Traumstadt

Städte gibt es in den unterschiedlichsten Größenordnungen. Alle Städte haben gemeinsam, dass sie eine Menge Abwechslung bieten. Zum einen kann es sich dabei um die berufliche Zukunft handeln, wenn man nicht gerade ein Home-Office betreibt. Außerdem gibt es stets ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm, das für jedes Alter etwas bietet. In vielen Städten finden sich zudem Oasen, wo Besucher stets die „Seele baumeln“ lassen können. Gute Beispiele hierfür sind die Hamburger Alster mit dem Jungfernstieg und die Landungsbrücken, der Berliner Spandauer Schifffahrtskanal sowie die Kieler Förde und die Saarschleife in ganzer Länge. Dabei findet jeder ja die Erholung auf seine ganz eigene Weise. Eine Stadt steht dabei auch im Mittelpunkt des inzwischen erschienenen Films „Traumstadt“.

Florian Sand ist Künstler und führt ein abwechslungsreiches Leben. Seit drei Tagen allerdings ist alles ein wenig anders. Er wird bei all seinen Schritten von einem etwas seltsamen Mann verfolgt. Dann kommt es zu einem Gespräch, in dem der Mann sich zu erkennen gibt. Es handelt sich um einen Agenten einer Traumstadt, die weit entfernt liegt. Zum Ziel hat er sich gesetzt, dass Florian einer der neuen Bewohner dieser Stadt wird. Schließlich gebe es dort die Möglichkeit, das Florian unbeschwert leben könnte. Seine Wünsche und seine Bedürfnisse könnten dort Wirklichkeit werden. Bevor der Agent wieder geht, übergibt er Florian noch zwei Sachen. Zum einen handelt es sich dabei um einen Scheck. Das andere ist ein Bildnis von einem alten Schulfreund. Nur kurze Zeit später reisen Florian und seine Frau Anna zu dieser besonderen Stadt. Dort werden sie von einem Zwerg als Neukömmlinge begrüßt. Noch am Anfang scheint die Welt völlig in Ordnung zu sein. Die Faszination und die Neugier sind besonders von Florian geweckt, weil er ja auch einfach nicht zu seinem Freund kommt. Doch dann zerbricht die Idylle der Traumstadt, wobei unter anderem Verwüstung einzieht. Auch Anna’s Verfassung verschlechtert sich, so dass sie letztendlich einen Nervenzusammenbruch erleidet.

Erneut ist Rosemarie Fendel in dem Film zu sehen. Die deutsche Schauspielerin war in Fernsehserien wie „Freunde fürs Leben“, „Familie Sonnenfeld“ und „Eine Klasse für sich“ dabei. Außerdem spielen Per Oscarsson, Eva Maria Meineke

sowie Alexander May und Heinrich Schweiger in dem 124minütigen Film mit. Komponiert wurde die Musik von Eberhard Schoener. Der deutschsprachige Film wird mit dem Tonformat Dolby Digital 2.0 und dem Bildformat 4:3 Anamorph 1.33:1 präsentiert. Erschienen ist der von der FSK ab 16 Jahren freigegebene Film im Rahmen des Labels „Filmjuwelen“.

Als Bonusmaterial ist das Booklet vorhanden, das einen Einblick in die Hintergründe bietet. Ferner befinden sich das Interview mit dem Regisseur sowie ein Original Kinotrailer auf der DVD.

Es handelt sich bei dem Film um ein Stück, das sehr viele tiefere Seiten in sich trägt. Schließlich zeigt der Film auf, was passieren kann, wenn alle völlig frei ihre Bedürfnisse ausleben. Das, was am Anfang wie eine Idylle klingt, kann sich sehr schnell verwandeln und sogar die Gesundheit unter diesem angeblich so schönen Leben leiden. Dies zeigt der Film recht geschickt auf, wobei die Szenen mitunter etwas irritieren können. Schließlich laufen bei der Geschichte doch viele Handlungsfäden zusammen. Doch auch wenn so viele Fäden ineinander greifen, steht über allen die Frage, ob das von der Traumstadt verwirklichte komplett freie und ungezwungene Leben wirklich so wünschenswert ist. Schließlich gibt es doch Bedürfnisse, die sich total voneinander unterscheiden, was von besonderer Bedeutung ist. (19.05.2014)

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