Woodlawn

Geht es um die gesetzlich vorgeschriebene Schulausbildung, wobei auch von Schulpflicht die Rede ist, stellt die Highschool den letzten Abschnitt dar. In den unterschiedlichsten Staaten gehen die Kids auf die Highschool. Dazu gehören neben den USA Länder wie Neuseeland, Kanada, Ghana und Australien. Die Rede ist dabei auch von der Senior High School, die noch eine weitere Besonderheit vorweist. Dort erhalten die Klassenstufen verschiedene Namen. So wird bei Neuntklässlern von den Freshmen gesprochen. Dagegen sind die Zwölftklässler als Seniors bekannt. Um eine Highschool geht es auch in diesem Film. Dabei dreht die Geschichte sich um eine wahre Begebenheit aus den 70er Jahren.

Gezeigt wird das Amerika des Jahres 1973. Im Mittelpunkt steht der Afroamerikaner Tony Nathan. Er ist Footballspieler und erhält jetzt die Aufnahme in das High-School-Team von Birmingham, das in Alabama zu erreichen ist. Trainiert wird das Team von Tandy Gerelds. Neben Tony kommt es zur Integration von weiteren afroamerikanischen Schülern. Immerhin gab es bisher nur einen afroamerikanischen Spieler in der Mannschaft. Schließlich wollte der Gouverneur keine Afroamerikaner im Staat. Damit möchte der Trainer ein Zeichen setzen. Es geht darum den vorherrschenden Rassismus sowie den Hass zu bekämpfen, der teilweise durch den Gouverneur geschürt wurde. Allerdings ist diese negative Stimmung nicht nur an der Schule verbreitet. Vielmehr hat die Stimmung schon längst Einzug in das ganze Land gehalten. So kommt es zu Unruhen und Aufständen. Am Football-Team der Schule wird deutlich, dass schon im kleinsten Probleme die Welt beherrschen. Wie im kleinen stehen auch im großen Unverständnis und Intoleranz im Tagesgeschehen ganz oben. So kommen schnell rassistische Spannungen auf. Dann kommt der Moment, als sich die Welt verändert. Hank hat eine Rolle als Außenseiter inne. Intensiv beschäftigt er sich mit dem Glauben aus christlicher Sicht. Eines Tages erhält er die Erlaubnis, dass er vor der Mannschaft sprechen darf. Dabei gelingt ihm das Vermitteln einer Botschaft. Es geht um Akzeptanz und Nächstenliebe. Er schafft es sogar, das er seine Kollegen zum Nachdenken bringt und zur Umkehr. Es zählt nicht, Angst zu haben. Vielmehr ist es wichtig, an sich zu glauben. Diese Botschaft kleben sich einige Spieler an den Helm. Auch Tony muss noch dazu lernen und sein Talent annehmen.

Der Film ist das Anschauen wert. Immerhin kommt es zur Vermittlung von einigen Werten wie beispielsweise der Bedeutung des Glaubens. Dass dieser Berge versetzen kann, ist ohnehin schon seit ziemlich langer Zeit erwiesen. Die Gabe für den Glauben findet mancher in den unterschiedlichsten Bereichen – sei es die Musik oder Spiele oder Fernsehserien. Viele finden die Kraft in der Kirche, die mit ihren Botschaften vielen Menschen in einigen Situationen hilft. Eine beeindruckende Botschaft vermittelt auch Tony seinen Mitspielern und es wird gut aufgezeigt, wie das Team immer mehr an Stärke gewinnt. Es ist ein guter Film für die dunkle Jahreszeit, der gut ablenkt, wenn manche Menschen zu viel ins Grübeln kommen. Einheit kann eben doch stark machen. (Marina Teuscher – 25.10.2016)