Labyrinth

Beim Labyrinth handelt es sich um ein System, welches aus Wegen oder Linien besteht. Innerhalb des Labyrinths gibt es bekanntermaßen unzählige Richtungsänderungen, so dass es viele Rätsel zu lösen gibt, um den Ausgang zu finden. Bereits in der Antike war das Labyrinth ein Begriff. Großer Beliebtheit erfreuten sich im 16. Jahrhundert die Hecken-Labyrinthe.

Auch in der heutigen Zeit erfreuen sich das Labyrinth oder die Irrgärten großer Beliebtheit, wie am Irrgarten im Disneyland Paris deutlich wird. Nachempfunden ist dieses Gelände dem Irrgarten aus dem Film „Alice im Wunderland“. Ein Labyrinth steht auch im Mittelpunkt des hier vorliegenden Films.

Als große Schwester sollte man sich nicht unbedingt alles wünschen. Schließlich kann es sein, dass Wünsche manchmal in Erfüllung gehen. Diese Erfahrung macht jetzt auch Sarah. Sie fühlt sich etwas von ihrem Leben genervt. Gerade kommt sie nach Hause, darf den Hund aber nicht mit ins Haus nehmen. Mit ihren Eltern mag sie nicht diskutieren. Und da ist auch noch ihr kleiner Bruder Tobi, der für sein Alter viel weint. Eines Abends ist es wieder soweit und Sarah geht in das Zimmer von Tobi. Sie nimmt ihn aus seinem Bett hoch und versucht mit ihm zu sprechen. Ihre wäre es recht, wenn er von den Trollen entführt werden würde. Nur wenig später wird ihr der Wunsch praktisch erfüllt. Tobi ist auf einmal weg und in seinem Zimmer lauter Unruhe zu spüren. Auf einmal spürt Sarah, dass sie diese Entscheidung bereut. Nun kommt die Verantwortung der großen Schwester auf einmal in ihr durch, so dass sie Tobi zurückholen will. Allerdings hat sie nur ganze 13 Stunden Zeit. Dabei macht ihr der Koboldkönig das Leben nicht. So muss sie innerhalb des Hauses einen Irrgarten an Treppen durchqueren, wo dann plötzlich der König vor ihr erscheint. Sie begegnet außerdem einer Vielzahl von seltsamen Figuren, die ihr Nervenkostüm etwas strapazieren.

In dem Film gibt es nur wenige Erwachsene und trotzdem beeindruckt der Film. Schließlich gibt es mit David Bowie einen Superstar als Hauptdarsteller. Er präsentiert im Film fünf seiner Songs. Zudem überzeugt er mit seiner Darstellung als König. Faszinierend wirken ebenfalls die Figuren, die von niemand geringerem als Jim Henson kommen. Er hat sich ohnehin in der Entwicklung von Figuren einen Namen gemacht. Perfekt in diese Handlung integriert sind die Lektionen, die der Film im Hinblick auf das Erwachsen werden bereit hält. Diese spürt natürlich Sarah, wenn es um ihr Leben und das ihres kleinen Bruders geht – gerade wenn es um das Zusammenleben mit Tobi geht. Es mag nicht immer einfach sein und doch lohnt es sich, als Familie zusammen zu leben. Marina Teuscher – 26.02.2017