Im Auge des Sturms

In das Starkwindereignis Sturm möchte kein Mensch so schnell geraten. Schließlich erreichen Winde Geschwindigkeiten von mehr als 74,9 Stundenkilometer. Solange diese Windstärke nur kurzzeitig gegeben ist, handelt es sich um Sturmböen. Treten hohe Druckgradienten auf, kann es zur Entstehung von Sturmwinden kommen. In den Einflussbereichen starker Tiefdruckgebiete ist das Auftreten dieser Sturmwinde möglich. Diesen Wettersturm ziehen jedoch Menschen eher vor, als einen Sturm, der negativ in das Leben eingreift, so wie es in der Ortschaft Shiloh der Fall ist.

Die Einleitung im Allgemeinen

Zitat Anfang:

Niemand ist sicher.

Nirgendwo.

Nicht einmal am Weihnachtsabend.

Zitat Ende

Der Psychopath ist geistesgestört und zugleich hochintelligent. Er hat sich auf einen persönlichen Rachefeldzug begeben, der gegen die Kirche gerichtet ist. Jetzt konzentriert er sich auf Shiloh. Es handelt sich um ein in Neuengland gelegenes Dorf. Bald schon wird die besinnliche Weihnachtszeit folgen. Darauf freuen sich alle Bewohner des Ortes. Allerdings spüren sie nichts von der Gefahr, die bevorsteht. Es wird ein Sturm aufziehen, der das Leben in Shiloh für immer verändern wird.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Die Geschichte beginnt mit einer Art Vorwort, das sich um die Dunkelheit dreht. Ein guter Mensch sei er nicht, eher ein Psychopath, der sich in der Dunkelheit aus wohlfühlt. Dann spürt er Geborgenheit, was in der Umgebung von Menschen nicht der Fall ist. Er spürt den Gedanken in sich, dass er in einem anderen Leben wohl eher ein Maulwurf gewesen wäre. Das ist jedoch nicht das, was ihm momentan Kraft gibt. Es ist etwas viel dunkleres, was jedoch auch bald vorbei sein kann.

Innerhalb des ersten Kapitels in Teil 1 fällt der Blick zurück auf das Jahr 1965. Im Mittelpunkt steht die St. Matthew’s Church mit ihrem Knabenchor. Es saß eine Mutter im Publikum, die nicht davon überzeugt war, ihren Sohn anhand seiner Stimme im Chor erkennen zu können. Ihr Mann war ohnehin der Meinung, dass in einer sol kleinen Gemeinde wie Shiloh ein Chor nicht unbedingt erforderlich sei. Der Mann hatte ohnehin eine negative Einstellung, wenn es um den Kirchenchor ging. Einen Ton müsse der Junge seiner Meinung nach halten. Und schon würde er als Johnny Mathis durchgehen. Darüber wollte sie allerdings nicht mit ihrem Mann diskutieren. Sie wollte ihm auch nicht widersprechen. Allerdings irrte ersich, wenn es um die Stimme des Sohnes ging. Es war Karfreitung und sie spürte viel Stolz in sich, wenn es um ihren Sohn ging. Seine Stimme befand sich beim Singen im Einklang mit den Stimmen der anderen Chormitglieder. Allerdings war Stolz nicht die einzige ihrer so genannten Sünden. Sie versuchte nicht zu klagen. Mitunter war es nicht einfach, nicht zu klagen. Während dessen sang ihr Sohn mit den anderen Chorknaben. Nun sang auch die Mutter wieder mit und beschäftigte sich mit dem Gottesdienst. Gleichzeitig schaute sie sich bewundernd die Kirche an. Dankbar war sie für jeden Augenblick mit ihrem Jungen. Er spürte das Glühenin jedem Augenblick, wenn er für seine Mutter und den Herrn sang. Schließlich hatte er seiner Mutter vieles zu verdanken. Als er noch Kind war, las ihm seine Mutter häufig ausder Familienbibel vor. Damit er alles verstand, wählte er eine einfache Form des Nacherzählens. Etwas später denkt der Junge darüber nach, wie sich sein Vater gegenüber gegenüber seiner Mutter verhielt. Da befand er sich an dem Ort, an dem es zum ersten Mal zum Erscheinen des Engels kam.

Mehr zum Autor

Aufgewachsen ist Hilary Norman in London. Zunächst machte sie am Theater Karriere als Sprecherin. Tätig war sie außerdem bei Radio Capital London, der BBC und im Hörspiel. Mit einer Liebesgeschichte begann ihre schriftstellerische Laufbahn. Bekannt gemacht haben sie ihre Psychothriller.

Weitere Werke der Autorin

Blinde Wut

Blankes Entsetzen

Teuflische List

Zwanghafte Gier

Letzte Weg

Die Rache der Kinder

Shimmer

Geteilter Tod

Das Herz der Dunkelheit

Blinde Seele

Kalte Seele

Fazit

Ja, das Buch hat das gewisse Etwas, das niemand ganz kalt lässt, der den Thriller mag. Zum einen ist da das Wesen des Mannes, der für diese Taten verantwortlich ist. Das ist recht spannend auf einem guten Niveau geschildert. Etwas irritierend wirkt allerdings bereits zum Anfang der krasse Zeitsprung vom Jahr 1965 nach 2014. Nach dem Vorwort ist dies ein bisschen gewagt. Allerdings kommt es schon bald zu einer ersten Tat, die alles noch einmal auf den Kopf stellt. Insgesamt ist die Geschichte recht flüssig geschrieben, weist jedoch schon aufgrund der Zeitsprünge kleine Schwächen auf. Unterstützt wird dies möglicherweise durch die Kürze bei einigen Kapiteln, so dass der Handlungsaufbau nicht komplett greifen und fesseln kann. Wenn man sich auf diese Schwächen einstellen kann, hat der Leser eine abwechslungsreiche Geschichte auf gutem Niveau vor sich. (Marina Teuscher – 18.04.2017)