Asche auf sein Haupt

Jessica Campbell ist eine Figur der englischen Schriftstellerin Ann Granger. Es handelt sich bei ihr um eine junge Inspektorin, die bereits in zwei Fällen ermittelt hat. Zum ersten Mal in der schreibenden Tätigkeit ist sie in dem Werk „Und sei getreu bis in den Tod“. Ihren Auftakt hatte die eigenständige Reihe mit dem Buch „Stadt, Land, Mord“. In diesem Fall wird ein eingefleischter Stadtmensch in eine abenteuerliche Geschichte verwickelt. Nun befindet sich Jessica Campbell wieder im Einsatz, als es um das Anwesen Key House in „Asche auf sein Haupt“ geht. Erschienen ist das Buch im Verlag Bastei Lübbe.

Die Einleitung im Allgemeinen
Es handelt sich beim House um ein altes Gebäude, welches im frühen 18. Jahrhundert errichtet worden ist. Inzwischen ist nicht mehr viel vom Glanz früherer Tage zu sehen. Zudem wohnt seit Jahren niemand mehr in dem Gebäude. Jedoch hat das Haus mit Gervase Crown noch immer einen Besitzer, der sich inzwischen jedoch mit Portugal eine neue Heimat gefunden hat. Von daher scheint das Haus für die Menschen an jeglichem Interesse verloren zu haben. Doch eines Tages soll sich alles ändern, als es zum Ausbrechen eines Feuers darin kommt. Als das Feuer gelöscht ist, findet wird die Leiche eines Mannes in der Asche darin gefunden. Anfangs wird zunächst befürchtetm, dass es sich um Gervase Crown handeln könnte. Jedoch war es ein erheblich jüngerer Mann. Von nun an beschäftigt sich Jessica Campbell mit dem Fall. Schließlich geht es um die Klärung, ob es eine Brandstiftung war, um ein Verbrechen zu vertuschen. Oder liegt hier gar eine Verwechslung vor?

Tiefere Einblicke in die Geschichte
Ob es der Brandstifter darauf abgesehen hatte, war es zu bemerken, dass es einen Brand gibt. Schon bald kommt man darauf, dass es sich um Key House handeln muss, das in Flammen stehen könnte. Allerdings spricht man auch nicht gerade gut von dem Haus. Teilweise wird es als Pulverfass angesehen. Immer mehr scheint es sich zu bestätigen, dass Key House ein Opfer der Flammen wird. Schnell kommt bei einem Paar die Diskussion darüber auf, was denn wohl mit Gervase Crown sei. Als der Blick später auf das Haus fällt, hat das Feuer zwar größtenteils ganze Arbeit geleistet. Und doch ist einiges, was nicht so leicht geschädigt werden kann. Allerdings ist unter anderem auch die Eichentreppe nicht mehr zu sehen. Beim Gang durch die Trümmer, der auch durch die Küche führt, wird deutlich, wie groß die Schäden wirklich sind. Und dann wird da die Leiche gefunden, die noch mehr als je zuvor das Erscheinen von Inspector Jessica Campbell erforderlich macht.

Mehr zur Autorin Ann Granger
Die englische Krimi-Schriftstellerin Ann Granger studierte einst an der London University moderne Sprachen. Im Anschluss daran reiste sie durch einige europäische Staaten und unterrichtete dort Englisch, wie zum Beispiel in Österreich. Später arbeitete sie dann im diplomatischen Dienst und lebte zeitweilig mit ihrem Ehemann in Sambia. Nach ihrer Tätigkeit in Deutschland kehrte sie nach England zurück und fing dort mit dem Schreiben ihrer Geschichten an. Inzwischen ist die Anzahl ihrer Veröffentlichungen stark angestiegen, wie die nachfolgende Auswahl zeigt.

Unter anderem stammen die folgenden Titel von der Autorin:

Aus der Mitchell-und-Markby-Serie
Fuchs, Du hast die Gans gestohlen
Messer, Gabel, Schere, Mord
Ein Haiuch von Sterblichkeit
Ihr Wille geschehe
Der Fluch der bösen Tat

Die Lizzie-Martin-und-Benjamin-Ross-Reihe
Wer sich in Gefahr begibt
Ein Mord von besserer Qualität
Ein guter Blick für’s Böse

Jessica-Campbell-Reihe
Stadt-Land-Mord
Mord hat keine Tränen

Das Buch hat einfach alles, was einen Krimi-Liebhaber anzieht. Im Bild wird das Cover von einer sehr schönen Zeichnung bestimmt, die ein teilweise abgebranntes Steinhaus zeigt. Und so wartete die Geschichte des Buches damit auf, dass es auch gleich Schlag auf Schlag losgeht. Es folgt erst einmal die Schilderung des Brandes, dem keine vier Seiten später der Fund einer Leiche folgt. So wird man derart schnell in den Bann einer Geschichte gezogen, die recht lebendig erzählt wird, was insgesamt auch während der Geschichte so bleibt. Es bleibt jetzt nur zu Wünschen, dass es von dieser Inspektorin und ihren Fällen noch viel mehr zu lesen gibt. Das handliche Format rundet das positive Bild ab und bietet auch auf Bahnfahrten ein schönes sowie spannendes Lesevergnügen. (Marina Teuscher – 25.04.2014)