Hammer & Sichl

Bekannt ist Wolfgang Fiereck als Schlagersänger und vor allem als Schauspieler. Dabei hat er nie eine Schauspielschule besucht. Und trotzdem fand er aufgrund der Bekanntschaft mit Klaus Lembke im Jahr 1977 den Weg zur Schauspielerei. Neben dem Film „Idole“ mit Cleo Kretschmer war er 1979 im Film „Amore“ zu sehen. Für diese Rolle wurde er mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Vielmehr als nur Lob erhält er inzwischen auch für seine Songs, wobei sein größter Hit „Resi, i hol di mit mei’m Traktor ab“ war. Ferner ist er regelmäßig in Serien wie „Tierarzt Dr. Engel“, „Zwei Männer am Herd“ und wie jetzt in „Hammer & Sichl“ zu sehen.

Im Mittelpunkt der ersten Folge dieser Staffel steht ein Existenzgründerseminar. Geleitet wird dieses von Frau Spitz. Dabei sitzen vor ihr Teilnehmer wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Dazu gehört Tom Sichl, der sich die Chance auf ein bequemes Leben erhofft. Immerhin gibt es einen Existenzgründerzuschuss, von dem das Leben doch bequem gestaltet werden kann. Dann könnte er die Zeit noch mehr nutzen, um einen Besuch in den Cafes von Schwabing einzuplanen. Anders sieht die Situation bei Jens Hammer aus, einem geschiedenen Heizungsinstallateur aus Stralsund. Für ihn bedeutet diesen klaren Schritt in die Selbständigkeit. Sogar einen Slogan hat er für seinen Geschäftsaufbau schon parat: Was ich nicht kann, können Sie nicht gebrauchen? Ganz genau hat er alles vorbereitet. Besonders reizvoll sieht das jedoch auch für Toni aus, der die Idee mal eben klaut. Allerdings fliegt der Diebstahl auf.

Zu sehen sind in den Hauptrollen Wolfgang Fiereck sowie Tim Wilde, Jule Ronstedt und Eva Habermann.

Die Serie hat einen sehr reizvollen Hintergrund. Sie zeigt sehr schön, wie verschieden Menschen sind. Auf der einen Seite steht Tom, der sich das Leben bequem gestalten will. Gegenüber steht Jens, der in seinem Leben etwas verändern will. Diese beiden unterschiedlichen Charaktere zu beobachten macht in dieser Serie viel Spaß. Gelungen sind dabei die Dialoge, die es zwischen den Hauptdarstellern gibt. Zudem wartet man gespannt darauf, dass wie sich auch die anderen Charaktere in die Handlung einfügen. Man sollte dabei nicht allzu sehr mit Blick auf die Vergangenheit darauf achten, dass Jens und Tom aus völlig unterschiedlichen Welten der Republik kommen. Vielmehr ist auf die Unterschiedlichkeit in Form der Bundesländer zu achten, wobei es sich um Mecklenburg-Vorpommern und Bayern handelt. Und diese Thematik ist sehenswert inszeniert.

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