Agatha Raisin und der tote Gutsherr

Schon seit einigen Jahren begleitet Agatha Raisin das Leben vieler Leser. Und es kommen auch wiederum neue Leser hin. Sie treffen mit Agatha Raisin, die aus ihrem alten Leben ausbricht. Dabei hat sie als PR-Beraterin gearbeitet. Doch in ihr gab es schon immer den Wunsch, sich ein eigenes Cottage zu kaufen. Als Wohnort erwählte sie seinerzeit die idyllischen Cotswolds aus. Hatte sie jedoch an Ruhe geglaubt, so war dies ein Irrtum. Es dauerte nicht lange, als sie dort ihr erstes Abenteuer erlebte, wobei sie gleich in Verdacht gerät. Nun liegt das neue Buch „Agatha Raisin und der tote Gutsherr“ vor.

 

Die Einleitung im Allgemeinen

Zitat Anfang: Mord in der englischen Provinz Zitat Ende

Nun soll es endlich geschehen. Agatha will über die Geschichte hinweg kommen. Aus diesem Grund hält sie einen Umzug für ratsam. Fryfam, das im Osten von Norfolk liegt, wählt sie dabei als Ziel aus. Dort trifft sie auf Leute, die sie als sehr seltsam empfindet. Schließlich besitzen diese teilweise sogar einen Glauben an die Elfen. Dies empfindet Agatha allerdings als Blödsinn. Trotzdem will sie im Dorf einen positiven Eindruck erwecken. Daher erzählt sie, dass sie einen Kriminalroman schreiben will. Als Titel hat sie „Tod auf dem Landgut“ ausgewählt. Allerdings kommt es zu Folgen, die so nicht vorherzusehen waren. In der Nähe befindet sich ein Landgut, wo es zu einem Mord kommt. Plötzlich gerät Agatha unter Verdacht, dass sie für die Tat verantwortlich ist. Wie kommt sie bloß aus dieser Situation wieder heraus? Entscheidend ist auch in Bezug auf die Elfen, was es mit diesen auf sich hat.

Der tiefere Blick

Agatha hatte einen Plan. Sie wollte verkaufen. Im Anschluss daran wollte sie für immer aus Carsely fortgehen. In dem in Norfolk befindlichen Dorf Fryfam hatte sie sich ein Cottage gemietet. Dabei ist der Vermietungswunsch ohne Besichtigung erfolgt. Auch kannte sie nicht einmal das Dorf oder gar das Gebiet von Norfolk. Doch da war diese Hellseherin, mit der Agatha ein Gespräch hatte. Deren Meinung nach lag das Schicksal von Agatha in Norfolk. An einem Umzug hinderte sie auch nicht James Lacey, der ihr Nachbar und die Liebe ihres Lebens war. Er war ohne ein Wort einfach verschwunden. Daher fiel ihr der Entschluss fast leicht, Carsely zu verlassen und in Norfolk ein neues Leben zu beginnen. Das Dorf Fryfam war die Wahl, nach dem sie eine Karte nahm und auf diese blind getippt hat. Die dortige Polizei gab ihr Informationen zu einem kompetenten Immobilienmakler. Danach erfolgte die Unterschrift unter den Mietvertrag. Vor dem Umzug stand jetzt nur noch der Verkauf ihres eigenen Cottages. Dann konnte die Abreise erfolgen.

Allerdings erwiesen sich die Leute als sehr problematisch, die zur Besichtigung kamen. Einige Frauen sahen sehr gut aus. Diese wollte sie nicht wirklich neben James wohnen lassen. Andere zeigten sich griesgrämig, was sie wiederum als nicht passend für das Dorf passend empfand.

Geplant war der Einzug in das gemietete Haus in Norfolk für Anfang Oktober. Allerdings war bald schon das Ende vom Monat September erreicht, so dass Agatha etwas in Zeitnot geriet. Die Straßen in den Cots waren von leuchtend buntem Herbstlaub gekennzeichnet. Neblige Nächte und sonnige Tage verliehen dem Spätsommer den Charme einer Bilderbuchidylle Carsely hatte Agatha noch nie als so schön empfunden. Und doch war es Zeit, neue Wege zu gehen. Das bedeutete, dass die Fixierung auf James Lacey ein Ende haben musste. Sie war sicher, dass sie auch in Fryfam schöne Tage haben kann.

