Das Talent des Genesis Potini

Der neuseeländische Schachspieler hatte Maori Wurzeln. Seine große Bekanntheit resultierte aus der Geschwindigkeit, mit der er die Züge beim Schachspielen festlegte. Während seiner Karriere kam es zur Gründung eines Schachclubs. Kinder, denen es nicht so gut ging, fanden plötzlich eine Heimat, in der sie gleichzeitig das Schachspiel lernten. Allerdings litt er an Störung mit bipolarem Hintergrund beziehungsweise an manischen Depressionen. Das Leben von Genesis Potini hat die Filmemacher bewegt, so dass es zur Realisierung vom nachfolgenden Film kam.

Bekannt ist Genesis Potini unter seinem Spitznamen als Dark Horse. Er leidet an manischen Depressionen. Außerdem ist er Patient in der Psychiatrie. Seine Ärzte glauben nicht daran, dass er zu einer Selbstversorgung in der Lage sei. Nun steht erneut seine Entlassung aus der Klinik an. Daher besucht er seinen Bruder Ariki mit der Bitte, bei diesem Unterschlupf zu finden. Es gibt allerdings nur ein Problem. Ariki gehört zu einer Biker-Gang mit kriminellem Hintergrund. Somit treffen zwei Extrem-Charaktere aufeinander. Damit liegt jede Menge Zündstoff in der Luft. Auch für den familiären Hintergrund ist somit keiner Basis mehr geschaffen. Dies ist schon im Hinblick auf Mana zu spüren, bei dem es sich um den schüchternen Neffen von Genesis handelt. Dieser will von der Gang seines Vaters nichts wissen. Allerdings mag das der Vater nicht hören. Schließlich soll es zur Einführung von seinem Sohn in die Biker-Gang des Vaters kommen. Es gibt im Leben von Genesis auch eine gute Seite, bei der es sich das Schachspiel handelt. Mag es für andere ungewöhnlich sein, so schenkt das Schachspiel Genesis Ablenkung und Trost. Interessant wird es deshalb, weil sich herausstellt, dass Genesis ein großes Talent für das Schachspiel hat. Sein Wissen und die Künste reichen an das eines Weltmeisters heran. Eines Tages verändert sich seine Welt, als er Einblick in den Schachclub des Ortes gewinnt. Jetzt erkennt er, dass er seine Talente nutzen kann. Und diese sind darin zu sehen, dass er die Kinder trainiert. Er setzt sich zum Ziel, dass er die Kinder innerhalb von sechs Wochen zur nationalen Meisterschaft bringen will. Das bedeutet allerdings auch für ihn, dass er hart an sich arbeiten muss, wenn das Erreichen des gesteckten Ziels Wirklichkeit werden soll.

Es ist beeindruckend, wie authentisch Cliff Curtis die Rolle des Genesis Potini spielt. Der unter Dark Horse bekannte Mann stammt ja von den Maori und ist dementsprechend kompliziert angelegt. Vor allem sind in dem Film die verschiedenen Handlungsstränge intelligent miteinander verknüpft. Allein die Geschichte um seinen Neffen, der sich sogar nicht wohl in seiner Haut fühlt. Dazu kommt die Geschichte rund um die Gang und das Gegenstück in Form des Schachclubs. Das zwischenmenschliche Spiel in dem Film zeigt, dass dieser die Anerkennung bei den Festivals zu Recht erhalten hat. (Marina Teuscher – 27.01.2017)