Oculus – Im Auge des Sturms

Die Welt von John Sinclair bietet viele Abenteuer. Er steht im Mittelpunkt der Geschichte. Bei Scotland Yard ist er als Detective Chief Inspector tätig. An seiner Seite sind Bill Conolly sowie dessen Sohn Jonny. Eine Bedeutung für John hat dessen chinesischer Arbeitskollege Suko. Weitere wichtige Personen im Leben von John sind Personen wie Sir James Powell, Glenda Perkins sowie der Inder Mandra Korab. Allerdings erlebt er diesmal eine Geschichte, in der er ganz andere Welten kennen lernt. Dort sind auch seine Freunde nicht von Anfang an bei ihm.

Die Einleitung im Allgemeinen

Zitat Anfang: Es ist seine bisher gefährlichste Mission. Und sie katapultiert ihn mitten ins Auge des Sturms. Zitate Ende

John Sinclair hat einen hohen Bekanntheitsgrad als Geisterjäger. Er arbeitet bei Scotland Yard. Eines Tages hat sich jedoch alles verändert. Wach wird er in der Nähe einer Kleinstadt, die zerstört ist. Allerdings hat er keine Erinnerung daran, auf welchem Weg er in die Region gelangt ist. Dann begibt er sich auf eine Erkundung durch die Region und trifft auf Tentakel-Monster mit einem alptraumhaften Wesen. Sie tauchen aus der Asche der Zerstörung und dem Schlamm auf. Zwar kann er einige abwehren und entkommt ihnen sogar. Doch es tauchen immer mehr Monster auf. Zur Rettung kommt es durch einen militärischen Einsatztrupp. Es handelt sich dabei um einen Teil von einer Organisation, die im geheimen arbeitet. Für sie nimmt John Sinclair eine bedeutende Rolle ein: Er soll die Welt retten…

Der tiefere Blick in die Geschichte

Weymonthe, Britannien, Irgendwann

Die Stadt war in anderen Zeiten bestimmt wunderschön. Schließlich wird die Stadt von einer malerischen Bucht umgeben. Diese Bucht zeichnet sich durch eine besondere Topografie aus. Immerhin bot die Bucht durch ihre Lage sogar selbst dann Schutz, wenn das Meer schlimm wüten würde. Natürlich bestand noch die Gelegenheit, dass die Stadt von den Unwettern von den Unwettern vom Land getroffen werden konnte. Davor bot jedoch die sanfte und dicht bewaldete Bergkette Schutz. Mit einem Schließen der Augen wäre das Lachen fröhlicher Kinder zu hören gewesen.

Nun aber war alles vor. Vor der glücklichen Stadt gab es inzwischen keine Spur mehr. Niederwalzte Ruinen ließen Spuren einer anderen Zeit erahnen. Schwarzer Schlamm bedeckte die einst sauberen Straßen. Der letzte Regen hatte die Asche in diesen Schlamm verwandelt. Verkohlte Überreste von einem Schiff waren im ölig schimmernden Hafenwasser zu entdecken. Gedankliche Verbindungen zu einem gestrandeten Tiefseeungetüm tauchten auf. Zu bemerken war ebenfalls, dass das verstummte Kinderlachen nie wieder auf der Straße zu hören sein würde. Die eisige Brise brachte keine angenehmen Gerüche mit sich. Es gab sogar Spuren einst vorhandenen Lebens.

Als er den Hügel hinunterging, knirschte es unter seinen Schuhen. Eine gewaltige Kraft muss für das Heraufschleudern der Trümmer verantwortlich gewesen sein. Erste Häuser waren eine Meile entfernt. Ursprünglich ging er über eine Wiese mit saftigem Gras, auf der sich zudem bunte Wildblumen befanden. Und doch stand der Boden so, als wenn er eine Jauchegrube überquerte.

Allerdings war ihm auch klar, dass es schon schlimmeres gab, was er gesehen hatte. So gab es Monster, die sich im Verschlingen von Welten verstanden. Es gab auch Dinge, die zu schlimm waren, als das er überhaupt an sie denken konnte. Jedoch hatte er noch nie so viel Erschütterung in sich gespürt. Doch es gab andere Gedanken, die ihn leicht irritierten. Ohnehin war die Situation für ihn schwierig. Schließlich besaß er so gut wie keine Erinnerungen.

In einem weiteren Kapitel fällt der Blick auf Providence in Rhode Island im Jahr 1937. Dort steht ein großes viktorianisches Haus, indem Stille herrschte – eine Grabesstille. Es war noch nicht allzu lange her, als viel Fröhlichkeit das Haus erhellte. Doch nun hatte ein Arzt gesprochen, dessen Erklärung keine gute Nachricht für ihn enthielt. Da die Einnahme von Medikamenten an ihre Grenzen geraden würde, käme es zu stärkeren Schmerzen. Mittlerweile war es soweit, dass es zu einer Verlegung des Arbeitszimmers ins Erdgeschoss gekommen war. Robert fiel der Umgang mit dieser Tatsache schwer. Er wusste allerdings auch, dass Howard der gleiche Schlag getroffen hatte und dieser sich im Umgang mit der Tatsache noch schwerer tat. Robert nahm die Stille wahr, die doch sehr bedrückend wirkte.

