My Girl

Mit den Filmen „Kevin – allein zu Haus“ und „Kevin – allein in New York“ hat sich Macaulay Culkin in die Herzen unzähliger Zuschauer gespielt. Die Produktion der beiden Filme erfolgte durch Chris Columbus. Auch in der kommenden Zeit wuchs seine Popularität. Allerdings fielen die Erfolge nicht mehr so groß aus, wie bei den Filmen rund um Kevin.

Harry Sultenfuss führte eine glückliche Ehe. Doch inzwischen ist er verwitwet und lebt mit Tochter Vada allein. Problematisch ist dies, weil er in dem Haus auch seiner Arbeit als Leichenbestatter nach geht. Dabei arbeitet er mit Shelly zusammen. Dies bringt für Vada einige neue Seiten des Lebens mit sich. Schließlich fängt gerade der Sommer an, in dem es sich langsam bemerkbar macht, dass sie erwachsen wird. Dies bemerkt sie schon, als sie ihren Klassenlehrer plötzlich mit anderen Augen ansieht. Bei diesem erhält die Klasse Englisch-Unterricht. Unsterblich hat sie sich in ihn verliebt. Dabei macht sie alle Phasen durch, zu denen das Schmachten und das Schwärmen gehören. Allerdings gibt es dort noch jemand anderes, der die Aufmerksamkeit von Vada erhält. Es ist ihr Freund Thomas, mit dem sie erfahren wird, was Küssen heißt. Er ist es auch, mit dem sie all ihre Probleme bespricht. Dies hat auch seinen Hintergrund darin, dass ihr Vater zunächst fast als Einsiedler lebt. Mittlerweile ist jedoch Shelly aufgetaucht, die Vada’s Vater etwas auftauen kann, was dieser allerdings gar nicht gefällt. Es soll allerdings noch schlimmer kommen. Sie verliert ihren besten Freund, einem Verlust, mit dem sie nicht so leicht klar kommt.

Der Film hat eine berührende Note. Zu gern möchten Eltern ihren Kindern so lange wie möglich die Kenntnis vom Ernst des Lebens ersparen. Jeder wird in diesem Fall sicherlich seine individuelle Vorgehensweise haben. Vada muss nun bereits in jungen Jahren lernen, dass das Leben Verluste mit sich bringt, wo Menschen nie mehr wiederkehren. Ihre Mutter hatte sie bereits verloren – nun auch ihren besten Freund. Beeindruckend ist dabei, wie Shelly und Vada’s Vater sie wieder aufbauen. Als Zuschauer vermutet man diese Sensibilität gerade bei Vada’s Vater – gut in der Rolle: Dan Akroyd – vermutet man dies nicht unbedingt. Schließlich arbeitet er als Leichenbestatter. Insoweit erwartet die Zuschauer vielleicht manchmal eine kleine Gradwanderung – die jedoch sehenswert gestaltet ist. Dies zeigt sich schon an Dan Akroyd und Jamie Lee Curtis in den Hauptrollen. (Marina Teuscher – 11.07.2016)