Mordfall Kritik

Beim Allgäu handelt es sich um eine gebirgige Landschaft, die im südlichen Schwaben sowie in Teilen von Oberschwaben liegt. Zu erreichen ist das Allgäu zugleich auch im Vorarlberg und in Tirol. Im engeren Sinn wird vom Bayerischen Allgäu gesprochen. Dort sind im Süden die Allgäuer Alpen zu erreichen. Dazu gehören der Mädelegabel sowie der Krottenkopf. Inmitten dieser Landschaft spielt der Roman von Michael Peinkofer.

Der allgemeine Blick auf die Handlung

Das kleine Bergdorf Fall steht noch immer im Mittelpunkt von Peter Fall. Er kommt einfach nicht davon weg. Zu gern möchte er wissen, was in diesem Dorf wirklich vor sich geht. Über Fall schwebt ein sehr altes Geheimnis. Daher besitzt das Dorf eine besondere Note. Schließlich wollen die Bewohner des Dorfes das Geheimnis auf alle Fälle zu bewahren. Deshalb greifen sie auch zu einem Mord. Bald gibt es den ersten Fall. In der Kirche wird der Pfarrer erhängt aufgefunden. Erneut gerät Peter in Bedrängnis. Langsam wird ihm dabei klar, dass der wahre Fragezeichenmörder noch immer draußen rumläuft. Was einst so deutlich so sein schien, ist gar nicht so deutlich, wie man es glaubt.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Peter hatte so viele Fragen. Allerdings fand er auf keine seiner Fragen eine Antwort. Dies war zu dem Zeitpunkt, als er durch das Dorf ging. Zu nächtlicher Stunde wirkte das Dorf auf ihn wie ausgestorben. Vor wenigen Tagen lag noch der Zauber von Schnee und Winter über der Region. Jetzt besaß die Luft einen leicht fauligen und feuchten Charakter. Laut einer Auskunft soll das vom alten Holz kommen. Daraus bestehen allerdings die meisten Gebäude in Fall. Auf dem Dorfplatz befanden sich zwei Laternen. Sie kämpften nicht mehr gegen die Dunkelheit an. Fast wurde der Eindruck erweckt, als wenn sie still vor sich herglommen. Von Harry Quinn ist ihm die Behauptung geläufig, dass man Bürgersteige, die es nicht gab, auch nicht nach 18:00 Uhr hochklappen könne. Als er unterwegs ist, schlägt ihm Kälte und Einsamkeit entgegen. Allerdings gab es auch jede Menge Schatten. Dort wo der Lichtschein nicht hinkam, tobten sich die Schatten aus und hausten in Nischen, die nicht durch den Schein der Laternen erreicht wurden. Und kehrt er wieder, dieser Traum, den er schon seit einiger Zeit hat. Nun spricht er mit Leonhardt Clement über diesen Traum. Dabei war dies nicht so einfach, den Pfarrer ins Vertrauen zu ziehen. Zwar ist dieser es gewohnt, sich mit den persönlichen Belangen von vielen anderen Leuten zu beschäftigen. Doch nun sitzt er in seinem Wohnzimmer anstatt in seinem Beichtstuhl. Dabei kommt das Thema auf, warum Menschen überhaupt beichten gehen. Pfarrer Clement erzählt von einem Treffen mit einem Nichtkatholiken. Bei diesem Gespräch kam die Frage auf, ob Katholiken ein sündhafteres Leben führen als andere Menschen. Schließlich gehen diese regelmäßig zur Beichte. Der Pfarrer erklärt ihm, dass Katholiken ein ebenso normales Leben wie alle anderen Menschen. Nur haben sie mit ihrer Beichte die regelmäßige Möglichkeit der Seelenhygiene. Dies bringt die Menschen zum Nachdenken über ihr Leben. Dies wäre für die Menschen von Vorteil. Langsam wenden sich die Männer wieder dem Schachspiel zu. Fast wollte der Pfarrer einen Zug tätigen, der die Partie in zwei Zügen zu einer Entscheidung geführt hätte. Also wählte der Pfarrer einen anderen Zug, gestand zugleich, dass Schach nie eine seiner Stärken gewesen ist. Plötzlich erklärt Peter, dass er den Traum hat, seit er in Fall ist. Der Pfarrer will wissen, ob denn Peter eine Erklärung für den Traum hat, was dieser verneint. Zwar sei der Pfarrer kein Experte, doch könne er sich gut vorstellen, dass Peter mit diesem Traum etwas zu verarbeiten versucht. Etwas später kommen sie auf die Vorzüge der Schachpartien zu sprechen. Zum liegt es in den Treffen, bei denen die beiden Männer über alles reden. Zweitens erinnert das Schachspiel den Pfarrer an die engen Schranken. Reizvoll allerdings sei auch der Akzent, dass es zu einem Spiel mit diesen schönen Figuren des Schachs kommt. Bis in die frühen Morgenstunden sitzen Peter und der Pfarrer zusammen. Dann macht sich Peter auf den Heimweg. Vor zehn Tagen erst war Peter nach Fall gekommen und doch hatte sich der Ort während dieser Zeit verändert. Allerdings hat er zum ersten Mal nach seiner Scheidung wieder jemand getroffen, der sein Herz berührt hat. Am kommenden Tag verändert sich seine Welt wieder. Er wird von einem kleinen Jungen zur Kirche beordert, weil der Pfarrer Peter sprechen möchte. Als dieser endlich in der Kirche ankommt, kann dieser jedoch nicht mehr sprechen.

Weitere Werke des Autors

Die Bruderschaft der Runen

Das Buch von Ascalon

Das verschollene Reich

Das Vermächtnis der Runen

Erhältlich bei Lübbe Audio

Team X-Treme

Der Fluch von Barataria

Die indische Verschwörung

Als E-Book

Bloodcast

Als E-Book und bei Lübbe Audio

Die Erben der schwarzen Flagge

Fazit zum Buch

Es mag sein, dass vielleicht das Empfinden einiger zu intensiv geschilderten Phasen entsteht. Doch gehört dies zur Geschichte. Begreifen wird man dies als Leser allerdings erst, wenn man sich das Buch durchgelesen hat. Da erwartet einen als Leser ein Ende, das doch für manche Leser sicher etwas sehr ungewöhnlich ausfällt. Beeindruckend ist dabei ebenso, wie perfekt die jeweilige Szenerie ausgearbeitet ist. Das interessante daran ist, das es im Buch noch eine Skizze von dem Dorf gibt. Damit wird die Geschichte für die Leser noch etwas greifbarer. Schließlich sind die Orte aus der Handlung genau in dieser Geschichte verzeichnet. (Marina Teuscher – 08.02.2016)