Zwei Ikonen des 20. Jahrhunderts

Jedes Jahrhundert zeichnet sich auf eine ganz besondere Weise aus. Dies gilt natürlich auch für das 20. Jahrhundert, das sich durch eine besonders rasante  technologische Weiterentwicklung auszeichnet. Dies wird deutlich, wenn der Blick auf den Computer fällt. Was waren die Computer noch einfach gehalten, als Konrad Zuse damit zu arbeiten anfing. Als dann in den 80er Jahren die ersten PCs in die Arbeits- und Privatwelt einzogen, waren die Betriebssysteme auch noch recht einfach ausgerichtet. Im Laufe der kommenden Jahre nahm die Weiterentwicklung sehr rapide zu.

Deutlich wird dies unter anderem auch an den Smartphones, deren Siegeszug seit Jahren nicht aufzuhalten ist. Teilweise sind recht interessante Persönlichkeiten für deren Entwicklung zuständig, wobei auch das ganze Jahrhundert von besonderen Persönlichkeiten gekennzeichnet ist. So galt dies natürlich auch besonders für die ersten beiden Jahrzehnte, als im 20. Jahrhundert Leni Riefenstahl und Marlene Dietrich lebten. Es handelte sich um zwei Frauen, die in die Geschichte als vollkommen gegensätzliche Personen eingegangen sind. Jetzt erfolgt die Betrachtung der Geschichte der beiden Frauen im Rahmen einer Doppelbiografie unter dem Titel „Zwei Ikonen des 20. Jahrhunderts“.

Die Einleitung im Allgemeinen

Der Blick fällt zurück in die 20er Jahre, des letzten Jahrhunderts zurück. Dort leben mit Marlene Dietrich und Leni Riefenstahl zwei Frauen, die vom Ehrgeiz gepackt sind. Sie träumen nämlich davon, auf der Bühne zu stehen. Schließlich gewinnt der Film geade mehr und mehr an Bedeutung. Die beiden Frauen besitzen zudem sehr viel Talent und sind attraktiv. Vor allem verstehen sie die Selbstinszenierung. Aus der Schauspielerin wird so der internationale Filmstar Marlene Dietrich. Dagegen führt Leni Riefenstahl bei den ersten Filmen Regie und ergreift den Beruf der Regisseurin fest. Die Bilder, die sie mit ihren Filmen liefert, wernden vom Regime der NS als Propagandamaterial genutzt. Oft wird von den beiden Frauen auch als Jahrhundertfrauen gesprochen, wobei es in diesem Buch zu einer genaueren Vorstellung kommt.

Die Biografien in einer etwas ausführlicheren Betrachtung

Richtig begegnet, so dass eine dauerhafte Freundschaft zwischen den beiden Frauen ergab, sind sich Leni Riefenstahl und Marlene Dietrich nicht wirklich. Und doch werden sie das 20. Jahrhundert ganz entscheidend mitprägen. Davon ahnt allerdings noch niemand etwas, als Marlene Dietrich im Jahr 1901 zur Welt kommt. Ihr Zuhause war damals Berlin-Schöneberg, wobei es sich um einen Vorort handelt, der wenig Aussagekraft besaß. Es war die Schöneberger Sedanstraße, in der sie als Kind gelebt hat. Doch Berlin war nicht der ursprüngliche Wohnort ihrer Eltern. Einst waren sie in der Pfalz zu Hause. Jedoch kam es zur Vertreibung als Calvinisten. Nur ein Jahr später kommt Helene Amalia Bertha Riefenstahl zur Welt. In den ersten Jahren hat sie mit ihren Eltern in Wedding gelebt. Im Alter von fünf Jahren kommt ihr Bruder zur Welt. Mit gerade einmal 16 Jahren verlässt Leni Riefenstahl die Schule.

Insgesamt kommt es zur Präsentation unendlich vieler Facetten. Daher werden hier viele Epochen des Lebens der beiden Frauen insgesamt betrachtet. In den Blickwinkel geraten dabei auch die Zeiten des frühen Aufstiegs, die unter dem Titel „Frühes Leid“ und „Blau“ angeschaut werden. Besondere Aufmerksamkeit wird natürlich auch den Kriegszeiten gewidmet. Daher tragen die beiden Kapitel den Namen „Die Amazone“ und „Die Soldatin“. Es beginnt in diesem Kapitel alles damit, das der 1. September 1939 angeschaut wird. Dort sind die Flugabwehrgeschütze in Stellung gebracht worden. Und es folgt zudem die Erklärung, das seit 4:45 Uhr nun zurückgeschossen wird.

Über die Autorin

Geschrieben wurde das Buch von Karin Wieland, die einst Politische Wissenschaften studiert hat. Der Schwerpunkt lag bei diesem Thema auf den Gebieten „Politische Theorie“ und „Ideengeschichte“. Sie erhielt ein Stipendium, zu dessen Vergabe es im Rahmen einer Förderung kam, damit der wissenschaftliche Nachwuchs eine noch bessere Chance bekommt. Neben der Mitarbeit an verschiedenen Forschungsprojekten schaffte sie im Jahr 1995 ihre Promotion zum Dr. Phil. in dem Fachbereich Politische Wissenschaften. Seit dem Jahr 2002 hat sie noch eine weitere beeindruckende Aufgabe in der Form, das sie Stipendiatin ist. Es handelt sich dabei um die „Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur“.

Fazit

Es ist eine sehr interessante Doppel-Biographie geworden. Aus dieser Geschichte folgt einesteils die Tatsache, das man noch viel bewegen kann, seien die Tage auch noch so kompliziert. Beide Frauen starten mit ihrer Karriere in einer Zeit, die die ganze Welt verändert. Vor allem aber gehen beide Frauen doch recht unterschiedliche Wege, wobei es während der ganzen Schilderungen nicht einmal zu einem Vergleich kommt. Es liegt vielmehr eine eigenständige Betrachtung der Frauen vor. Faszinierend dabei ist, wie detailgenau die Schilderungen in der Doppel-Biografie ausfallen. Dies betrifft nicht nur das Leben von Leni Riefelstahl und Marlene Dietrich, sondern die ganzen Jahre mit ihren teilweise äußerst schwierigen Momenten, wie dem Wiederaufbau von Deutschland und die Weiterentwicklung des Landes. Es ist beeindruckend, was die Autorin Karin Wieland mit diesem Buch geschaffen hat. (Marina Teuscher – 25.04.2014) .