Trotta

Gedreht wurde der Film „Trotta“ nach dem Roman „Die Kapuzinergruft“, der von Joseph Roth geschrieben worden ist. Veröffentlicht wurde der Roman im Jahr 1938 im Bilthovener Verlag „De Gemeenschap“. Darin erzählt Franz Ferdinand Trotta, wie sein Leben verlief und nimmt auch Stellung zum Untergang der von ihm so geliebten Donaumonarchie. Im Roman dreht es sich dabei um die Zeit von 1913 bis 1938. Diese Vorlage nahm Johannes Schaaf zum Anlass, einen Film zu drehen, der jetzt im Rahmen der „Filmjuwelen“ auf DVD erhältlich ist.

Als Offizier hat sich Franz Ferdinand Trotta in die Kämpfe des ersten Weltkrieges begeben. Während dieser Zeit ist Franz jedoch in Gefangenschaft der Russen geraten, wird allerdings nach dem Ende des Krieges entlassen. Nun kann er endlich nach Wien zurückkehren. Doch seine Rückkehr nach Wien verläuft anders als geplant. Insgesamt hat sich in Österreich nämlich einiges verändert, wobei er nicht mit allem zurechtkommt. So gehört das Land nicht mehr länger der k. u. k. Monarchie an. Außerdem muss er feststellen, dass sein ganzes Geld weg ist. Und auch bei seiner Frau erlebt er eine äußerst unangenehme Überraschung. Sie führt jetzt eine lesbische Beziehung. Deren Partnerin ist nunmehr eine ungarische Künstlerin, die auch für ihre Emanzipiertheit bekannt ist.

Zu sehen sind in dem Film Andras Balint, Elma Bulla sowie Istvan Iglodi. Außerdem sind die beiden deutschen Schauspielerinnen Rosemarie Fendel und Doris Kunstmann zu sehen. Dabei hatte sich Rosemarie Fendel bereits über eine lange Zeit einen Namen als Synchronstimme für Elizabeth Taylor gemacht.

Komponiert wurde die Musik von Eberhard Schoener, der sich einen Namen mit Filmmusiken wie für die Serien „Der Alte“ oder „Derrick“ gemacht hat. Von der FSK wurde der Film ab 16 Jahren freigegeben und im Rahmen der „Filmjuwelen“ von der Alive AG veröffentlicht. Zum Bonusmaterial gehört das Booklet, das zahlreiche Hintergrundinformationen sowie Biographien bietet. Außerdem befinden sich der Original Kinotrailer sowie ein Interview mit Johannes Schaaf auf der DVD.

Der Film wurde mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ und dem Filmband in Gold ausgezeichnet. Ferner erhielt der Film die Auszeichnung mit dem Deutschen Filmpreis als Bester Spielfilm. Unter anderem wurde der Film ferner zusätzlich mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet.

Obwohl der Film mittlerweile mehr als vier Jahrzehnte alt ist, besitzt dieser doch eine ordentliche Bildqualität. Daher kommen auch die Bilder der Geschichte recht gut rüber. Dabei dreht es sich ja um einen Mann, der eine ziemliche Belastung während des Krieges aushalten musste. Nun kommt er zurück und alles wird noch schlimmer. Nichts ist mehr so, wie es einmal war. Da werden ziemlich viele Facetten des komplett emotionalen Wechselspiels gut präsentiert und von einer gut dargestellten historischen Handlung umgeben. Außerdem zeichnet sich der Film auch dadurch aus, das er im Pappschuber präsentiert wird, wobei der FSK-Aufkleber abgezogen werden kann. (Marina Teuscher – 15.05.2014)

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