beschließt das Verlassen seines Rudels, um Kräfte zu sammeln. Von nun an lebt er in den Wäldern, wo er in den Eichhörnchen schon bald neue Freunde findet. Sie wollen helfen, ihn stärker zu machen. Doch plötzlich ist alles anders als gewollt. Aus Grey wird nämlich ein richtiger Wolf im Schafspelz. Er versucht die Situation noch mit Humor zu nehmen. Die Frage ist nur, was wohl die anderen Wölfe sagen, wenn sie ihn plötzlich in der zwiegespaltenen Gestalt sehen.

Es ist schön, dass der Wolf in einem Animationsfilm im Mittelpunkt steht. In der Kombination bekommt man einen solchen Animationsfilm selten auf den Tisch. Die Geschichte ist sehr turbulent aufgezogen und zeigt völlig witzige und sympathische Charaktere, die einfach gute Laune verbreiten. Viele Dialoge steigern den Spaß und verleiten einen zum mehrfachen Anschauen des Filmes. Dazu tragen auch die liebevoll gestalteten Figuren bei, die Kinder und auch Erwachsene begeistern. Der spannende Gedanke an diesem Animationsfilm ist, dass er nicht von den typischen Filmschmieden kommt, sondern aus Russland und ein sehr hohes Niveau besitzt, was nicht jeder so erwarten wird. Daher ist der Film für Kinder und Erwachsene sehenswert. Bei einem so eindeutigen Titel (Sheep and Wolves) entsteht allerdings die Frage, ob der Titel wirklich so lang sein muss. Die Wertigkeit kennen wohl nur die Übersetzer genau. (Marina Teuscher – 24.04.2017)