George A. Romero und seine Filme

Ein durchaus faszinierendes Filmgenre stellt der Horrorfilm dar. Angst, Schrecken und Verstörung sollen dem Zuschauer das Gruseln lehren. Mitunter treten dabei besonders übernatürliche Charaktere oder einzigartige Phänomene auf. Oft stehen diese sogar für eine Lebensbedrohlichkeit oder auch für ein eventuell auftretendes Trauma. Gute Beispiele für Horrorfilme sind hier wohl „Amityville Horror“ oder „The Fog – Nebel des Grauens“. Die heute gezeigten Horrorfilme waren einst als Gruselfilme bekannt.

Mit diesem Genre hat sich nun der bekannte Autor, Feuilletonist und Filmkritiker Georg Seeßlen auseinander gesetzt. Schon im Jahr 2006 hat sich Georg Seeßlen mit dem Horrorfilm beschäftigt. Dabei ging es ihm um die Geschichte und die Mythologie dieses Films, wobei sich der Blick auf die Grundlagen des populären Films richtete.

Bei seinem neuen Buch hat der Autor den Werken des US-amerikanischen Regisseurs George Andrew Romero seine Aufmerksamkeit gewidmet. Der Regisseur selber ist außerdem noch als Autor, als Filmeditor und als Schauspieler tätig. Seine Arbeit gilt in Bezug auf den modernen Horrorfilm als wegweisend. Viele seiner Filme sind inzwischen zum Kult geworden. Als Autor hat er viele seiner Drehbücher selbst geschrieben. Doch seine Filme sind nicht nur als Horrorfilm anzusehen. Sie beschäftigen sich vielmehr noch mit weiteren Themen, die besonders natürlich die USA betreffen.

Doch bevor der prominente Amerikaner in den Mittelpunkt des Buches rückt, steht der moderne Horror im Blickpunkt. Er schaut sich die Geschichte unter dem Aspekt an, was beispielsweise mit Dracula geschah. Deutlich werden dabei auch die Unterschiede des modernen und des gotischen Horrors.

Werke von George A. Romero:

Night of the Living Dead
There’s Always Vanilla
Season of the Witch
The Crazies
Dawn of the Dead
Martin
Knightriders
Creepshow
Tales from the Darkside
Day of the Dead
Creepshow 2
Monkey Shines
Due Occhi Diabolici/Two Evil Eye
Tales from the Darkside – The Movie
The Dark Half
Bruiser
Land of the Dead
Diary of the Dead

Alle Filme beleuchtet der deutsche Autor aus den verschiedensten Facetten und erzählt auch weitere Hintergrundgeschichten zu den Filmen. So gab es ja beispielsweise bei „Tales from the Darkside – The Movie“ eine Serie mit 92 Folgen. Dabei war der Amerikaner einer der Produzenten.

Seine Aufmerksamkeit schenkte Georg Seeßlen, wie das Kapitel rund um die Zombies beweist, auch den weiteren Facetten des Horrorfilms. Dies zeigt der Blick auf die zum Leben erweckten Toten. Schon hierbei wird die damit einhergehende Poetik hervorrufen kann.

Der Horrorfilm ist für mich nicht unbedingt das Lieblingsgenre des Films. Allerdings ist das Buch von Georg Seeßlen sehr interessant geschrieben. Es schildert die zahlreichen Facetten eines Filmes, so dass es sich wirklich lohnt, über dieses Genre ernsthaft nachzudenken. Denn selbst unter den Horrorfilmen gibt es eine unterschiedliche Anzahl Variationen. Es wird immer neue Geschichten rund um die Zombies geben. Schließlich hat George A. Romero eine gewisse Grundidee, die manchmal doch sehr zutreffend zu sein scheint. Dieses Buch wird sicherlich nicht nur den Fans des Genres Horrorfilm neue Facetten aufzeigen. Marina Teuscher 2010