Meine kleine Familie

Die Familie ist in der Regel einer der schönsten Orte, an denen man zu Hause ist. Viele Menschen gründen eine Familie nach ihren Bedürfnissen und bekommen Kinder. Manche adoptieren Kinder oder nehmen sich ein Pflegekind. Was einige Menschen noch tun, ist auch ein wundervoller Gedanke. Sie übernehmen eine Patenschaft für ein Kind beispielsweise in einem asiatischen Land an. Und dann gibt es da noch die ganz anderen Bereiche, in denen Kinder groß werden, wie in einer Kommune. Ein Beispiel dafür ist die größte europäische Kommune, der Friedrichshof. Gegründet wurde dieser in den 70er Jahren. Dort hat einst auch Paul-Julien Robertseine Kindheit verbracht, auf die er jetzt in dieser Dokumentation zurückblickt.

Geboren wurde Paul-Julien Robert in die Kommune hinein. Von nun an hat er Jahre seines Lebens dort verbracht. Betrachtet werden dabei auch viele Archivbilder, die einen Einblick in die damailige Zeit geben. An seiner Seite ist dabei auch seine Mutter. Beide werden dadurch intensiv mit der Frage konfrontiert, was denn nun eigentlich Familie ist. Beobachtungen dieser Zeit führen auch zu den Ausflügen zurück, die einstmals die Zeit begleiteten. Dabei geraten natürlich auch Dinge wie das Gemeinschaftseigentum in den Vordergrund.

Die Verantwortung für die Regie lag in den Händen von Paul-Julien Robert.

Für den deutschen Ton liegt das Format Dolby Digital 2.0 vor, während beim Bild des 93minütigen Filmes das Format 16:9 Anamorph 1.77:1 gegeben ist. Von der FSK wurde die Dokumentation ab 12 Jahren freigegeben. In Kürze wird die im Jahr 2012 produzierte Dokumentation von der Mindjazz Pictures (Alive AG) veröffentlicht. Enthalten ist in der DVD ein zwölfseitiges Booklet mit Hintergrundinformationen zur Thematik.

Ausgezeichnet wurde diese Dokumentation auf dem BFI London 2013 mit dem Grierson Award. Außerdem wurde der Film im Jahr 2012 mit dem Wiener Filmpreis als bester Dokumentationsfilm gewürdigt. Zusätzlich erfolgte eine Präsentation des Filmes beim Dok.fest im Jahr 2013 in München sowie bei der Duisburger Filmwoche im gleichen Jahr.

Gerade in unserer heutigen Zeit tut es gut, so einen Film zu sehen.  Es ist laut, hektisch und unruhig in unserer Zeit. Und doch zeigt dieser Film, dass auch unsere heutige Zeit noch Positives hat, selbst wenn die Vergangenheit manchmal so kompliziert ist. Dabei blickt der Regisseur aber nicht negativ gestimmt auf die Vergangenheit zurück, sondern auch viel mehr nach vorn. Genau das ist es, was diese Dokumentation so reizvoll macht. Sie vermittelt den Glauben, dass es da noch ganz viel Spannendes gibt. Schließlich ist die Frage, was denn nun eigentlich Familie sei, nicht so einfach zu klären. Im Nachhinein wird es wohl auch ziemlich heikel werden, diese Frage zu klären. (Marina Teuscher – 25.02.2014).

Schreibe einen Kommentar