Im Brautkleid meiner Schwester

Einer der schönsten Tage im Leben einer Frau ist die Hochzeit. Viele Frauen lieben es, in einem dieser schönen Kleider vor den Traualtar zu treten. Dabei hat dieses Kleid eine recht interessante Geschichte. Schaut man auf die Brautkleider in der westlichen Welt und in Europa, so handelt es sich bei der traditionellen Farbe um weiß. Diese Farbe steht für Unberührtheit und für die Reinheit. Daher war es über einige Jahrhunderte so, dass schwangere Frauen vor den Traualtar mit schwarzer Kleidung an kamen. Viele Frauen konnten sich sogar im 18. Jahrhundert noch kein eigenes Brautkleid leisten.

Das es überhaupt zu hellen Brautkleidern gekommen ist, wird dem Adel zugeschrieben. Zu verdanken sei dies der Hochzeit zwischen Heinrich IV. und Maria de‘ Medici, die im Jahre 1600 statfand. Beim Brautkleid von Maria handelte es sich um ein Seidenkleid, welches in heller Eierschalenfarbe angefertigt worden war. Auch in dem Film „Im Brautkleid meiner Schwester“ wird ein Brautkleid noch eine Rolle spielen.

Bis dieses Kleid jedoch ins Spiel kommt, wird sich für zwei Frauen die Welt sehr verändern. Über lange Zeit kannten sich Sina und Sophie nicht einmal. Sie wußten nichts davon, dass sie sich komplett gleichen. Sina hat noch nicht einmal eine Ahnung davon gehabt, dass sie eine Zwillingsschwester hat. Doch dann verstirbt ihre Ziehmutter und Sina erfährt davon, dass ihre leiblichen Eltern noch irgendwo leben. Vor allem erfährt sie auch davon, dass sie eine Zwillingsschwester hat. Sina, die sich in ihrem Job als Polizistin recht burschikos gibt, beginnt sofort mit der Suche nach ihrer Schwester. Diese findet sie in Berlin, wobei es doch zwischen beiden Frauen Unterschiede gibt. Allerdings verstehen sich die beiden Frauen von Anfang an und kommen bei den ersten Gesprächen auch darauf zu reden, dass Sophie in den nächsten beiden Tagen heiraten will. Bei ihrem Ex-Freund möchte Sophie nämlich noch eine „Rechnung“ begleichen. Dafür müsste sie jedoch nach Paris. So entschließen sich die Frauen kurzerhand zu einem Rollentausch, der gravierende Folgen haben soll.

Das ist eine dieser typischen Wohlfühlgeschichten, die einem die kühleren Sommerabende nach der Hektik des Tages angenehmer gestalten. Sicherlich ist es eine Geschichte, bei der die Handlung und das Ende ein wenig vorhersehbar ist. Und doch macht die flotte Handlung einfach Spaß, weil man über die unterschiedlichen Charaktere der beiden Schwestern (Alissa Jung sehr gut in einer Doppelrolle) ins Schmunzeln kommt. Zudem ist auch die Handlung recht aktuell, da es einige Kinder gibt, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen. Da ist die Situation nicht immer ganz so einfach, wenn die Wahrheit ans Tageslicht kommt. Wenn jedoch die Handlung so geschickt wie in dem Film aufgebaut ist, dann macht das Anschauen Spaß. (Marina Teuscher – 05.07.2014)

 

 

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