Toro – Pfad der Vergeltung – Februar 2017

Zum einen wurde der spanische Schauspieler Mario Casas durch die Fernsehserien El barco und Los hombres de Paco bekannt. Außerdem zog er international die Aufmerksamkeit mit dem Spielfilm „Drei Meter über dem Himmel“ auf sich. Im Anschluss daran war er auch in der Fortsetzung unter dem Titel „Ich steh auf dich“ dabei.

Möglich wurde dies dadurch nachdem seine Familie mit ihm nach Barcelona umzog und er die Berufswünsche Polizist, Fußballer oder Feuerwehrmann aufgab. Nun ist er in dem vorliegenden Thriller zu sehen.

Einfach ist die Situation von Toro nicht. Schließlich gibt es den spanischen Mob. Dann wäre da außerdem noch der brutale Pate Romano. Für diesen war Toro einst als rechte Hand aktiv. Vor allem hatte er die Position von einem Vollstrecker inne. Da erklärt er dem Paten, dass aufhören will, was dieser nicht wirklich versteht. Ein letztes Mal soll er für den Paten aktiv werden. Allerdings geht diese Aktion so richtig schief und er wird von drei Polizisten festgenommen. Nun muss er für mehrere Jahre in das Gefängnis. Einige Jahre später bekommt er nach seiner Entlassung die Möglichkeit, ein neues Leben zu starten. Doch da ist die Vergangenheit, die plötzlich wieder lebendig wird. Schließlich gibt es da seinen Bruder Lopez. Leichtsinnigerweise hat er sich mit dem Paten sowie seinen Gehilfen angelegt. Da gibt es nämlich einige Schulden, die er bei Romano hat. Plötzlich schweben Lopez und seine Tochter in Gefahr. Daher muss Toro sich nun herauswagen, um die beiden zu retten. Allerdings ist der Pate der Gegner, was bedeutet, dass es sich um eine Entscheidung handelt, die sich schwerwiegend auswirken wird. Langsam gerät die Geschichte außer Kontrolle und Toro fragt sich, worauf sich sein Bruder eingelassen hat. Bei einem Gespräch erhält Toro ein Ultimatum gestellt, bei dem es um seine Nichte geht.

Rasant geht es in dem Film wirklich zu, wobei dies nicht gleich zu Beginn des Films deutlich wird. Etwas an Härte nimmt der Film in dem Moment auf, als Toro seinen Abschied aus dem Geschehen rund um den Paten nimmt. Dieser kann sich das natürlich nicht vorstellen und so nimmt ein abwechslungsreiches Geschehen seinen Lauf, das zu einigen knallharten Szenen führt, die nicht so ganz dem typischen Bild entsprechen. Rasante Jagden dürfen nicht fehlen, was den Film zu einem soliden Werk macht. Zudem lernt man die Mafia einmal aus spanischer Sicht kennen, was auch ganz andere Handlungsansätze freigibt. Schon wegen der Brüder und deren Wesen ist der Film sehenswert. Marina Teuscher – 02.02.2017)