Der letzte Countdown

In der zweiten Hälfte der 70-er Jahre war die Zeit technologisch noch lange nicht so weit fortgeschritten wie heute. Der breiten Öffentlichkeit waren Computer noch nicht so bekannt wie auch das Internet. Es waren Filme wie Star Wars IV – Eine neue Hoffnung“, die Menschen aufgezeigt haben, dass technologisch sehr viel möglich ist. Gerade für Institutionen wie die Bundeswehr mit ihren zahlreichen Bediensteten und Geräten hat die Technik eine große Bedeutung. Dies gilt ebenso für die Besatzungen, die sich beispielsweise an Bord der Flugzeugträger befinden. Im Jahr 1980 sorgte ein Film für Aufsehen, weil dieser an Bord eines hochmodernen Flugzeugträgers spielte. Es handelt sich natürlich um „Der letzte Countdown“.

Die Handlung

Ein Marine-Hubschrauber landet auf einem Flugplatz. Die Besatzung soll einen Passagier aufnehmen, bei dem es sich um Warren Lasky handelt. Gerade als er den Hubschrauber betreten will, dreht er sich um und sieht die Limousine, die den Zugang zum Flughafen passiert hat. An Bord der Limousine sitzt Mr. Tideman, der ihm beim Abflug zusehen möchte, wie Warren Lasky vom Chauffeur erfährt. Selber bekommt er Mr. Tideman nicht zu sehen. So schickt Warren Lasky einen Gruß an Mr. Tideman und besteigt anschließend den Helicopter, der sich umgehend auf den Weg in Richtung offene See macht.

Dort befindet sich der Flugzeugträger „Nimitz“, um mit seinen Manövern weiter zu machen. So befiehlt Commandant Yelland mit dem Einholen der Flugzeuge fortzufahren. Als nächstes soll daher der Geschwaderchef (Commodore) an Bord geholt werden. Nachdem der Commodore mit seinen Co-Piloten und seiner Maschine wieder gelandet ist, geht er zunächst in den Raum zu seinen Piloten. Bemerkt hat er in der Zwischenzeit schon, dass sich am Himmel offenbar ein Wetterwechsel andeutet. Nur kurze Zeit später ist er auf der Brücke, wo er und Captain Yelland sich über die Maschinen, die in der Luft sind sowie über das Wetter unterhalten. Da Wetterfrosch „Schwarze Wolke“ offenbar  eine falsche Vorhersage getroffen hat, soll dieser auf die Brücke kommen. Er bringt  zu diesem Gespräch wichtige Fotos mit, die er dem Captain zeigt, wobei dieses seltsame Geschehen nicht auf jedem Foto zu sehen ist. Etwas später dreht sich der Commodore um und erblickt dieses Geschehen real. Entsetzt fragt der noch, was das sei, als die Nimitz schon wenige Minuten später durch einen Tunnel zu fahren scheint. Die Geräusche, die dabei entstehen, führen die Mannschaft teilweise an den Rand einer Ohnmacht.

Als endlich Ruhe einkehrt, werden Captain Yelland und seine Besatzung wieder aktiver. Sofort gibt der Captain „Gefechtsalarm“, sodass das Schiff nach wenigen Minuten gefechtsbereit ist. Im Anschluss daran lädt er die wichtigsten Entscheidungsträger auf der Nimitz zu einer Besprechung ins Lagezentrum ein. Teilnehmen soll auch Warren Lasky. Im Zentrum angekommen erklärt er den Offizieren und Warren Lasky, dass sich die Nimitz im Zustand des Gefechtsalarms befindet, weil er keine Ahnung hat, was passiert ist. Mitten in diese Runde platzt jemand aus dem Funkraum hinein und teilt mit, dass sie sonderbare Signale empfangen. Der Funkwellensender wird daraufhin angestellt, sodass wenig später in etwa diese Nachricht zu hören ist:

Wir präsentieren eine Übertragung aus dem Waldorf-Astoria, wo sich heute Glenn Miller mit seinem Orchester aufhält. Commander Thurman daraufhin: Glenn Miller????

Fazit zum Film 

Bei diesem Film zeigen sich wieder einige Betrachtungsmöglichkeiten, die zum Nachdenken anregen. Dazu gehört die folgende Stelle in dem Science-Fiction-Film: Es wurde eine Tür in eine neue Ära geöffnet. Mit diesen Worten kündigt Captain Yelland seiner Besatzung den Zeitsprung an. Gewissermaßen trifft dies auch auf diesen Film zu. Selten gab es so realistische Militärfilme, die an Bord eines Flugzeugträgers spielten. Diesem Umstand verdanken wir es, dass es heute Serien wie „JAG – Im Auftrag der Ehre“ gibt.

Die Besetzung ist einfach gelungen. Deutlich wird dies beispielsweise an Kirk Douglas, der auch in der deutschen Synchronisation mit einigen herrlichen Formulierungen die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Und erst einmal sein Mimik-Spiel – wunderbar – das verleiht seiner Rolle als Captain Yelland die richtige Note.

Vor allem prallen bei diesem Film zwei Welten aufeinander: Die Welt des Jahres 1979 trifft auf die Welt von 1941. Doch auch die anderen Darsteller tragen einen erheblichen Anteil dazu bei, dass der Film sehenswert ist. Dazu gehört Martin Sheen als Warren Lasky, der vom ersten Offizier nach seinem Beruf gefragt wird und mit „Spezialist in Systemanalyse“ antwortet. Die Antwort des 1. Offiziers: Ah, ein Leistungsexperte also“. In der Umgebung des Flugzeugträgers wirkt dieser Dialog richtig gut.

Insgesamt hat die Story des Science-Fiction-Films viele gute Facetten und ist auch wohltuend. Es gibt zwar einige kleinere Gefechte. Doch bleibt, ohne das wirkliche Ende  vorweg zu nehmen, der ganz große Showdown aus. Sehenswert ist der Film eben aus unterschiedlichsten Blickwinkeln. Dies gilt auch für diejenigen, die die imposanten Flugzeugträger und das Geschehen drumherum schätzen. (Marina Teuscher – 16.09.2018)