Hello, my name is Doris! – Dezember 2016

Die amerikanische Schauspielerin Sally Field arbeitet ebenso als Regisseurin. Bereits zweimal erhielt sie den Oscar. Zum einen glänzte sie als Beste Hauptdarstellerin in „Norma Rae – Eine Frau steht ihren Mann“. Für den Film erhielt sie außerdem den Kansas City Film Critics Circle Award, den American Movie Award und den Los Angeles Film Critics Association Award.

Außerdem erhielt sie die Auszeichnung für die Rolle als Beste Hauptdarstellerin in dem Film „Ein Platz im Herzen“. Des Weiteren war sie zehnmal für die Golden Globe Awards nominiert und konnte zwei Auszeichnungen mit nach Hause nehmen. Nun liegt mit diesem Film ein weiterer Film vor, der umfangreiche Filmografie ergänzt.

Doris hat ein unscheinbares Wesen und scheint leicht schrullig zu sein. Sie möchte gern ihr Leben verändern. Das Leben von ihr soll nicht so trostlos verlaufen wie das anderer Menschen. Daher entschließt sie sich zum Besuch von einem Motivationsseminar. Endlich möchte sie dem Leben mit mehr Selbstbewusstsein begegnen und nicht nur Freundin Roz besuchen. Mit ihr verbindet sich zwar eine jahrelange Freundschaft. Doch muss doch noch mehr zu finden sein. Das hat auch einen reizvollen Hintergrund. Schließlich gibt es ihren jüngeren Kollegen John, der als neuer Werbechef den Weg in ihr Leben findet. Auf ihn trifft sie im Fahrstuhl und hat gleich einen guten ersten Eindruck, als sie sich in der Enge gegenüber stehen. Sie begegnet ihm öfter auf der Arbeit, wo sie ihrer Aufgabe – der Dateneingabe – nachgeht. Dieser erobert ganz schnell ihr Herz, was er allerdings noch nicht weiß. Daher kommt Doris die Hilfe von einem Selbsthilfeguru sehr zu Gute. Sie beschließt, dass sie der Liebe eine Chance geben will. Dazu ist es allerdings erforderlich, dass sie mehr über John herausfindet. Kompetente Hilfe leistet ihre 13jährige Enkelin, die ihn bei einer Recherche auf Facebook findet. Prompt legt die Enkelin ihr ein Profil an, so dass sie auf dem Laufenden ist, wenn es neue Informationen gibt. Langsam begreift Doris, dass sie auch altes hinter sich lassen muss. Dazu gehört vielleicht auch die Freundschaft zu Roz. Die Enkelin zeigt ihr einige Tricks, was zusätzlich zur Stärkung vom Selbstwertgefühl führt. Dadurch erfährt Doris auch von einem Konzert, zu dem John gehen will. So kleidet sich auch Doris etwas flippig und geht zu dem Konzert. Schnell bekommt sie Kontakte mit den Freunden von John, denen Doris gut gefällt. Zusammenhängt dies mit der Vintage-Kleidung und ihrer Kunst des Strickens. Ihr Mut wird stärker und so gesteht sie John ihre Gefühle.

Ein herrlicher Wohlfühlfilm, der gute Laune in die Wohnzimmer bringt. Schließlich zeigt der Film, dass sich das Leben immer wieder verändern lässt. Und Doris alias Sally Field geht das Leben auf eine schöne unkomplizierte Art an, wobei die Lebensfreude ansteckend wirkt. Mit Sally Field ist für diese Rolle definitiv die Idealbesetzung gelungen. Sie verkörpert die Doris so sympathisch, dass es Spaß macht, am Älterwerden für Fortgeschrittene teilzunehmen. Unterstützt wird die Lebensfreude von Doris durch einige Tagträume, die ihr zeigen, wie schön das Leben sein kann. Wer einen Film sucht, der die verschiedenen Seiten des sich immer wieder ändernden Lebens auf eine nicht ganz so ernste Art zeigt, ist mit diesem Film auf der richtigen Seite.