No turning back

London, die Hauptstadt von England, steht im Mittelpunkt des Films. Dort gibt es eine Vielzahl von Veranstaltungen, die regelmäßig stattfinden. Dazu gehört die Neujahrsparade, die am Parliament Square beginnt. Das Ziel stellt der Berkeley Square dar. Außerdem wird das chinesische Neujahrsfest zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar gefeiert. Schließlich fällt das chinesische Neujahr in jedem Jahr auf einen anderen Tag, da bei diesem Kalender eine astromonische Definition vorliegt. In London finden noch viele weitere Feierlichkeiten, wie die Wachablösung am Buckingham Palace, statt. Auf dem Weg nach London befindet sich nun auch der Leiter einer Großbaustelle.

Ivan Locke ist verheiratet und als Ehemann sehr hingebungsvoll. Dies gilt auch für seine Rolle als Vater von zwei Kindern. Beruflich ist er als Leiter einer Großbaustelle unterwegs und hat viel zu koordinieren. Da sind schon einmal Terminfristen für Aufträge einzuhalten. Jetzt erwartet ihn in diesem Moment eine besonders große Herausforderung im Hinblick auf seine Karriere. Somit hat er alles, was ein Mensch zum Glücklich sein braucht. Allerdings droht sich die Zeit ins Negative zu drehen und alles ins Wanken zu bringen. Es geht dabei um eine spontane Entscheidung, die er trifft. Diese basiert auf einen Anruf, den er im Auto erhält. Schließlich hatte er auf einer Betriebsfeier einen Seitensprung. Fast hätte er diesen Abend vergessen. Schließlich war er ja an dem Abend erheblich alkoholisiert. Jedoch ist die Frau schwanger und steht mittlerweile kurz vor der Entbindung. Dabei ist Ivan als ein pflichtbewusster Mann bekannt. Und dann gibt es diesen einen untypischen Fehltritt. Dies hat ungeahnte Folgen für sein Selbstverständnis. Sogar seine Familie und sein Job sind davon betroffen. Eigentlich erwarten sie ihn zu Hause, wobei er sich gerade auf den Weg nach London macht. Die Geburt seines dritten Kindes möchte er doch erleben. Daher setzt Ivan sich ins Auto und lässt sich auf eine Wettfahrt gegen die Zeit ein und ignoriert auch Tempolimits. Es kommt zu einer Vielzahl von Telefonaten, die er mit seiner Familie und auch mit Kollegen führt. Selbst sein Sohn ruft ihn an und will wissen, ob er nach Hause kommt. Auch Bekannte ruft er an, um so viel wie möglich zu retten. Und doch steht seine Entscheidung fest. Er will bei der Geburt dabei sein. Dabei gerät sogar sein Job auf der Großbaustelle auf einmal ins Wanken.

Der Film ist ohne Zweifel von Interesse. Schließlich spielen immerhin Tom Hardy und Ruth Wilson mit. Allerdings spielt sich der überwiegende Teil des Films in einem Auto ab. Dabei sind mit Sicherheit einige kleinere Längen zu spüren, da sich an der Szenerie nicht so wahnsinnig viel ändert. Das brisante Element wird in diesem Fall über die Telefonate eingebracht. Schließlich spürt man bei einzelnen Dialogen die Stimmschwankungen gut. Deutlich wird dies an den deutschen Synchronstimmen. An einigen Stellen wäre allerdings schon eine Bild-im-Bild-Einblendung angenehm gewesen, um die Mimik des Gegenparts zu sehen. Wer mit diesen Schwächen umgehen kann, findet einen unterhaltsamen Film für den Abend vor. Schließlich punktet der Film durch die Besetzung der Hauptrolle mit Tom Hardy, der den Part von Ivan großartig verkörpert. (Marina Teuscher – 03.09.2016)