Heilig über Nacht ??

In den vergangenen Jahrhunderten haben sich Menschen auf die unterschiedlichste Weise einen großen Namen gemacht. Je beeindruckender das Leben und das Wirken eines Menschen sind, desto mehr ist eine eine Heiligsprechung von Menschen, desto mehr ist eine Heiligsprechung von Menschen möglich. Die Zuständigkeit dafür liegt in den Händen des jeweiligen amtierenden Papstes. Allein durch Papst Johannes Paul II. wurden mehr als 480 Personen heilig gesprochen. Heilig werden können Personen mitunter auch durch kleine Taten. Allerdings zeigen sich mitunter dann andere Zeichen wie beispielsweise in Form eines Heiligenscheins. Was Jonas dabei für Abenteuer erlebt, ist dem Buch „Heilig über Nacht“ zu entnehmen.

Die Einleitung im Allgemeinen

Zitat Anfang „Und er sah, dass es doof war“ Zitat Ende.
Jonas hat endgültig genug. Ein Sturz in den Tod ist für ihn das nächste Ziel. Allerdings geht das ziemlich schief. Nicht sein Leben ist beendet. Vielmehr rettet er sogar noch ein Leben. Es handelt sich um das von Landstreicher Jupp. Schon eine Nacht später ist Jonas äußerst sprachlos. Auf einmal zeigt sich über seinem Kopf ein Heiligenschein. Nun ist Jonas also auf einmal ein Held und wird dementsprechend gefeiert. Plötzlich laufen ihm sogar die Mädels nach. Schließlich soll er sich sogar im Fernsehen zeigen. Es eröffnet sich ihm also eine neue reizvolle Welt. Doch er erkennt auch, dass sein normales Leben etwas sehr schönes an sich hatte. Sehr gern würde er wieder ein normales Leben führen. Da gibt es nur ein Problem. Wie bitte soll er denn seinen Heiligenschein wieder los werden?

Der tiefere Einblick in die Geschichte

Obwohl Jonas ganz andere Absichten hatte, ist er doch im Moment irgendwie froh, dass nicht alles so geklappt hat, wie er wollte. Da hört er nun wieder in die Nacht hinein. Ganz deutlich vernimmt er wieder diesen Hilferuf. Der Landstreicher, mit dem sich Jonas unterhalten hatte, ist wohl in argen Schwierigkeiten. Mit einer Hand hält sich dieser nämlich am Geländer fest. Selber ist Jonas noch etwas wacklig auf den Beinen. Doch schafft er es, den Landstreicher Jupp aus dieser mißlichen Situation zu befreien. Noch kurz verbringen die beiden Zeit miteinander, in der Jonas den Rest in der Flasche Korn leert, was Jupp ein bisschen nachdenklich werden lässt. Dann verschwindet dieser in der Nacht. Nun bleibt Jonas allein in dieser Nacht am Brückengeländer zurück. Wenig später scheint Jonas ein Deja-vu zu haben. Er hat plötzlich das Gefühl, das ein niederländisches Schiff im Rhein auf ihn zukommt. Es dauert allerdings gar nicht so lang, bis er sich in seinem Bett wiederfindet. Etwas verblüfft realisiert er, dass es wohl schon mindestens zehn Uhr sein muss und er somit verschlafen hat. Es kommt dann noch ein wenig heftiger für ihn, da er plötzlich erkennen muss, dass es sogar kurz nach 15.00 Uhr ist. Hat er wirklich so lange geschlafen? Überhaupt geht es ihm nicht so wirklich gut, da er mit dem Ergebnis nun doch nicht so sehr zufrieden ist. Obwohl er telefonieren müßte, macht er sich ins Bad auf. Mit etwas kaltem Wasser im Gesicht, wird es ihm sicher bald besser gehen. Dabei muss er allerdings feststellen, dass es im Bad einen ungewöhnlichen Lichtschein gibt. Daher schaut er sich erst einmal um und kann nichts auffälliges entdecken. Beim Blick in den Spiegel stellt er allerdings fest, dass das Licht von ihm ausgeht. Über seinem Kopf leuchtet es richtig hell. Das ist so einer der Momente, an denen man eher an eine durch Photoshop geschaffene Kombination denkt. Jonas hat große Schwierigkeiten, zu realisieren, was sich da an seinem Kopf zeigt. Beim Versuch in dieses Licht zu greifen, spürt er ein Kribbeln. Zudem weiß er nicht, ob er lachen oder weinen soll. Wann hatte er denn schon jemals einen Heiligenschein?

Mehr zum Autor

Geschrieben wurde das Buch von Björn Berenz, der in der Werbung und im Marketing arbeitet. Geboren ist er in Koblenz und hat in seiner beruflichen Laufbahn bereits für Kinder- und Jugendzeitschriften gearbeitet. Dabei war er innerhalb des Pabel-Moewig-Verlages als Redaktionsleiter tätig. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit lag auf der Perry-Rhodan-Reihe. Bei „Heilig über Nacht“ handelt es sich um seinen zweiten Roman. Sein erster Roman hieß „FKK im Streichelzoo“.

Fazit

Es ist ein Buch, welches das Leben ganz gut beschreibt. Da gibt es Höhen und zahlreiche Tiefen. Nicht immer sollte man deswegen so einfach aufgeben. Genau diese Phasen macht Jonas durch. Seine letzte Zeit hat er minutiös geplant und dann verhindert Landstreicher Jupp seinen Plan. Am Anfang scheint er zunächst nicht zufrieden zu sein. Jedoch zeigt er dann auf, dass es sich lohnt, dass Leben etwas anders anzuschauen. Mit seinen Herausforderungen fordert einen das Leben auf, oftmals jeden Moment neu zu denken. Gerade bei Jonas in dem Buch geht das doch relativ fix, dass er umdenken muss. Dies zeigt sein Heiligenschein. So leicht dürfte sich wohl kaum jemand an so ein besonderes Extra gewöhnen. Dabei wird deutlich, dass es vielleicht für einen gewissen Zeitraum eine besondere Rolle einzunehmen. Doch ist es wirklich immer so erstrebenswert? Jonas wird sich dieser Zweifel sehr schnell bewusst, was auch vom Autor eindrucksvoll wieder gegeben wird. Dabei bietet das Buch beide Seiten. Zum einen bringt es etwas Spaß in den Lesealltag. Andererseits zeichnet sich das Buch durch einige interessante nachdenkliche Gedanken aus. Seine Fans wird Björn Berenz auf jeden Fall erneut begeistern können. (Marina Teuscher – 04.01.2015)