Enigma

Bereits im zweiten Weltkrieg wurde sehr viel auf den Faktor Verschlüsselung gesetzt. Daher kam die Rotor-Schlüsselmaschine Enigma beim deutschen Militär zum Einsatz. Diese Maschine wurde allerdings auch bei der Polizei und bei den diplomatischen Diensten eingesetzt. Allerdings war die Maschine nicht so perfekt, wie es die Deutschen hofften. Immer wieder konnten Funksprüche entziffert werden. Die Geschichte um diese Maschine und der Roman Enigma von Robert Harris inspirierte im Jahr 2001 die Filmemacher zu dem Werk „Enigma – Das Geheimnis“.

Tom Jericho ist als Mathematiker hochbegabt. So gelingen ihm auch Entzifferungen von Verschlüsselungen. Allerdings ist eines Tages der Akku leer und er nur noch erschöpft. Zur Folge hat dies eine Entlassung aus der britischen Spionageabwehr. Doch dann kann er eines Tages zurückkehren. Verdient hat er sich dies ja, da er an einer bedeutenden Entschlüsselung großen Anteil hatte. Dies betraf das Verfahren Shark, welches von den deutschen U-Booten verwendet wurde. Nach seiner Rückkehr kommt das Gespräch wieder auf die Enigma. Bei einem Gespräch mit mehreren Offizieren erklärt Tom ihnen, wie die Maschine funktioniert. Dabei besitzt dieses Gerät in etwa 150 Millionen Möglichkeiten. Das bedeutet, dass die Arbeit zur Entschlüsselung der weiteren Verfahren ebenfalls sehr umfangreich ist. Allerdings will Tom seiner Arbeit weiterhin ordnungsgemäß nachgehen. Da verändert sich eines Tages die Ausgangslage. Von den Deutschen wurde das Kennwort geändert. Damit fällt es nunmehr wieder schwerer, die Funksprüche zu knacken. Zu dem Zeitpunkt sind jedoch drei wichtige Konvois in Richtung England unterwegs. Plötzlich steigt die Gefahr, dass diese Boote nicht mehr sicher die Meere durchqueren können. Es kommt allerdings noch schlimmer für Tom, da auf einmal seine Geliebte verschwunden ist. Auf einmal ist sie der Spionage verdächtig und auch nirgends zu finden. Da begibt sich Tom auf die Suche nach ihr und trifft auf ihre Mitbewohnerin Hester. Schon bald kristallisiert sich dabei noch ein zweites Problem heraus.

Der Mythos um die Maschine von Enigma ist weit verbreitet. Insofern ist es gut, dass es zur Verfilmung des Romans gekommen ist. Es liegt ein sehr geschickter Handlungsaufbau vor, der die Brisanz verdeutlicht. Dabei wird gar nicht mal so sehr auf den Faktor Actioneffekte gesetzt. Vielmehr sind es die Dialoge, die dazu anregen, sich den Film anzuschauen. Außerdem liegt mit der Wahl von Kate Winslet und Dougray Scott eine gute Besetzung vor. Manchmal wirkt es allerdings irritierend, dass Tom des Öfteren müde ausschaut.  Hinsichtlich der Übereinstimmungen zwischen Buch und Film ist eine Aussage nicht möglich. Allerdings kann für den Film eine Empfehlung zum Anschauen ausgesprochen werden. (Marina Teuscher – 25.05.2015)

 

 

 

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