Argentina

Geboren wurde Carlos Saura in Spanien, wo er auch heute noch lebt. Sein Bruder ist der bekannte Maler Antonio Saura. Die Filme von Carlos Saura besitzen in der Anfangszeit eine Prägung durch den Neorealismus. Später wurden die Einflüsse von Luis Bunuel deutlich, der für den mythischen Stil steht.

Für seine Filme erhielt Carlos Saura mehrere Auszeichnungen, zu denen drei Bären bei den Internationalen Filmfestspielen von Berlin gehören. Unter den weiteren Auszeichnungen sind drei Preise bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes zu finden. Nun macht Carlos Saura mit seiner neuen Dokumentation auf sich aufmerksam.

Argentinische Folklore besitzt eine lange Tradition. Deutlich zeigt sich dies an Paartänzen und Choreografien, die aus Überlieferungen stammen. In dieser Dokumentation ist sein Ensemble zu sehen, wie es die Tänze interpretiert. Ebenso erfolgt die Präsentation, deren Herkunft in Argentinien zu sehen ist. Teilweise sind Kinder zu sehen, die verdeutlichen, dass die Geschichte der Verwirklichung der Folklore schon früh seinen Anfang nimmt. Außerdem ist der hohe ästhetische Anteil in den Tanzszenen wahrzunehmen.

Gerade in den Szenen mit den Kindern ist doch sehr zu spüren, wie stark die Folklore ein Teil der Lebensphilosophie sind. Erst recht ist dies bei den Tanzszenen von den Erwachsenen zu bewundern. Die Folklore ist ein starker Teil ihres Lebens, mit der sie Emotionen ausdrücken, die einen als Zuschauer beeindrucken. Perfekt verbindet Carlos Saura diese Szenen mit Einblicken in die vergangene Zeit, so dass sich der Wert der Folklore noch mehr erschließt. Schließlich erzählen Musik und Tanz eine Geschichte, bei der zu bemerken ist, wie intensiv sich Carlos Saura mit vielen Menschen in Argentinien unterhalten hat. Was er an Aufnahmen dort gemacht hat, ist absolut beeindruckend und sehenswert. (Marina Teuscher – 14.03.2017)