Es läutete an der Tür, als Agatha gerade am Strecken ihrer steifen Gelenke war. Ein Paar stand vor der Tür und wollte sich das Haus ansehen, was Agatha zunächst erlaubte. Doch das Verhalten des Paares während der Besichtigung brachte sie dazu, von ihrem Wunsch des Verkaufes Abstand zu nehmen und ihren Makler anzurufen. Auf einmal war ihr klar, dass es keine Lösung sein konnte, Carsely zu verlassen.

Am gleichen Tag noch teilte sie ihren Entschluss der Vikarsfrau mit. Mrs. Bloxby war über den Entschluss sehr erleichtert. Allerdings stellte Agatha klar, dass sie Carsely nur für eine Weile verlassen wolle. Sie brauchte einfach Ablenkung und James vergessen. Mrs. Bloxby erklärte ihr, dass das Vergessen von James gar nicht so leicht sein würde. Einige Worte später gab Agatha zu, dass sie doch noch nicht über James hinweg war, weshalb sie einen Ortswechsel als Perspektive sieht. Dessen war sich die Vikarsfrau jedoch nicht so sicher. Etwas später wollte diese wissen, warum es ausgerechnet dieses Dorf sein sollte. Agatha erklärte ihr, warum dies so sein sollte. Später nahm sie das Angebot zur Einladung zu einem Tee an.

Viel zu schnell kam der Tag der Abreise. Vom anfänglich starken Drang, Carsely zu verlassen, war kaum noch etwas zu spüren.

Mehr Informationen zur Autorin

Bei M.C. Beaton handelt es sich um ein Pseudonym. Es gehört zu einer Reihe von Pseudonymen, unter denen die schottische Autorin Marion Chesny ihre Werke verfasst. Viele Jahre hat sie als Journalistin und Theaterkritikerin für einige britische Zeitungen gearbeitet. Im Anschluss an diese Zeit hat sie sich der Schriftstellerei gewidmet und ist in diesem Bereich bis heute tätig. Mit den beiden Krimi-Reihen, die sich um die englische Detektivin Agatha Raisin und dem den schottischen Dorfpolizisten Hamish MacBeth, ist sie sehr erfolgreich. In mehr als 17 Ländern erzielt sie Erfolge. Ihr Zuhause befindet sich abwechselnd in den Cotwolds und in Paris.

Weitere Werke der Autorin

Agatha Raisin und der tote Richter

Agatha Raisin und der tote Tierarzt

Agatha Raisin und die Tote im Feld

Agatha Raisin und der tote Ehemann

Agatha Raisin und die tote Urlauberin

Agatha Raisin und der Tote im Wasser

Agatha Raisin und der tote Friseur

Agatha Raisin und die tote Hexe

Hamish MacBeth

Hamish fischt im Trüben

Hamish geht auf die Pirsch

Hamish und das Skelett im Moor

Fazit

Wie immer liest sich Agatha Raisin recht angenehm. Bei sind es nicht so sehr die laute Aktionen, die die Geschichten um sie lesenswert machen. Es ist eher das Leise, was das Lesen erleichtert. Da kommen dann so interessante Facetten vor, dass ein ganzes Dort glaubt, Agatha zu kennen, obwohl sie noch nicht einmal ein Gespräch mit ihr geführt haben. Doch das ist erst der Anfang der etwas anderen Atmosphäre. Schließlich gibt es ja den Elfenglauben und vieles mehr. Schon bald stellt sich die Frage, ob die Spontanität von Agatha wirklich so ein Segen ist. Recht nett sind auch die Geheimnisse, die Agatha bei ihren „Ermittlungen“ aufdeckt. Heraus kommt zudem erneut ein intensiver Einblick in das Seelenleben von Agatha.

Zudem bietet das Buch erneut einen Einblick in die feine englische Lebensart, so dass keine Facette des Lebens zu kurz kommt.

Das englische Original lag nicht zur Rezension vor. Jedoch wird deutlich, dass die Geschichte nach der Übersetzung flüssig geschrieben ist.

Fans von Agatha wird es freuen, dass bereits das Erscheinen von einem weiteren Band für Ende September angekündigt ist. (Marina Teuscher – 2018)