Immobilien verwalten und vermieten – Ratgeber von Finanztest der Stiftung Warentest

Günstige Zinssätze machen es möglich, dass es in Deutschland immer mehr Besitzer von Eigenheimen und Eigentumswohnungen gibt. Durch diesen ständig steigenden Anteil ist es an der Zeit, dass es auch Ratgeberliteratur für Haus- und Wohnungsbesitzer gibt. Denn bisher waren Informationsbroschüren meistens für Mieter gedacht, weil sie lange Zeit die Mehrheit in unserem Land stellten. Das galt auch für Publikationen der Stiftung Warentest. Jetzt hat die Finanztest-Redaktion den neuen Trend erkannt und bringt den neuen Ratgeber „Immobilien verwalten und vermieten“ heraus, der sich besonders an Investoren richtet, die in der derzeitigen zinslosen Phase Wohnobjekte als sinnvolle Geldanlage sehen. Dass sich das Geld aber leicht und einfach nicht von alleine vermehrt, zeigt sich ziemlich schnell, wenn es um immer wieder neue Gesetze und Verordnungen geht, die es zu beachten gilt. Hier setzt dieser nützliche Ratgeber an, der vor unliebsamen Überraschungen warnen und schützen will.

Der Trend zum Wohnungseigentum war selten so groß wie zurzeit. Die Eigentumswohnung, die in den 1990er Jahren wegen zahlreicher Skandale um Schrottimmobilien bereits totgesagt war, lebt wieder auf. Rund die Hälfte der Eigentümer wohnt in ihrer eigenen Wohnung, die andere Hälfte vermietet sie als Kapitalanlage. Auch wenn Selbstnutzer und Kapitalanleger teilweise unterschiedliche Interessen haben, sind sie doch beide an einer kostengünstigen Bewirtschaftung und einer guten Verwaltung ihrer Immobilie interessiert. Dieser Ratgeber berücksichtigt beide Gruppen gleichermaßen.

Mit dem Kauf eines Hauses oder einer Wohnung muss der Neueigentümer in unserem überregulierten Land viele gesetzliche Auflagen beachten. Das beginnt mit den Reparaturen und ist mit den laufenden Betriebskosten noch lange nicht beendet. Bewohnt man seine Eigentumswohnung oder noch besser sein Haus selbst, handelt man nur für sich. In einer Eigentümergemeinschaft muss man sich darüber hinaus auch um das Gemeinschaftseigentum kümmern. Oft nimmt eine professionelle Hausverwaltung viel Arbeit ab. Zu ihren Aufgaben zählen Wirtschaftspläne, Beauftragung von Handwerkern und die Abrechnung der laufenden Kosten. In einer eigenen Wohnung muss man zwar keine Miete bezahlen, die angefallenen Bewirtschaftungskosten können aber durchaus wie eine laufende Monatsmiete betrachtet werden. Aber die laufenden Kosten sind noch lange nicht alles. Das Gemeinschaftseigentum muss ebenso wie das Sondereigentum, die eigene Wohnung, bautechnisch ständig auf dem Laufenden gehalten werden. Dazu zählen Renovierung, Modernisierung und energetische Sanierung.

Falls man seine Wohnung vermietet, kommen als zusätzliche mögliche Störfaktoren Probleme mit den Mietern hinzu. Dieser nützliche Ratgeber will Brücken schlagen zwischen den verschiedenen Interessengruppen und den verschiedenen Aufgaben vom Verwalten über das Vermieten bis zum Erhalten des Gemeinschaftseigentums sowie der eigenen Wohnung. Dazu gehören Rechte und Pflichten, die man in einer Eigentümergemeinschaft hat, ebenso wie das richtige Verhalten bei Konflikten mit Mietern, Verwaltung und Miteigentümern. Das betrifft die Festlegung, was Gemeinschaft- und was Sondereigentum ist, ebenso wie die Kostenübernahme von Eigentümern oder Mietern. Streitpunkte gibt es meistens, wenn es darum geht, wer welche Kosten übernehmen soll.

Praxisnahe Informationen und Tipps sowie nützliche Checklisten, Tabellen und Beispielrechnungen bieten eine wirksame Hilfe zur Selbsthilfe in allen Fragen zur Verwaltung, Vermietung und Erhaltung von Eigentumswohnungen. Das Buch (ISBN: 978-3-86851-344-8) hat 208 Seiten, ist für 24,90 Euro im Handel erhältlich oder kann online bestellt werden unter www.test.de/immobilienverwaltung. (Johannes Kösegi – 10.06.2014)