Etwas später blickte er wieder auf den Schreibtisch von Howard, der einen ziemlich überfüllten Eindruck hinterlies. Auf dem Tisch befand sich außerdem eine Schreibmaschine, die zu diesem Zeitpunkt etwas völlig neues war. Er dachte daran, mit wieviel Begeisterung und Freude Howard dieses neue technische Spielzeug angenommen hatte. Doch dachte er auch an die Momente, in denen das Leben hinsichtlich der Kommunikation zwischen beiden nicht einfach war. Dies lag auch daran, weil Howard mitunter Tag und Nacht an der Schreibmaschine arbeitete. Es hatte mitunter den Anschein, als wenn es Howard gar nicht kümmerte, welche Lebensrhythmen andere Menschen haben. Nach dem Robert das in der Schreibmaschine eingespannte Blatt Papier sah, sprach ihn Howard nur wenig später an. Er erzählte Robert von der neuen Romanidee, von der er glaubte, dass diese recht gelungen sei.

Jedoch nahm er an, dass er diesen nicht zu Ende schreiben kann. Nun begann ein Gespräch über Selbstmitleid. Wenn Howard der Meinung war, dass dies sein bester Roman werden könnte, so war Robert der Überzeugung, sollte sich Howard einfach weigern, für immer zu gehen.

Weitere Werke des Autors

Die Oculus-Reihe

Oculus – Im Auge des Sturms

Oculus – Das Ende der Zeit

 

Der Hexer-Zyklus

1 – Die Spur des Hexers

2 – Der Seelenfresser

3 – Engel des Bösen

4 – Der achtarmige Tod

5 – Buch der tausend Tode

6 – Das Auge des Satans

7 – Der Sohn des Hexers

8 – Das Haus der bösen Träume

 

Die Chronik der Unsterblichen

1 – Am Abgrund

2 – Der Vampyr

3 – Der Todesstoß

4 – Der Untergang

5 – Die Wiederkehr

6 – Die Blutgräfin

7 – Der Gejagte

8 – Die Verfluchten

9 – Das Dämonenschiff

10 – Göttersterben

11 – Glut und Asche

12 – Der schwarze Tod

13 – Der Machdi

14 – Pestmond

15 – Nekropole

16 – Dunkle Tage

 

Anubis

Blutkrieg

Der Hammer der Götter/Der Orkling

Der Inquisitor

Der Widersacher

1 Die Chroniken der Elfen – Elfenblut

2 Die Chroniken der Elfen – Elfentod

3 Die Chroniken der Elfen – Elfenzorn

Die Heldenmutter

Die Töchter des Drachen/Der Thron der Libelle

Die Tochter der Midgardschlange

Dunkel

Horus

Thor

Wolfsherz

Als E-Book

Der Hammer der Götter

Der Hexer – Band 1 bis 68

Die Moorhexe

Die Schatten des Bösen

Horror Factory – Pakt mit dem Tod

Intruder

Märchenmond (mit Heike Hohlbein)

Als Hörbuch

Als der Meister starb

Auf der Spur des Hexers

Das Haus am Ende der Zeit

Das Paulus-Evangelium

Chronik der Unsterblichen

Chrono-Vampire

Wolf-Gäng

Feuer

Horror-Factory – Pakt mit dem Tod

Intruder

Kevin von Locksley

Kevins Schwur

Tage des Wahnsinns

Fazit

Wem John Sinclair unbekannt ist, hat mit diesem Buch einen guten Einstieg in die Welt des welberühmten Geisterjägers. Diese Geschichte bietet wieder einige Abenteuer, die ein gesundes Maß an Gruselcharakter haben. Sie trägt dazu bei, dass auch Leser, die John Sinclair noch nicht kennen, sich gut in die Welt von John Sinclair einlesen können.

Wer sich allerdings intensiver mit der Welt von John auseinander setzt, findet ebenfalls ein interessantes Buch vor. Nun ist halt die Frage, inwieweit jeder Leser den gleichen Anspruch an die Geisterwelt hat, die John des Öfteren umgibt. In dem Buch gibt es einige Wesen, die doch recht unschöne Sachen veranstalten. Diejenigen, die John Sinclair seit langem verfolgen und schätzen, erwartet in diesem Buch eine überraschende Wende. Zudem zeigt die Geschichte einige ungewöhnliche Seiten von John Sinclair auf, die nicht jeder so erwartet. (Marina Teuscher – 1. Juli 2018)