Noah

Noah steht im Mittelpunkt der Geschichte von Sebastian Fitzek, die jetzt als Taschenbuch erschienen ist. Ausgewählt hat er damit einen schönen Namen, der schon in der frühen Geschichte eine Rolle spielt. Nach Aussage der Bibel handelt es sich um den zehnten Urvater nach Adam. Dieser hat deshalb einen besonderen Namen gehabt, da er eine hohe Glaubenstreue besaß. Er hatte drei Söhne, wobei ein Sohn namens Noel im Mittelpunkt des neuen Bestsellers des Autors steht.

Die Einleitung im Allgemeinen

Zitat Anfang „Zur Geburt Jesu Christi lebten 300 Millionen Menschen auf unserem Planeten. Heute sind es sieben Milliarden. Wie viel ist zu viel? „ Zitat Ende.

Wer sie sind, wie sie nicht. Der Grund ihrer Anwesenheit in der Stadt ist ihnen nicht bekannt. Außerdem ist ihnen der Grund ihres Lebens auf der Straße nicht klar. Dann ist da noch diese Schußwunde in ihrer Schulter, die gerade am verheilen ist. Von deren Herkunft wissen sie allerdings nichts. Allerdings sind sie sich einer Tatsache bewußt: Jemand wollte sie auslöschen. Ihnen ist bewusst, das dies wieder passieren kann. Das Problem ist, dass sie ein Geheimnis in sich tragen, das weltweit von Bedeutung ist. Die Frage ist nur, ob sie sich rechtzeitig genug daran erinnern werden. Sonst könnte alles zu spät sein.

Der tiefere Einblick in die Geschichte

In der Einleitung zur Geschichte wird das bereits erwähnte Zitat ergänzt: „In jeder Minute kommen 156 Millionen Menschen hinzu“.

Die Geschichte  beginnt mit der Stufe I. Ein Spruch von Heraklit wird zitiert, nachdem die Wochenenden eine gemeinsame Welt haben. Doch sofern sie schlummern, ist jeder in seiner eigenen Welt unterwegs. So ist es Alicia, die gerade schläft. Allerdings ist es wiederum die Stille, die Alicia gerade wach macht. Genau das ist jetzt untypisch, da sie sonst in unregelmäßigen Abständen von Schreien geweckt wird. Allerdings blieb es in dieser Nacht stumm. Da es etwa ein Uhr morgens ist, geht Alicia davon aus, dass es kein Licht in dieser Region von Manila gibt. Dort lebt sie mit ihren Kindern im Großraum von Manila. Was wäre, wenn das Licht gehen würde? Selbst dann würde Alicia kein Licht machen. Schließlich schlief ihr siebenjähriger Sohn Jay gerade, worüber Alicia glücklich war. Immerhin musste sie ihren Sohn ohne etwas zu essen ins Bett schicken. Dieser hatte ohnehin einen anstrengenden Tag hinter sich. Er arbeitete in Payatas, wo sich die größte philippinische Müllkippe befand. Dort ist er in Aktivitäten rund um Kupfer verwickelt. Doch nun wollte sie nach dem sechs Tage alten Sohn Noel sehen. Während er anfangs noch an allem herum nuckelte, waren an diesem Tag nicht einmal die Fäustchen geballt. Parallel dazu dachte Alicia gerade über die Welt nach, in der sie gelandet war. Von ihr wurde auch als von der Schattenwelt gesprochen. Doch ihr war klar, dass sie es noch schlimmer hätte treffen können. Immerhin stand ihr eine Wohnfläche von vier Quadratmetern zur Verfügung. Zudem war ihr auch klar, dass sie mit ihrem Baby zum Arzt musste. Die ganze Situation war sowieso schwierig. Schließlich hatte sie ihren Mann Christopher vor einigen Monaten verloren. Jetzt hatte Jay die Rolle des Mannes im Haus übernommen. Er erklärt ihr, dass sie seinen Bruder zu dem Arzt bringen soll, der des Öfteren auf die Müllkippe kommt. Es handelt sich dabei um einen deutschen Mann namens Heinz. Alicia konnte sich allerdings nicht vorstellen, dass es noch etwas gutes auf der Welt geben sollte. Dessen war sie sicher, seit Christopfer im Rahmen einer Polizeikontrolle erschossen wurde. Sie sollte sogar seine letzten Habseligkeiten erhalten – allerdings nur unter Erfüllung einer Bedingung…

Mehr Informationen zum Autor

Zunächst studierte Sebastian Fitzek. Im Anschluss daran hat er als Programmdirektor sowie zuvor als Chefredakteur gerabeitet. Mit dem Buch „Die Therapie“ im Jahr 2006 hat er seinen ersten Thriller veröffentlicht.

Weitere Werke des Autors

Dazu gehören:

Die Therapie

Amokspiel

Das Kind

Der Seelenbrecher

Splitter

Abgeschnitten

Der Nachtwandler

Fazit

So viele Werke habe ich von dem Autor noch nicht gelesen. Allerdings ist zu merken, dass er es versteht, Romane zu schreiben. Noah zieht einen ebenfalls in den Bann, weil einfach zwischen den Zeilen noch viel mehr steckt. In dieser Geschichte steckt soviel mehr drin. Zum einen ist die Handlung relativ spannend. In ihr spiegelt sich allerdings auch extrem die Realität wieder. Zu den beeindruckenden Passagen gehört diese, wo Alicia mit einer Wohnfläche von vier Quadratmetern zufrieden ist. Zudem gibt es in der Region, in der Alicia wohnt, nachts kein Licht. Das ist so flüssig geschrieben, dass man dankbar ist, dass man selber seine Wohnfläche von 40 Quadratmetern hat oder andere eben mehr haben. Dann tauchen die Passagen auf, wo sich Noah in einer Stadt befindet und nicht weiß, wie er dahin gekommen ist. Dem Buch wird noch in der Form die besondere Note verliehen, dass Sebastian Fitzek in einem Nachwort zum Buch Stellung nimmt. Er ist sich klar darüber, dass mit diesem Buch Fragen aufgeworfen werden, was einem nicht immer gleich beim Schreiben auffällt. Und er hofft, dass man auf diese Fragen eines Tages Antworten finden wird. Gerade das macht die Geschichte noch etwas sympathischer. Es werden also ganz beide Seiten bei diesem Roman voll auf ihre Kosten kommen. Wer einfach nur eine interessante Geschichte sucht, wird diese mit Noah finden. Auf der Suche nach wesentlich mehr als nur einer spannenden Story sind die Leser mit Noah auch gut beraten. (Marina Teuscher – 22.02.2015)