Hubert und Staller – Unter Wölfen – Oktober 2016

Mit der Episode „Kleine Fische, große Fische“ fängt die Erfolgsgeschichte von Hubert und Staller an. Damals wollten sie einfach einen Papagei einfangen. Damit beginnt jedoch das Abenteuer erst. Schließlich kann der Besitzer sein Tier nicht mehr in Empfang nehmen. Jedoch ist das nur ein Abenteuer für Hubert und Staller, die im Moment noch mit anderen Dingen klar kommen müssen.

Schließlich haben sie inzwischen einen neuen Vorgesetzten, der von der Position als Dienststellenleiter einer Wache auf dem Land andere Erwartungen hatte. Schon bei Hubert und Staller wird deutlich, dass er mit seinen Erwartungen völlig falsch liegt.

Inzwischen ist der Dienststellenleiter schon sechs Jahre im Amt und wird jeden Tag mit neuen Überraschungen bedacht. Jetzt ist sein Revier nach München eingeladen. Schließlich soll es sich um die erfolgreichste Dienststelle mit einer guten Aufklärungsquote handeln. Beim feierlichen Akt hält der Polizeipräsident von München eine lange Ansprache. Die derzeit besten Polizisten stehen in erster Reihe. Allerdings fehlen Hubert und Staller. Während der Ansprache kommt es jedoch an einem anderen Ort zu einem Verbrechen. Mittlerweile rätselt der Dienststellenleiter natürlich, warum Hubert und Staller zu spät kommen. Doch die beiden sind noch zum Polizeipräsidium unterwegs, wobei sich Hubert über die langsame Fahrweise von Staller ein wenig ärgert. Da bemerken sie eine kleine Menschenmenge auf der Straße und halten an. Als sie nach oben schauen, bemerken sie eine junge Frau auf einem Balkon, die offenbar springen will. Daher entschließen sie sich zum Handeln. Hubert bleibt mit einem Megaphon auf der Straße stehen, während Staller nach oben geht und zunächst auf dem falschen Balkon landet. Beim Versuch, die junge Frau zu retten, rutscht Staller ab und kann sich mit Mühe und Not am Balkongitter festhalten.

Der Film hat alles das, was er zu einer geschickten Krimikomödie braucht. Eines der Erfolgsrezepte der Serie zeigt sich bereits am Anfang. Während einer Laudatio, die die Arbeit der Münchener Polizei und die der Reviere im Münchener Umland zeigt, kommt es gleichzeitig zu einem Verbrechen. Die Szenen vom Geschehen sind gut in die einzelnen Sätze der Laudatio eingebaut. Umso mehr kommt die Wirkung rüber, da gerade noch alles so in den Himmel gelobt wird. Das angenehme an dieser Szene ist, dass deutlich hervorgeht, dass es nicht nur einen Handlungsstrang gibt und nicht nur ein strenges Schema verfolgt wird. Ein wenig wird dabei auch die menschliche Seite der Polizisten in den Vordergrund gestellt, was wiederum zu einer komischen Seite der Geschichte führt. Die sympathischen Schmunzelattacken tragen eben perfekt dazu bei, dass die Geschichte nicht zu trocken wirkt und sehenswert ist. Insofern wird es die Fans freuen, dass die Dreharbeiten zur sechsten Staffel inzwischen begonnen haben. Im kommenden Jahr werden diese Folgen dann im Fernsehen gezeigt. (Marina Teuscher – 08.10.2016)