Ein einziger Kuss – August 2015

Zu Hause ist die britische Schriftstellerin Rosamunde Pilcher in der Regioni um Dundee. Bereits mit dem 15. Lebensjahr begann sie mit dem Schreiben. Zunächst wählte sie für die Arbeit das Pseudynym Jane Fraser. Dabei schrieb sie Kurzgeschichten und Liebesgeschichten. Veröffentlicht wurden die Werke in Frauenmagazinen. Richtig begonnen hat ihre Erfolgsgeschichte im Jahr 1987 mit der Familiensaga „The Shell Seekers“. Unter dem Titel „Die Muschelsucher“ wurde das Buch 1,7 Millionen Mal in Deutschland verkauft. Mittlerweile belaufen sich die Verkaufszahlen für ihre Bücher auf mehr als 60 Millionen Exemplare. Inzwischen hat die zum Officer of the Order of the British Empire ernannte Schriftstellerin mit dem im Jahr 2000 veröffentlichten Roman „Wintersonne“ ihre Karriere beendet. Allerdings werden ihre Werke noch immer gern verfilmt, wie der Film „Ein einziger Kuss“ zeigt.

Das Leben von Valentine Whiteley verläuft äußerst erfolgreich. Sie ist als Autorin von populären Ratgebern für die Erziehung bekannt. Gerade gibt sie wieder eine Autogrammstunde, während ihr Mann Nicholas. mit den Kindern und Eltern zusammen den Geburtstag feiern will. Der ganze Termin zieht sich noch mehr in die Länge, so dass Valentine verspätet nach Hause kommt. Noch am Eingang empfängt ihr Mann sie ziemlich kalt. Er will später über seine Stimmung reden. Doch schafft Valentine es, ihren Mann aus der Reserve zu locken. Die Nachricht, die sie dann allerdings erhält, schockt sie. Wie er erklärt, will er die Scheidung. Außerdem möchte er drei gemeinsame Kinder mitnehmen und das alleinige Sorgerecht für sie. Plötzlich bricht die ganze Welt von Valentine zusammen, die sich nun neu orientieren muss. Zunächst allerdings feiern sie erst einmal den Kindergeburtstag. Vor allem lassen sie die Kinder auch nichts von der Geschichte wissen. Bald lernt sie den Journalisten Daniel Bault kennen. Dieser will ursprünglich eine Geschichte über sie schreiben. Doch sie kommen sich bald näher. Allerdings ist es ausgerechnet der Artikel von Daniel, der Valentine’s Werk mit kritischen Augen erscheinen lässt. Schließlich ist sie doch nicht die Mutter, die sich die Öffentlichkeit vorstellt oder wünscht. Probleme gibt es auch mit ihrer Tochter Sophie, die noch nicht so lange verheiratet ist. Sie ist sich nicht sicher, da sie schwanger ist, ob sie wirklich alle Anforderungen bewältigen wird.

Es ist eine Geschichte, wie sie dem typischen Stil von Rosemarie Pilcher entspricht. Sie erhält auf der einen Seite ihren Reiz, da die Besetzung sehr geschickt ausgewählt wurde. Dazu kommt das Anlegen der Geschichte in einer sehr schönen Landschaft. Idylle und eine fantastische Gestaltung verleihen der Story ein schönes Ambiente. Allerdings gibt es ein Manko. So schön wie die Geschichte auch für Liebhaber dieses Genres ist, so zeigt sie an einigen Stellen ein paar kleine Längen. Dabei handelt es sich um eine Geschichte, deren Handlung recht typisch verläuft und doch wieder positive Aspekte aufzeigt. Was diesem Film allerdings eine besondere Note verleiht, dass wenige Minuten nach Beginn des Films schon deutlich wird, um was es geht. Damit ist von Anfang an für Liebhaber des Herzkinos keine Langeweile angesagt. (Marina Teuscher – 08.08.2015)

 

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